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Simbabwe Länderinfos

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Willkommen in Simbabwe!

Simbabwe - ein buntes, vielfältiges Land im südlichen Afrika und eine Welt voller Wunder

Das Reiseland Simbabwe ist eine einzigartige Urlaubsdestination. Das Binnenland lockt mit einer landschaftlichen Vielfalt, einer interessanten Vergangenheit, vielen sagenhaften interessanten Orten und einem unglaublichen Artenreichtum an wild lebenden Tieren.

So konnte sich das Land vor allem durch seine Einsamkeit und die unberührte Natur in den letzten Jahren wieder zu einem der wohl schönsten Reiseländer dieser Welt entwickeln, wie es kaum ursprünglicher und schöner sein könnte. Liebhaber der Flora und Fauna, Archäologen, Sportbegeisterte und auch alle Anderen werden von Zimbabwe begeistert sein.

In den 19 Nationalparks, die insgesamt 12 % der Landfläche einnehmen, lässt sich das wahre Afrika erleben. Diese besitzen einen hervorragenden Tierbestand und so lernen Sie auf vielen Besuchen die Big 5 – Nashorn, Elefant, Löwe, Büffel und Leopard in freier Wildbahn kennen. Zebras und Giraffen kreuzen schon einmal die Straße vor Ihnen und Impalas und Antilopen grasen an den vielen Wasserstellen.

Bewundern Sie all die verschiedenen Facetten, die dieses Land zu bieten hat. Reisen Sie zu den mächtigen Victoria Falls, einem der sieben Weltwunder oder genießen Sie den herrlichen Sonnenuntergang bei einer Bootsfahrt auf dem Zambezi River. Informieren Sie sich in den Great Zimbabwe Ruins über die Wurzeln des Landes oder bestauenen Sie die einmaligen Fels- und Höhlenmalereien der Matobo Hills. Auch einige der schönsten Nationalparks des südlichen Afrikas liegen in Simbabwe. Hwange (im Westen des Landes), Matapos (im Süden), Gonarezhou (im Südosten), Mana-Pools (im Nordosten) und Nyanga (im Osten) locken jedes Jahr auf neue Besucher an Lernen Sie dieses tolle Land und seine freundlichen Menschen kennen und erleben Sie in Simbabwe das wahre südliche Afrika hautnah! Mauya! Semukele!

Allgemeines

Simbabwe - ehemals Südrhodesien - liegt als Binnenstaat im Nordosten des südlichen Afrika. Die Größe des Landes beträgt etwa 390.757 km² und ist mit der Gesamtfläche von Deutschland und den Niederlanden vergleichbar. Das Land unterteilt sich in die acht Provinzen Manicaland, Mashonaland Central, Mashonaland East, Mashonaland West, Masvingo, Matabeleland North, Matabeleland South und Midlands aufgeteilt, hinzu kommen Bulawayo und Harare als Städte mit Provinzstatus. Letzte ist die Hauptstad des Landes.

Simbabwe grenzt als Binnenstaat im Süden an Südafrika, im Südwesten an Botswana, im Westen an den Namibischen Caprivistreifen, im Nordwesten an Sambia - wo die natürliche Grenze durch den Zambezi River gekennzeichnet wird - sowie im Nordosten an Mosambik wo ein 350 km langer Gebirgszug als natürliche Grenze dient.

Das Hochland Simbabwes unterteilt sich in zwei verschiedene Regionen. Von Nordost nach Südwest durchzieht das zentrale Mittel- und Highveld mit dem höchsten Berg Nyangani, der eine Höhe von 2 590 Meter erreicht, das Land. Im Norden und Süden fällt das Gebirge in ausgeprägten Stufen über das so genannte Lowveld (mit Höhen unter 800 Meter) bis hin an die Ufer des Zambezi im Norden beziehungsweise des Limpopo im Süden ab. Im hügeligen Hochland entspringen zahlreiche Flüsse, die in den Kariba-Stausee, in die Feuchtwassergebiete Botswanas oder in den Zambezi münden Darüber hinaus wird die Gegend oft von Kopjes, massiven Granitsteinblöcken, unterbrochen.
Simbabwes Landschaft hat überwiegend Savannencharakter mit starkem Graswuchs und unterschiedlich dichtem Baumbestand, der jedoch in Richtung des Limpopo an der Grenze zu Südafrika unmerklich abfällt.

Klima in Simbabwe

Simbabwe liegt am Rande des Tropengürtels und hat demzufolge ein subtropisches bis tropisches Klima mit feuchten, teilweise schwül-heißen Sommern in denen die Temperatur über die 35°C-Marke hinausgeht. Nur in höheren Lagen ist die sommerliche Hitze mit 25 bis 30 C gemäßigt.

Der Winter ist insgesamt deutlich angenehmer. Von Mai bis Oktober ist Trockenzeit und die Tagestemperaturen liegen meist bei gut erträglichen Werten zwischen 20 und 25 °C. Nachts wird es jedoch empfindlich kalt und ab und zu gibt es Nachtfröste mit bis zu minus 5°C.

In der Regenzeit die von November bis März andauert, fallen 90 % des gesamten Niederschlags. Simbabwe, Victoria Faelle SimbabweDie Regenfälle dauern nur selten mehrere Tage an und lassen die Temperaturen zu dieser Zeit etwas absinken.

Für Pirsch- und Überlandtouren eignet sich die Zeit zwischen März und November am besten. Das Wasser wird in dieser Jahreszeit knapp und die Tiere finden sich an den wenigen Wasserlöchern zum Trinken ein. Zudem ist auch die Vegetation in dieser Phase nicht sehr üppig, sodass es sehr viel leichter ist, Tiere zu entdecken.

Reisen in den Sommermonaten sollen Sie eher meiden, denn die Regenzeit von November bis März geeignet sich nicht für eine Erkundung des Landes. Des Weiteren sind die Temperaturen meist unerträglich hoch und viele der sehenswerten Nationalparks Simbabwes schließen ihre Pforten.

Lediglich die atemberaubenden Viktoriafälle zeigen sich in dieser Zeit von ihrer prachtvollsten Seite. Aber auch in der Trockenzeit ist ein Besuch der Wasserfälle reizvoll, denn dann zeigt sich eine äußerst imposante Felsenstruktur, die ansonsten unter den großen Wassermassen verborgen bleibt.
Flora und Fauna in Simbabwe

Das Highveld und Teile des höher gelegenen Middleveldes werden von einer Baumsavanne der Miombo-Wälder geprägt, die überwiegend aus den bis zu 10 Meter hohen Brachystega-Arten Musasa und Munondo besteht. Im Sommer erstrahlen die Bäume in einem warmen Rot und Gold, im Winter dagegen werfen sie ihre Blätter ab.

Leberwurstbäume die viel Feuchtigkeit benötigen, wachsen bevorzugt in den Tälern, im Middleveld, sowie den Ausläufern der Eastern Highlands, in dessen Bergwelt ein tropischer Regenwald wächst. Auch unterschiedliche Zedernarten, darunter die unter Schutz stehende Afrikanische Zeder sind hier zu finden.

Busch, Baobabs, sowie orange, rot und gelb blühende Mopane-Wälder dominieren das Lowveld. Ohne ihre Blätter erscheinen diese wie reines Wurzelwerk. Bereits 3.000 Jahre alte Exemplare wurden in Simbabwe entdeckt. In der trockenen Region des Middle- und des Lowveldes wachsen auch zahlreiche Akazien.

Teakholzwälder sind hingegen charakteristisch für die Sandböden des Südwestens und des äußeren Westens. An den Flussebenen hingegen haben sich dank des Wasserspeicherungssystems zahlreiche Affenbrotbäume angesiedelt. Dank seiner perfekten Anpassung an die landschaftlichen Verhältnisse kann diese Baumart bis zu 1.000 Jahre alt werden.

Als Nationalblume Simbabwes gilt die Feuerlilie mit ihren feuerroten Blüten. Obwohl sie giftig ist, wird sie häufig als Heilmittel eingesetzt. Außerdem kommen Euphorbien, Aloen, Korallenbäume und Jacaranda in Simbabwe vor. Rare Pflanzen wie der rote Mahagonibaum werden in Reservaten geschützt. Nahrhafte Gräser in den Wäldern des Highvelds und zwischen den Büschen des Lowveld sind Nahrungsmittel vieler Tiere.

Dank der vielen Nationalparks kann Simbabwe einen entsprechenden Tierreichtum aufweisen. Allen voran die Big Five: Löwe, Leopard, Elefant, Büffel und Nashorn. Affen tummeln sich in den Bäumen und in den Stauseen und Flüssen schwimmen Flusspferde. Die Anzahl des vom Aussterben bedrohten Breitmaulnashorns konnte durch das Jagdverbot wieder aufgestockt werden. Hinzu kommen Hyänen, Schakale, Giraffen, Krokodile, die gesamte Palette an Antilopen und Schlangen, welche in Simbabwe mit insgesamt zwölf wirklich giftigen Spezies beheimatet sind und somit zu einer der am meisten gefürchteten Tierarten zählen. Ergänzt wird die vielfältige Tierwelt von rund 640 Vogelarten wie Falken, Fischadler, Straußen und Riesentrappen. Auch Zugvögel nutzen Simbabwe als Winterquartier oder als Zwischenstopp auf ihrer Reise in Richtung Süden. Endemisch sind die Swynnerton Rotkehlchendrossel und die Rober Prinie.
Bevölkerung

In Simbabwe leben insgesamt rund 12,75 Millionen Menschen. Die Aufteilung der Bürger nach Rassen, wie sie in der Kolonial- und Siedlerzeit üblich war, wurde bald nach der Unabhängigkeit fallen gelassen. Die afrikanische Bevölkerung ist ethnisch und kulturell-linguistisch weniger stark differenziert als anderswo.

Bei den schwarzafrikanischen Einwohnern lassen sich zwei große Sprachgruppen unterscheiden. Etwa 75 % werden vom Kulturkreis der Shona gestellt, die verschiedene Dialekte der Shona-Sprache (Karanga, Zezuru, Manyika, Ndau, Korekore) sprechen.
20 % gehören den Ndebele (Matabele) an. Der Rest teilt sich auf die Volksgruppen Lenge, Lilima, Chikunda, Schangana (1,5%), Sotho, Tswana (1,5%),sowie Venda (1%) auf. Tonga, Mischlinge die aus Verbindungen von Europäern mit der einheimischen schwarzen Bevölkerung hervorgegangen sind, europäisch stämmige Einwohner meist britischer Herkunft, sowie Asiaten - Nachkommen indischer Einwanderer die nach Beginn der Kolonisation als Händler ins Land kamen - machen ebenfalls rund 1% der Bevölkerung aus.

Shona

Im Zuge der transkontinentalen Völkerwanderung aus dem Norden kamen die Vorfahren der heutigen Shona ins Gebiet des Hochplateaus zwischen den Flüssen Zambezi und Limpopo. Sie verdrängten mir ihrer sesshafteren Lebensform die einst nomadisierenden San. Bald darauf bildeten sich hierarchisch gegliederte Gemeinschaften heraus, später auch große Königreiche. Nur die berühmten Steinruinen von Great Zimbabwe in der Nähe von Masvingo sind Zeugen der Glanzzeit der Shona.
Im 19. Jahrhundert war die geringschätzige Bezeichnung „Shona“ sehr abwertend. Damals wurde der Begriff genutzt, um die Gruppe dieser Stämme mit ihren kulturellen Gemeinsamkeiten von den Ndebele abzugrenzen.

Bekannt sind die Shona vor allem für ihre bildhauerischen Qualitäten der handgefertigten Shona-Skulpuren, die mittlerweile zu einem wichtigen Teil der zeitgenössischen afrikanischen Kunst geworden sind. Sie werden aus Stein, besonders aus Serpentinit beziehungsweise aus Verdit gefertigt und stellen häufig Menschen, Tiere und Fabelwesen dar. Viele Steinplastiken wurden bereits in renommierten Galerien und Museen wie dem Museum of Modern Art in New York oder dem Musée Rodin in Paris ausgestellt und werden von spezialisierten Galerien vor allem in USA und Europa professionell vermarktet.

Wie viele Nachbarvölker stehen auch die Shona in engem Kontakt mit ihren Ahnen. Dabei sind spirituelle Medien die Mittler zwischen den Lebenden und den Toten. Ihnen vertraut man alle Probleme und Ängste an. Die mythischen Vorfahren der Königshäuser leben in Tieren weiter, die jeder Stamm als sein Totem verehrt. Diese Tiere dürfen in diesem Fall nicht gejagt oder verzehrt werden. Auch eine Pflanze, ein Körperteil oder ein Naturereignis kann ein Totem sein. Vermählungen dürfen nur außerhalb des eigenen Totembereiches stattfinden, sodass inzestuöse Verbindungen ausgeschlossen werden.

Die Shona-Gruppe selbst zerfällt darüber hinaus in die folgenden einzelnen Volksgruppen Karanga (27%), Sesuru (22%), Korekore (18%), Njika (16%), Rozwi (13%) sowie Ndau (4%). Die Karanga leben im Gebiet um Masvingo und Mvuma. Sie betreiben eine symbolische Form der Bestattung. Als Ersatz für den Leichnam eines in der Ferne Verstorbenen begraben sie einen schwarzen Ziegenkopf. Die Sesuru siedeln auf dem Highveld um Harare. Der Sesuru-Dialekt wird in den Medien verwendet. Ihr Mbende-Jerusarema-Tanz schaffte es in die UNESCO Liste der Meisterwerke des mündlichen und immateriellen Erbes der Menschheit. Im nördlichen Lowveld, zwischen dem Lake Kariba und der östlichen Landesgrenze, wohnen die Korekore. Als Besonderheit kennen sie das „garira“. Der Brautwerber findet bei den zukünftigen Schwiegereltern Arbeit, um das Brautgeld direkt zu verdienen.

Die Njika bewohnen den Osten des Landes, sowie die Eastern Highlands. Ihnen ist die Heirat mit einer Verwandtschaft väterlicherseits streng verboten, mütterlicherseits wird sie toleriert. Im 16. Jahrhundert begannen sie mit der Knabenbeschneidung. Das Totemtier der Njika ist das Zebra.In mehreren kleinen Siedlungsgebieten auf dem Highveld, um Kwekwe und Masvingo, wohnen die Rozwi. Noch heute haben sie ein ausgeprägtes Klassenbewusstsein, das bei der Partnerwahl von zentraler Bedeutung ist.
Die Ndau bewohnen das Gebiet am südlichen Save. Gemeinsam mit den Rozwi besitzen sie den Turmbaummythos. Auf Anordnung des Königs errichtet ihm sein Volk einen Turm aus Holz und Steinen, der entweder von selbst oder durch den Zorn eines Gottes einstürzt.

Die Ndebele

Im westlichen Teil, vor allem in der Stadt Bulawayo, sowie im Nordwesten Simbabwes, leben Ndebele, Sambias zweitgrößte Bevölkerungsgruppe. Ihr unterliegen die Untergruppen Matabele und Kalanga.
Die Volskgruppe Ndbele entstand durch die Abspaltung von den Zulus bei einer Völkerwanderung im südlichen Afrika des frühen 19.Jahrhunderts. Auf ihrer Reise gaben ihnen die Twana den Namen Matabele. Im Gebiet des heutigen Simbabwe trafen sie dann auf die Shona, die sie prompt unterwarfen. Das letzte Königreich der Matabele unter dem König Lobengula, wurde 1896 vom britischen Westafrika-Korps und der British South Africa Company unter der Führung von Cecil Rhodes zerschlagen.
Die Matabele gehören zusammen mit den Zulu, Xhosa und Swazi zu der südöstlichen Bantu-Sprachgruppe der Nguni, die sich grundsätzlich vom Ndebele, das im Transvaal/Südafrika gesprochen wird, durch die von den Bewohnern der Kalahari übernommenen Klick- und Simbabwe, Victoria Falls Simbabwe, Victoria Falls Bruecke SimbabweSchnalzlaute unterscheidet. Ihrer straffen und zentralistischen Organisationsform sind sie treu geblieben, nur die Religion, die Totems und den Ahnenkult haben sie von den Shona-Gruppen übernommen. Auch die Matabele lassen sich nochmal in drei Unterstämme aufteilen: Zansi, Enhla und Lozwi. Erstere waren die Ur-Matabele. Sie waren die Gründer des Stammes und rekrutierten und assimilierten auf ihren Wanderungen die Kriegerkaste, die Enhla. Die Lozwi betrieben Ackerbau und Viehzucht.

Die im Nordwesten Simbabwes lebenden Kalanga werden aufgrund ihrer kulturellen Assimilation den Ndebele zugerechnet. Übersetzt bedeutet die Volksbezeichnung „Volk der Sonne“ und bezieht sich auf ihren mystischen Ursprung.

Lenge, Lilima, Chikunda, Shangana, Sotho und Tswana

Die Volksgruppen Lenge, Lilima, Chikunda, Sotho und Tswana spielen in Simbabwe nur eine untergeordnete Rolle, denn die Mehrheit der Stammesmitglieder lebt in den Nachbarländern. Dennoch gibt es vereinzelt Mitglieder, von denen die Sotho am Zusammenfluss von Shashe und Limpopo im Süden, die Lenge im Süden am Runde-Fluss, die Lilima und Tswana an der Grenze zu Botswana, die Chikundu im Norden an der Grenze zu Mosambik und die Shangana zwischen den Flüssen Mwenezi und Runde im Süden leben.

Venga

Südlich des Limpopo in Südafrika liegt das Hauptsiedlungsgebiet der Venga. Doch auch zwischen den Flüssen Umzingwani und Mwenezi im Süden des Landes haben sich einige Mitglieder niedergelassen. Wie die Kalanga kennen sie die Ersatzbestattung mit dem Kopf eines schwarzen Schafes, sowie die Knabenbeschneidung.

Tonga

Beide Seiten des Zambezi Rivers bewohnen die Tonga. Noch häufig sieht man bei Frauen die charakteristische Zahnlücke, die als Initiationsritus betrieben wurde. Die Sprache der Tonga ist Tonga mit einigen Unterdialekten. Kommt es zu einem Streitfall werden die friedliebenden Tonga von anderen Stämmen häufig um Friedensstiftung gebeten.
Geschichte & Politik in Simbabwe ::

Geschichte

Etwa in der Zeit von 50.000 bis 10.000 v. Chr besiedelten mit den San (Buschmännern) verwandte Jäger und Sammler den Subkontinent. Sie betrieben noch keinen Ackerbau, bauten keine festen Häuser und lebten in kleinen Familienverbänden. Felsbilder aus dieser Zeit zeugen davon, dass sie bereits über eine entwickelte Viehzucht und Töpferei verfügten.

Simbabwe, Great Zimbabwe Ruinen Simbabwe, Conicle Tower SimbabweBis etwa 800 n. Chr. wanderten Bantu sprechende Völker, einschließlich die Vorfahren der Shona, die heute den größten Teil der Bevölkerung Simbabwes ausmachen, in das Gebiet zwischen dem Zambezi und dem Limpopo ein. Die Menschen lebten in kleinen Gemeinschaften über das Zentralplateau zerstreut, betrieben Viehzucht und Wanderhackbau und entwickelten die Eisenverarbeitung.

Um 1250 herum wurde dann im Gebiet zwischen den heutigen Staaten Botswana und Mosambik das so genannte Great Zimbabwe erschaffen. Dank der wertvollen Edelmetallvorkommen konnte ein erfolgreicher Handel betrieben werden. Im 15. Jahrhundert folgt plötzlich der Untergang von Great Zimbabwe.

Von 1450 bis 1650 erlebt das Monomotapa Reich seine Blüte. Während dieser Zeit konkurrierte das Torwa-Reich mit dem Monomotapa-Reich. Erst das Rozwi-Reich, welches sich bis 1839 hielt, verdrängte die Reichen Monomotapa und Torwa.
1827 drang das Viehzüchtervolk der Ndebele von Süden her gegen die Shona-Reiche vor. Shaka, der Herrscher der Zulu Südafrikas, schuf ein militärisch straff organisiertes Reich, das seinen Anspruch auf benachbarte Völker auszudehnen versuchte.
Zwischen 1819 bis 1837 kam es in der Folge zu erheblichen Wanderbewegungen. Die Ndebele auch vor den aus dem Süden vordringenden Buren und britischen Siedlern nach Norden aus und besiedelten das nach ihnen benannte Matabeleland auf dem Territorium des heutigen Simbabwe. 1853 zwang die junge Südafrikanischen Republik (Transvaal) den Ndebele-König Mzilikazi, den Buren (Kapholländern) Zugang zum Matabeleland einzuräumen.

1855 entdeckte der schottische Missionar David Livingstone als erster weißer Mann die Wasserfälle am Zambezi. Er benannte sie daraufhin nach der britischen Königin Victoria. Nur zwei Jahre später, 1857 erhielt der schottische Missionar John Moffat von König Mzilikazi die Erlaubnis zur Einrichtung einer Missionsstation. Kurz danach wurde mit der Inyati-Mission die erste Weißen-Siedlung in Matabeleland errichtet. Mit dem Tod von König Mzilikazi brachen Erbfolgekriege aus. Sein Sohn Lobengula setzte die Politik des ehemaligen Königs fort und schloss 1887 mit den burischen Gesandten einen Vertrag, der ihn zum Verbündeten der Burenrepublik machte. Diese leiteten daraus Schürfrechte an Bodenschätzen ab.
1888 konnte der britische Kolonialpolitiker und Minen-Magnat Cecil Rhodes vom Ndebele-König Lobengula Schürfrechte in einem auf fragwürdige Weise zustande gekommenen Kaufvertrag die Exklusivrechte zum Abbau der Bodenschätze abluchsen. Damit erhielt Rhodes für seine British South Africa Company (BSAC) einen königlichen Freibrief für die Ausbeutung von Bodenschätzen im Matabeleland, obwohl dies im Vertrag mit Lobengula nicht vorgesehen war. Nicht nur die Ndebele sondern auch die Shona unternahmen von 1896 bis1897 erbitterte, aber erfolglose Aufstände gegen die europäische Kolonisierung.

1891 wurde das Gebiet unter der Verwaltung der BSAC (British South Africa Company) zum britischen Protektorat um deutschen und portugiesischen Ansprüchen zuvorzukommen.
1893 kam es zu einem offenen Krieg zwischen Lobengula und der BSAC. Die Truppen des regierenden Königs wurden in drei Schlachten geschlagen, er selbst starb auf der Flucht. Die Völker selbst wurden durch die Auseinandersetzung ihrer wirtschaftlichen Grundlagen beraubt.

1907 wurde das Protektorat in die Kolonie Njassaland umgewandelt. Wenige Jahre später, 1923, wurde Rhodesien britische Kronkolonie. Als weiße Siedlerkolonie erhielt das Land die volle Selbstverwaltung in inneren Angelegenheiten. Ein Wahlrecht besaßen jedoch fast ausschließlich die weißen Siedler.

1930 begann die Regierung mit einer Art Rassenpolitik undSimbabwe, Hwange Nationalpark Simbabwe, Zebra Simbabwe teilte das Land in weiße Siedlungsgebiete und schwarze Reservate ein. Somit erhielten die Schwarzen lediglich ein knappes Drittel des Landes, vor allem in ertragsarmen Gebieten mit wenig fruchtbaren Böden, sodass die Schwarzen gezwungen waren, Lohnarbeit für die weißen Siedler zu verrichten.

1946 erreichte die burische Liberal Party mit Hilfe von Rassentrennungsparolen den Sieg. Es folgt die Umbenennung des Landes in Südrhodesien.Im Jahr 1953 schlossen sich die Staaten Südrhodesien (Simbabwe), Nordrhodesien (Sambia) und Njassaland (Malawi) zur "Zentralafrikanischen Föderation" zusammen, lösten sich jedoch 1963, nach nur 10 Jahren, wieder auf. Bereits ein Jahr zuvor begannen die Sabotageakte der ZAPU (Zimbabwe African Peoples Union).
Nach Meinungsverschiedenheiten in der ZAPU spaltete sich als zweite Widerstandsbewegung die Zimbabwe African National Union (ZANU) 1963 ab. Als ihre Ziele nannte sie die Umverteilung des Landes, freie Bildung für alle, die Abschaffung der rassistischen Gesetze und die Verstaatlichung von Schlüsselindustrien.

Im November 1965 erklärte die rechtsradikale Rhodesian Front unter Führung von Ian Smith einseitig und völkerrechtswidrig die Unabhängigkeit Rhodesiens.Großbritannien und später auch die Vereinten Nationen verhängten im gleichen Jahr Sanktionen, die allerdings genauso wirkungslos blieben, wie verschiedene diplomatische Bemühungen. Nachdem weitere Verhandlungsversuche zwischen Großbritannien und Rhodesien scheiterten, erklärte sich Rhodesien 1970 zur Republik woraufhin das Land gemeinsam mit Großbritannien Prinzipien für eine neue Verhandlungslösung ohne Mitwirkung der Afrikaner vereinbarte. Diese lehnten eine solche Lösung ab und verhinderten erfolgreich deren Umsetzung. 1972 begann von Mosambik aus der Befreiungskampf der ZANU. Als sich die Guerillaaktivitäten gegen die Minderheitsregierung gegen Mitte der 70er Jahre verstärkten, begann das Smith-Regime 1974 Verhandlungen mit den Führern der ZANU (zeitweise unterstützt von der VR China) und der ZAPU (die die Unterstützung der UdSSR hatte). Beide hatten sich in der Patriotischen Front (PF) zusammengeschlossen und verstärken ihre militärischen Operationen.

Nach dem Fehlschlagen der Genfer Rhodesienkonferenz im Jahr 1976 trat die staatlich zugelassene Opposition United African National Council (UANC) unter der Leitung von Bischof Muzorewa 1978 in direkte Verhandlungen mit Smith um eine so genannte interne Lösung voranzutreiben. Die Vereinbarung ergab, dass der schwarzen Bevölkerung eine Mehrheit der Parlamentssitze eingeräumt werden sollte, und zwar 72 von insgesamt 100. Bei den zweifelhaften Wahlen 1979 wurde Muzorewa zum ersten schwarzen Ministerpräsident einer Übergangsregierung des Landes gewählt, das sich fortan Simbabwe-Rhodesien nannte. Weder die britische Regierung noch die Befreiungsbewegung erkannten diese "Lösung" an.

Nach Abhalten der Konferenz im Lancaster House, Simbabwe, Great Zimbabwe Ruinen Simbabwezu der sich alle beteiligten Parteien im September in London einfanden. enden die Verhandlungen im Dezember mit der Unterzeichnung eines Friedensplanes zur Unabhängigkeit Simbabwes. Der britischen Lord Soames wurde zum bevollmächtigten Kontrolleur über die Entwaffnung der revolutionären Guerilleros und die Durchführung von Wahlen ernannt. Rhodesien wurde zudem vorübergehend unter britische Herrschaft gestellt.
In den freien Wahlen vom Februar 1980 traten ZANU und ZAPU aufgrund des nie überwundenen Misstrauens wieder getrennt an. Mugabe (ZANU)siegte mit deutlicher Mehrheit und begründete damit seine andauernde Karriere als maßgeblicher Lenker des Landes. Daraufhin berief er auch Joshua Nkomo von der ZAPU sowie zwei Weiße in sein Kabinett. Am 18. April 1980 erhielt Simbabwe die formale unabhängig.

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Politik

Nach der Verfassung aus dem Jahr 1980, die zuletzt 1990 revidiert wurde, ist Simbabwe eine Präsidialrepublik im Commonwealth. Das Staatsoberhaupt ist zugleich Regierungschef sowie Oberbefehlshaber der Streitkräfte und wird in direkten Wahlen für eine Amtszeit von sechs Jahren gewählt. Der Präsident verfügt über weitreichende Kompetenzen zur Regierungsführung, unter anderem zur Ernennung und Entlassung der Mitglieder des Kabinetts.

Die Legislative setzt sich aus einem Zweikammerparlament zusammen: Zum einen aus dem Abgeordnetenhaus mit 150 auf fünf Jahre gewählten Mitgliedern (120 werden per Wahl bestimmt, 20 vom Staatsoberhaupt ernannt und 10 Plätze sind für traditionelle Stammeshäuptlinge reserviert) und zum anderen aus einem Senat mit 66 ebenfalls auf fünf Jahre gewählten Repräsentanten (50 per Wahl bestimmt, 16 vom Staatsoberhaupt ernannt).

Die Provinzen des Landes werden von Gouverneuren verwaltet, die vom Präsidenten ernannt sind. Ihnen stehen Provinzverwalter und Vertretungen der nationalen Ministerien zur Seite. Die Provinzen wiederum unterteilen sich in 59 Distrikte, denen Distriktverwalter vorstehen.

Von großer Bedeutung sind die Regierungspartei ZANU (Zimbabwe African National Union) sowie die Oppositionspartei MDC (Movement for Democratic Change).
Kultur & Religion in Simbabwe ::

Kunst/ Musik/Kultur

Die Kultur eines jeden Landes ist immer mit der Geschichte und der Vergangenheit verbunden. In Simbabwe gibt alleine die Amtssprache Englisch Hinweise auf die kulturellen Einflüsse und die starke koloniale Prägung. Auch das Schulwesen und die Traditionen, die weiterhin neben den afrikanischen bestehen und bewusst von der Regierung angenommen wurden, sind ein Erbe dieser Zeit. Dennoch wurde das Relikt zeitweise stark abgelehnt und bekämpft. Mittlerweile orientieren sich nur noch die weißen Bewohner Simbabwes an der westlich angelsächsischen Kultur, während die traditionelle afrikanische Kultur bei der schwarzen Bevölkerung wieder vermehrt in den Vordergrund tritt.

Religion

Etwa die Hälfte der Einwohner wird einer Mischung aus Christentum und Naturreligionen, zu der auch Ahnenverehrung und Simbabwe, Sonnenuntergang SimbabweGeisterglauben gehören, zugerechnet. Die Mehrheit der Christen sind Anhänger der Römisch-Katholischen Kirche, auch die Anglikanische und die Apostolische Kirche hat viele Anhänger. Ebenso leben einige wenige religiöse Minderheiten wie Juden, Muslime und Hindus in Simbabwe.

Traditionelle Glaubenswelt

Die Bewohner Simbabwes glauben allesamt an ein einziges göttliches Wesen, welches an oberster Stelle steht. Es ist für das Wohlergehen der Menschen, für Plagen, Dürren oder Krankheiten verantwortlich. Die Menschen nennen dieses Wesen „Mwari“. Es ist gut, wird aber auch als Unheil bringend bezeichnet. Zwischen ihm und den Gläubigen besteht kein direkter Kontakt. Nur Vermittler wie die Ahnengeister können das höchste Wesen anrufen, denn die verstorbenen Ahnen leben als Geister weiter und nehmen aus dem Jenseits Einfluss auf das Leben ihrer Familien.

Ein Ritus der bei den Shona unter „kurova guva“ und bei den Ndebele als „umbuyiso“ bekannt ist, wird ein Jahr nach dem Tod des Verstorbenen vollzogen. Dann wird er durch eine Zeremonie, bei der getafelt wird und geistige Getränke ausgeschenkt werden in den Kreis der Familie zurückgerufen. Als Mittler dient ein Familienmitglied, das zwischen dem Toten und den Lebenden vermittelt, seine Wünsche und auch Warnungen zum Ausdruck bringt.

Eine sehr wichtige Rolle spielt das Totem der einzelnen Stämme. Es kann die Form eines Tieres, einer Pflanze, eines Körperteiles oder eines Naturereignisses annehmen. Um das Unglück nicht heraufzubeschwören, darf das Totem von den Mitgliedern des Verbandes nicht verspeist werden. Auch inzestuöse Beziehungen sind verboten, sodass keine Verbindungen zwischen Menschen entstehen dürfen, die das gleiche Totem besitzen.

In einigen Familien gibt es auch weiterhin die Initiation, bei der Jungen und Mädchen nach einer längeren Seklusionszeit als gleichberechtigte Mitglieder der Gemeinschaft „wiedergeboren“ werden. Die Kinder lernen in Buschlagern die Mythen und Tabus ihres eigenen Volkes kennen und werden auf ihre Rolle als Erwachsene vorbereitet. Auch Mutproben wie Knabenbeschneidungen sind oftmals Teil dieses Brauches.

Felsmalereien

Simbabwe, Victoria Falls SimbabweDas wohl älteste Zeugnis menschlicher Kunst sind die vielen Felsmalereien, die im gesamten Land zu finden sind. Vorsichtige Datierungen belegen, dass einige der Bilder bis zu 20.000 Jahre alt sein sollen. Die Felsmalereien in Simbabwe wurden mit Naturfarben gezeichnet. Dafür verwendeten die Menschen verschiedene Substanzen wie Blut, tierisches Fett oder Milch der Euphorbiengewächse. Die Motive entlehnten sie der direkten Umgebung. Fast immer zeigen die Bilder ein Tier, Menschen während der Jagd, beim Kochen oder beim Tanzen.

Häufig weisen die verfremdet gemalten Menschen eigenartig verformte Köpfe oder überlange Glieder auf, was auf einen Trance-Zustand der Maler hinweist. Bestimmte Tiere, denen bei den Trance-Zeremonien eine besondere Bedeutung zukommt, finden man auch auf den Felsbildern in Verbindung mit Tänzern. Auch die Beschwörung von Regen oder Jagdglück, sowie die Heilung von Krankheiten spiegeln sich in den Bildern wieder.

Kunsthandwerk

Die simbabwischen Künstler sind sehr begabt und ihre Kunst ist weltweit hoch anerkannt Die meisten der Werke sind hervorragend und einige der heimischen Künstler haben in der sogar Weltruhm erlangt. Besonders weit verbreitet und bekannt sind die Steinskulpturen der Shona. Oftmals geht es bei den Figuren um die Verwandlung des Menschen in ein Tier. Es war die erklärte Strafe für denjenigen, der aus einem Tier ein Mahl zubereitete, das für seine Familie als Totem galt. Der Prozess des Bildhauern selbst, wird von vielen als mythisch-schöpferischer Akt empfunden, in dem das Material selbst bereits die zu schaffende Form vorgibt. Viele Stücke sind heute in bekannten Museen und Galerien zu sehen.

Holzschnitzerei ist traditionell ein reines Männerhandwerk. Für den häuslichen Bedarf stellen sie unter anderem Stühle, Gefäße und Werkzeuge her. Besonders aufwendig sind die Kopfstützen, die im Vergleich zu den anderen Dingen eine große Vielfalt an ornamentalen Motiven aufweisen. Für den rituellen Komplex hingegen, werden beispielsweiseTrommeln und Skulpturen gefertigt. Auch Stäbe, die am oberen Ende gelegentlich mit anthropomorphen Gestalten geschmückt sind und bei Trance-Tänzen als Stütze oder Abwehrzauber dienen, werden aus Holz gefertigt.

Simbabwe, Victoria Faelle SimbabweWeit verbreitet sind Flechtwerke, von denen Körbe die wichtigste Rolle einnehmen. Besonders häufig nutzen die Shona geflochtene Körbe mit gewölbtem Boden. Die sogenannten „tswanda“ passen sich dadurch perfekt der Kopfform jeder Trägerin an. Die Ndebele hingegen stellen riesige, topfförmige Körbe mit bis zu einem Meter Durchmesser her. Die dunkel gefärbten Fasern der „isitcha“ haben ein dekoratives, geometrisches Muster. Ein häufig genutztes Hilfsmittel um die Spreu vom Weinzen zu trennen, sind die „rusero“. Die Muster der Schmuckborten erinnern an die Steinmetzornamente aus Great Zimbabwe. Mittlerweile werden viele Stücke speziell für den Tourismus gefertigt.

Ebenso beliebt sind die aus Perlen, Straußeneierschalen und Samenkernen gefertigten Schmuckstücke wie Halsketten, Arm- und Fußreifen. Besonders dekorativ ist der Perlenschmuck der Tonga in den Farben Rot, Blau und Weiß, der in geometrischen Motiven auf Stoff genäht wird. Metallarmreifen sollen vor schlechten Einflüssen schützen und sind Ausdruck der Verbundenheit mit den Ahnen.

Ein anderes Kunsthandwerk ist die Töpferei. Traditionell wird die Töpfertechnik von Müttern an ihre Töchter weitergegeben. Dabei wird nicht mit einer Töpferscheibe geformt, sondern immer noch freihändig. Die Außenwände der Gefäße verzieren die Frauen mit Ornamenten. Nach der Anfertigung trocken die Töpferwaren in der Sonne und werden anschließend in eine Erdgrube gelegt und mit Zweigen und Blätter bedeckt. Diese werden anschließend angezündet und der Ton gebrannt. Die Einheimischen nutzen die Gefäße nachher zur Aufbewahrung von Lebensmittel, zum Bierbrauen oder zum Stocken der Milch.

Musik

Die faszinierende Musik des Landes spielt eine wichtige Rolle im kulturellen Leben der Einwohner. Festlichkeiten wie Hochzeiten, Beerdigungen, Ernten und Geburten werden immer mit bestimmten Liedern begleitet, afrikanische Märchen und Legenden werden von Chören untermalt.

Ein typisches Musikinstrument ist die Marimba, ein hölzernes Xylophon, Simbabwe, Sundowner Simbabwe, Safari Simbabwedas einen intensiven Ton erzeugt. Das ungewöhnlichste ist jedoch die Mujejeje, eine Steinglocke. Viele Granitsteine auf dem Land erodierten, sodass sich Hohlräume bildeten, die als Resonanzkörper arbeiten. Wird auf den Stein geschlagen, entstehen glockenartige Töne.

Das traditionelle Musikinstrument der Shona ist die Mbira, ein Daumenklavier, dessen Schallkörper aus einer Kalebasse besteht. Häufig wird sie als Begleitinstrument bei Ritualen verwendet. Auch Fuß- und Handrasseln, die meist aus mit Samen oder Kernen gefüllten Schildkrötenschalen oder Kalebassen bestehen, werden im Zusammenhang mit dem Ahnenkult verwendet. Der Mundbogen (umqangala) und der Kürbisbogen (icaco) werden hauptsächlich zur Selbstunterhaltung gespielt.

Küche

Interessant ist die Küche Simbabwes, denn diese zeugt sowohl von der afrikanischen Kultur als auch vom geschichtlichen Hintergrund des Landes. Vor allem britische Einflüsse machen sich in der landestypischen Küche breit. Die Essgewohnheiten der englischen Herren mischen sich mit den gewöhnlich schwer verdaulichen afrikanischen Speisen zu einer für den europäischen Geschmack eher langweiligen und geschmacklich recht faden Küche. Auch die häufigen Dürren im Land, die Ernten gering ausfallen lassen, ebenso wie die vorherrschende Armut, beeinflussen die Küche Simbabwes.

Das wohl am häufigsten gekochte Gericht und Bestandteil jeder Mahlzeit ist Sadza, ein dicker, fester Brei aus weißem Maismehl, der meist mit einem Dip oder einer dick angekochten Soße serviert wird. Nyama, das Fleisch vom Rind, Huhn, Krokodil, Kudu oder Impala ergänzt gelegentlich die Mahlzeit. Außer Hirse, Kürbis und Maniok sind Früchte und Gemüse zum Gericht oder als Nachtisch eher eine Seltenheit und meist für den Export bestimmt.
Ein typisch alkoholisches Getränk ist Chibuku - "the beer of good cheer" - ein Bier aus Sorghum. Einen ausgezeichneten Ruf haben die Rot-, Weiß- und Rosé-Weine aus dem Nordosten Simbabwes.
Wirtschaft

Simbabwe zählt zu den ärmsten Ländern der Erde, bedingt vor allem durch die vergangenen Jahrzehnte. Dennoch verfügt das Land über eine leistungsfähige Wirtschaft, bestehend aus Landwirtschaft (überwiegend mit Subsistenzwirtschaft), Bergbau und Industrie. Auf rund 4.000 Groß- und 60.000 Privatfarmen werden unter anderem Zuckerrohr, Weizen, Zitrusfrüchte, Gemüse, Tee, Tabak und Baumwolle, die allesamt für den Export gedacht sind, angebaut. Im Rahmen des Dritten Lomé-Abkommens liefert Simbabwe außerdem hochwertiges Rindfleisch an die EU-Länder.

Simbabwe, Zambezi SimbabweMittel- und Kleinbauern betreiben außerdem den Anbau von Hirse, Bohnen, Erdnüssen und Reis zur eigenen Selbstversorgung. Für den Eigenbedarf werden auch Viehzucht (Rinder, Ziegen und Schafe) und Fischerei betrieben.
Eine sehr große Bedeutung hat der Bergbau. Insgesamt treten rund 70 verschiede Erzminerale wie Gold, Chromerz, Steinkohle, Nickel, Kupfer, Kobalt und Silbererz auf. In Hwange wird auch Steinkohle abgebaut. Zu circa 95 % kontrolliert ausländisches (britisches und südafrikanisches) Kapital den Abbau.

Die wichtigsten Industriezweige Simbabwes sind die Metallerzeugende und -verarbeitende Industrie (Eisen und Stahl, Chromhütten, Nickel- und Kupferraffinerie), die Nahrungsmittel-, Tabak-, chemische, Textil-, und Holzindustrie. Diese konzentrieren sich in Bulawayo, Harare, Gweru und Kwekwe.

In den 1990er Jahren war die Tourismusindustrie dank des riesigen Potenzials ein dynamischer Wirtschaftssektor. Die landschaftlichen Vielfalt, reiche Fauna und Flora, die vielen Nationalparks und Sehenswürdigkeiten lockten zahlreiche Menschen ins Land. Seit 2003 sind die Zahlen der Touristen in Simbabwe rückläufig, was sicherlich mit der politisch sehr angespannten Lage zu tun hat.

Simbabwe unterhält Außenwirtschaftsbeziehungen vor allem zur Republik Südafrika, Großbritannien, China, Japan, Deutschland, USA und Botswana.
 
Nationalparks & Städte ::

Städte

Mashonaland West

Harare

Harare, die Hauptstadt Simbabwes, ist eine schöne, helle, offene Stadt, hoch oben auf den 1.500 Meter hohen fruchtbaren Hochebenen der Provinz Mashonaland West. Fast 1,1 Millionen Einwohner zählt Harare, in den Townships rundum leben alles in allem wahrscheinlich doppelt so viele Menschen. Übersetzt bedeutet Harare aus der Sprache der Shona "jemand, der nicht schläft".

Harare wurde 1890 im Zuge der Kolonialisierung von Zimbabwe gegründet. Die breiten Straßen sind mit blühenden Bäumen gesäumt und die zahlreichen Parks und Gärten zwischen den modernen Gebäuden machen Harare zur Gartenstadt Simbabwes. Aufgrund des dort herrschenden sonnigen Klimas, trägt sie auch den Beinamen "Sunshine City".

Modernste Shopping-Center, Fußgängerzonen mit Souvenirshops, Museen, Botschafts-und Regierungsgebäude, Busbahnhöfe, Galerien, Banken, Fast -Food-Läden und die vielen Hochhäuser, lassen Harare wie eine westeuropäische Großstadt wirken. Auch wenn die Architektur in Harare mittlerweile zeitgemäß ist, besteht weiterhin eine starke Wertschätzung für das kulturelle und historische Erbe der Stadt. So stehen eine Reihe älterer Gebäude wie das Mining Pension Fund Building repräsentativ für die damalige hier vorherrschende Architektur.

So vielfältig wie die Stadt selbst, präsentieren sich auch die vielen Sehenswürdigkeiten Harares. Eine davon ist die National Gallery of Zimbabwe, die der Erhaltung der zeitgenössischen Kunst und des visuellen Erbes des Landes gewidmet ist. Das Museum beherbergt nicht nur eine wertvolle und interessante nationale Sammlung an Gemälden, Masken, Bildern und Skulpturen die aus den Anfängen der afrikanischen Kunst bis hin zur postkolonialen Phase reichen, – darunter einige herausragende Shona Steinmetzarbeiten- sondern zeigt auch internationale Wanderausstellungen.

Im Nationalarchiv gibt es ein buntes Sammelsurium zur weißen und schwarzen Vergangenheit Simbabwes, ebenso wie des Unabhängigkeitskampfes. Drunter befinden sich Zeitungen, Bücher, Fotos, Landkarten, Tagebücher, Privatbriefe und Zeichnungen.
Für ein wahres afrikanisches Einkaufserlebnis eignet sich der Mbare Musika Market. Simbabwes größter Markt und hektischster Busbahnhof zeigt das bunte Treiben der Straßenverkäufer. Hier gibt es erlesene Schnitzereien, seltsame Musikinstrumente, Gewürze, Heilkräuter, sowie Dingen des täglichen Bedarfs. Handeln ist auf dem Mbare Musika Market eine Selbstverständlichkeit.

Entspannung und viele herrlich grüne Flächen finden Sie im Harare Gardens, dem größten Park der Stadt. Am westlichen Ende der Central Avenue gelegen, befindet sich der inselähnlicher kleine Regenwald mit einer Vielzahl tropischer, zum Teil hochgewachsener Bäume, Blumenbeeten und großzügig angelegten Rasenflächen. Die Anlage ist ein hervorragender Zufluchtsort um dem bunten Treiben der hektischen Stadt für eine kurze Zeit zu entfliehen. Auf kleinen Basaren werden Schnitzereien, Batiken und anderes Kunsthandwerk angeboten. Konzerte, Theaterstücke und religiöse Feiern abgehalten finden am häufig an Wochenenden auf der hiesigen Open-Air-Bühne statt. Wer es nicht bis zu den Victoria Falls und der Zambezi Schlucht schafft, kann sich im Harare Gardens zumindest ein Miniaturmodell ansehen. Zum Entspannen laden auch die vielen üppigen Wiesen des Central Parks ein.

Im National Botanic Garden im Norden von Harare, sind unterdessen viele tropische Landschaften nachgestellt. Von der Savanne bis zum Regenwald, von der Brachystegia bis zum Ficus. Mehr als 1.000 verschiedene Bäume und Sträucher sind im National Botanic Garden zu finden. Eine eigenen Sektion ist den südafrikanischen und asiatischen Pflanzen vorbehalten.

Einen hervorragenden Ausblick auf die Innenstadt mit seiner modernen Skyline haben Sie vom 60 Meter hohen Kopje aus. Der Granithügel am Rande der Innenstadt eignet sich bestens um einen Überblick über Harare zu gewinnen.
Etwas weiter außerhalb der Stadt liegt der Ewanrigg Botanical Garden, der auf dem Gelände der ehemaligen Farm Ewanrigg steht. Der einstige Garten des Pioniers und Hobbygärtners ist ein Nationalmonument und begeistert mit einer eindrucksvollen Aloensammlung.

Eine besondere Attraktion der lebendigen Stadt ist die Tabakbörse. Der Anbau auf den vielen Tabakplantagen ist durch das mediterrane Klima besonders begünstigt. In einer modernen Halle stehen die Ballen in langen Reihen zur alljährlich zwischen April und Oktober stattfindenden Versteigerung bereit.

Südöstlich des Stadtzentrums von Harare befinden sich die Epworth Balancing Rocks. Die berühmte Felsformation ist auf jedem simbabwischen Geldschein zu sehen Nach Einbruch der Dunkelheit lockt die vibrierende Stadt mit lokalen und internationalen Klängen von Trompeten, Gitarren und Trommeln. Bars, Hotels und Nachtklubs laden zu allen nur erdenklichen Arten von musikalischen Darbietungen ein.

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Matabeleland North
Bulawayo

Bulawayo, im Südwesten des Landes ist Hauptstadt der Provinz Matabeleland North. Die Stadt liegt zentral in dem Viereck Victoria Falls, Gweru, Breitbridge und Fracistown (Botswana). Nach Harare, ist die auf einer Höhe von 1.340 Metern gelegene Stadt, die zweitgrößte Simbabwes.

Der Name Bulawayo kommt aus der Ndebele-Sprache und bedeutet „Ort des Schlachtens“, eine Erinnerung an den Einzug der Ndebele unter Mzilikazi, die sich nicht gerade friedfertig Platz für ihre Siedlung schufen. Nach dem britischen Sieg über Lobengula, den König der Matabele, wurde Bulawayo 1894 von Cecil Rhodes zur Stadt ausgerufen. Vier Jahre später erhielt sie das Selbstverwaltungsrecht.

Charakteristisch für Bulawayo sind die vielen breiten von Bäumen flankierten Straßen, die so angelegt wurden, dass ein achtspänniger Ochsenwagen ohne Probleme wenden konnte. Aber auch die vielen viktorianischen Kolonialbauten prägen das Stadtbild Bulawayos.
Als kulturelles Zentrum hat Bulawayo und seine Umgebung einige interessante Sehenswürdigkeiten zu bieten. Das Zimbabwe National Railways Museum gegenüber des städtischen Bahnhofes ist eine davon. Hier werden historische Dampflokomotiven, Reisezugwaggons und Servicefahrzeuge ausgestellt. Die älteste Lokomotive stammt aus dem Jahr 1896. Auch der Salonwagen von Cecil Rhodes ist im Zimbabwe National Railways Museum zu sehen. Es war ihm jedoch nur ein Mal vergönnt ihn zu nutzen – im Sarg unterwegs nach Bulawayo. Zudem wurden Kommunikationseinrichtungen und Uniformen mit viel Liebe zusammengestellt.

Die grüne Lunge Bulawayos ist der Central/Centenary Park mit der Anniversary Fountain, die zum 75. Stadtjubiläum im Jahr 1968 aufgestellt wurde. Viele schattige Plätzchen umrahmt von bunten Blumenbeeten laden zu einer kleinen Verschnaufpause ein. Ein einigen Tagen im Jahr finden hier auf dem Zeltplatz Theateraufführungen statt. Im Central/Centenary Park liegt auch das moderne Natural History Museum.1964 wurde es der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. 75.000 Exponate besitzt alleine Abteilung für die Tierwelt und ist damit die größte Sammlung auf dem gesamten afrikanischen Kontinent. Hier schwingt der zweitgrößte ausgestopfte Elefant der Welt seinen Rüssel. Abgesehen davon wird die Verarbeitung von Bodenschätzen im Wandel der Zeit im Natural History Museum dokumentiert. Schaukästen zur Geschichte und Geologie, Ökologie, Evolution runden das Ausstellungsangebot des Museums ab.

Den Mittelpunkt der Innenstadt Bulawayos bildet die City Hall. Sie steht an der Stelle, an der sich früher das „Laager and State House“ befand, wo sich weiße Siedler 1896 eines Angriffs der Ndebele erwehren mussten.
Hinter der sehenswerten Kolonialfassade liegt die National Art Gallery aus dem Jahr 1900. Das Gebäude beherbergt eine permanente Ausstellung an Malerei, Knüpfarbeiten und Skulpturen einheimischer Künstler aus Stein, Holz und Metall. Auch Wanderausstellungen werden hier gezeigt.

Sehenswert ist das Muilikazi Art and Craft Centre im Mzilikazi Township. Hier wird eine große Auswahl an kunstvoll gestalteten Skulpturen, Korbwaren, Keramik, Perlen, Töpfereien und Holzarbeiten, die von der lokalen Bevölkerung hergestellt werden zum Verkauf angeboten. Oft kann man den Kunsthandwerkern auch über die Schulter schauen. Am interessantesten ist es den Bemalern der Tonwaren zuzusehen, wenn sie mit feinem Pinsel und ruhiger Hand die leuchtenden Farben auftragen.
Auch die Einrichtung „Bulawayo Home Industries“ verkauft gewebte Woll- und Baumwolldecken, geflochtene Körbe und andere Gegenstände aus der Faser der Ilala-Palme, sowie Batikwaren.

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Manicaland
Mutare

Vor den grünen Bergen des östlichen Hochlandes liegt Mutare, die viertgrößte Stadt Simbabwes. Simbabwe, Harare SimbabweNur 8 Kilometer trennen die Stadt von dem Nachbarland Mosambik. Das Wort Mutare bedeutet „ein Stück Metall“. Die Namensgebung ist vermutlich darauf zurück zu führen, dass im Penhalonga-Tal - in dem der Mutare fließt - Gold gefunden wurde. Immer wieder versuchten die Portugiesen, Engländer und Südafrikaner Häuptling Mutasa dazu zu bewegen, ihnen Schürfkonzessionen zu vergeben. Erst 1890 bekam A. Colquhoun das Recht und errichtete daraufhin direkt ein Fort. Kurze Zeit später zog man nach Old Mutare am gleichnamigen Fluss, wo eine Post, eine Kirche, ein Krankenhaus und Geschäfte gebaut wurden. Nachdem der Entschluss der Eisenbahngesellschaft kam, die Schienen wegen der starken Steigung nicht durch das Tal des Mutare zu führen, sondern weiter südlich, verlegte man die Siedlung dorthin, wo Mutare heute blüht. Seinen heutigen Stadtnamen erhielt Mutare 1971 mit der Unabhängigkeit. Bis dahin hieß die Stadt Umtali.

Baumbegrenzte Straßen, die fast das ganze Jahr eine Pracht von verschiedenen Farben zeigen, angefangen beim Rotgold der Msasabäume bis hin zum Blaustich der Jacarandabäume und dem Tieforange der Flamboyantbäume zieren das Stadtbild Mutares.
Sehenswert sind die Ausstellungen des Mutare Museum, das in einem modernen Gebäude untergebracht ist. Die Eastern Districts Gallery zeigt die Geschichte, Flora und Fauna der Eastern Highlands. Auch die Mezzanine Gallery zeigt Interessantes über die Tierwelt. Darüber hinaus umfasst die Ausstellung eine beeindruckende Waffensammlung, die der erste Kurator des Museums vermacht hat. Interessant ist die kleine Fahrzeugsammlung, unter der sich Feuerwehrwagen oder Coca-Cola-Lieferwagen aus den 60er Jahren befinden. In der Breit Gallery erfahren Sie Wissenswertes über die Geologie und Archäologie der Region.

Frei zugänglich ist das Utopia House Museum, das zum Mutare Museum gehört. Dabei handelt es sich um das ehemalige Wohnhaus der Familie Fairbridge, die sich in den 90er Jahren des 19. Jahrhunderts in Mutare niederließ. Hier bekommen Sie eine gute Vorstellung davon, wie die Menschen hier vor mehr als 100 Jahren lebten.

Für eine kleine Pause eignet sich der Stadtpark mit einem hübschen Aloe-Garten in dem mehr als 200 im südlichen Afrika heimische Aloe-Arten wachsen. Wegen der tiefen Kiefernwälder, zahlreichen Schutzgebiete und des alpinen Umlandes zählt Mutare als die Stadt mit dem höchsten Freizeitwert. Nur wenige Kilometer außerhalb von Mutare liegen die Cross Kopje, von denen Sie die Stadt überblicken können. Das dort stehende 10 Meter hohe Kreuz wurde für die Opfer des Ersten Weltkrieges aus Simbabwe und Mosambik errichtet. Auch vom Cecil Kop Gipfel haben Sie einen großartigen Panoramablick über das Tal. Darüber hinaus laden die Nyanga und Chimanimani Berge zum Bergsteigen ein und in der nahen Umgebung gibt es exzellente Wildbeobachtungsmöglichkeiten.

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Midlands
Gweru

In den Midlands, der geographischen Mitte des Landes, liegt am geologischen Bruch des Great Dyke die fünftgrößte Stadt Simbabwes. Aufgrund seiner zentralen Lage diente Gweru einst als Poststation zwischen Bulawayo und dem heutigen Harare.
Im Laufe der Jahre hat sich die Stadt zu einem Im- und Export-Zentrum verwandelt. Die Schuhproduktion, Metallverarbeitung und die Herstellung von Zement sind die vorherrschenden Industrien. Am Great Dyke liegen Bergwerke in denen Chrom, Platin, Magnesium und andere Erze gefördert werden. Das fruchtbare Umland wird dagegen für den Weinanbau und die Rinderzucht genutzt. Als Zentrum der Viehzucht hat die Stadt heute die größte Viehbörse des zentralen Afrika. Schlachthöfe und Konservenfabriken verarbeiten das Fleisch und Gerbereien stellen Leder her.

Als Garnisonstadt ist Gweru Sitz des Zimbabwe Military Museum, vor dessen Eingang Panzerfahrzeuge stehen. Die Freiluftausstellung beinhaltet weitere Panzer, Polizeifahrzeuge aus der rhodesischen Zeit, Kampf- sowie zivile Fahrzeuge. Etwas weiter südlich steht die Flugzeugausstellung des Museums. Im Inneren gibt es eine Vielzahl an Waffen aus insgesamt 15 Jahrhunderten, angefangen mit dem 6. Jahrhundert über die Kolonialzeit bis hin zur heutigen Zeit, zu sehen.

Ansonsten verfügt die Stadt nur über wenige kleine Sehenswürdigkeiten, unter ihnen das Stock Exchange Building. Die alte Börse wurde 1898 erbaut und ist das älteste Gebäude Gwerus.

Eine besonderer Mythos umgibt Boggie’s Clock Tower, der nach dem Major Boggie benannt ist. Seine Witwe ließ den Uhrturm 1937 bauen. Als man 1981 - so die Legende- - die sterblichen Überreste von Boggie entfernte, blieben genau an diesem Tag die vier Uhren des Boggie Clock Towers stehen und bewegten sich von da an 10 Jahre lang nicht mehr. Erst ein Uhrmacher brachte das Uhrwerk 1991 durch eine Berührung wieder zum Laufen, nachdem er bei den Ruinen von Dhlodhlo eine Erscheinung gehabt haben soll, die ihm befahl sich der Uhr anzunehmen.

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Masvingo
Masvingo

Masvingo, ehemals Fort Victoria, ist Hauptstadt der gleichnamigen Provinz in dem schmalen Streifen des Middlevelds im Südosten des Landes. Die 1890 gegründete Stadt ist die älteste koloniale Stadt in ganz Simbabwe. Davon zeugen noch bis heute die breiten Straßen im Zentrum, sowie das alte Fort aus dem Jahr 1891, das die Straße nach Süden überwachen sollte.

Masvingo selbst ist meist nur ein Zwischenstopp auf dem Weg zu den in etwa 30 Kilometer Entfernung liegenden Ruinen von "Great Zimbabwe". Darüber hinaus nutzen viele Touristen außerdem das Erholungsgebiet am Lake Mutirikwe, der nach dem Lake Kariba der zweitgrößte See Simbabwes ist.

Dennoch gibt es in Masvingo einige kleine Sehenswürdigkeiten, darunter den Glockenturm, der von den Anfängen der Stadt zeugt. Er läutete wenn Angriffe von den Ndebele zu erwarten waren. Queen Victoria Gardens ist ein beliebter Ort für Ruhesuchende.

Etwas außerhalb von Masvingo liegt die Italian Chapel. Sie wurde während des zweiten Weltkrieges von italienischen Gefangenen errichtet und ist die letzte Ruhestätte derjenigen die während ihrer Gefangenschaft den Tod fanden.
Das Providential Pass Memorial erinnert an die glückliche Ankunft der Siedler im Jahr 1890. Selous entdeckte den Pass, über den die Ochsenwagen vom Lowveld hinauffahren konnten.

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Nationalparks

Matabeleland North
Victoria Falls

Tausende Menschen strömen jährlich zu den weltbekannten Victoria Falls. Die größten durchgängigen Wasserfälle der Welt zeigen Ihnen ein traumhaftes Naturschauspiel, das Sie in seinen Bann ziehen wird. Die Victoria Falls liegen an der Grenze zwischen den Grenzstädten Victoria Falls und Livingstone, etwa 120 Kilometer vom Hwange Nationalpark entfernt. Von der UNESCO wurden sie 1989 zum Weltnaturerbe erklärt. Die Entdeckung liegt allerdings um einige Jahre weiter zurück, denn bereits 1855 entdeckte der schottische Missionar und Afrikareisende David Livingstone das Naturschauspiel und benannte es nach der Königin Victoria.

Auf einer Breite von fast zwei Kilometern stürzen sich pro Minute etwa 550 Mio. Liter Wasser über 120 Meter in die Tiefe hinab in eine enge Schlucht die nur einen einzigen Ausgang besitzt. Der Zambezi River mündet daraufhin in einen Canyon. Von dort aus fließt er dann bis nach Mosambik in einem engen Schluchtengewirr. Der Aufprall des Wasser ist so stark, dass der charakteristische Sprühnebel über die Abrisskante hinaus noch aus 30 Kilometern Entfernung zu sehen ist. Deswegen nennen die einheimischen den Wasserfall „Mosi o tunya“, was so viel wie „Donnernder Rauch“ bedeutet. Nur bei Niedrigwasser in Dürrejahren bleibt im September und Oktober von der sonst lauten Wassermenge nur ein kleines Rinnsal übrig, um sich in der nächsten Regenzeit wieder zu einem beeindruckenden Wasservorhang zu entwickeln.

Diesen sehen Sie von den vielen schönen Aussichtspunkten wie dem „Boiling Point“ aus, der sich am Fuß der Victoria Falls befindet. Noch eindrucksvoller präsentieren sich die imposanten Wasserfälle jedoch bei Rundflügen mit einem Kleinflugzeug. Von oben aus haben Sie eine traumhafte Aussicht und erkennen das ganze Ausmaß und die unglaubliche Größe dieses beeindruckenden Naturwunders.

Abgesehen von den üblichen Gamedrives und Besichtigungstouren werden an den Victoria Falls auch viele spannende Aktivitäten angeboten. Für Mutige besteht die Möglichkeit einen Bunjeejump von der Victorial Falls Bridge zu machen. Kanu- und Raftingausflüge, sowie Mountainbiketouren, Abseiling und Tanzveranstaltungen runden das Angebot an den Victoria Falls ab.

In der direkten Umgebung der Victoria Falls liegt der Rainforest Park. Der Regenwald entstand durch die immense Feuchtigkeit aus dem ständig währenden Sprühnebel. Das Gebiet wird von zahlreichen Ebenholz-, Feigen- und Mahagonibäumen bewachsen. Am Ufer des Zambezi Rivers steht außerdem der „Big Tree“, ein bekannter Baobab, der seinem Namen jedoch gar nicht gerecht wird.

Die beste Reisezeit für die Victoria Falls ist kurz nach Beginn der Regenzeit und kurz nach deren Ende. Dann führt der Zambezi River gerade so viel Wasser, dass die Victoria Falls beeindruckend sind, die Sicht aber nicht von der Gischt überdeckt wird.

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Hwange Nationalpark

Mit einer riesigen Fläche von fast 15.000 km², die sich bis zu den Ausläufen der Kalahari Wüste erstreckt, ist der der Hwange-Nationalpark Simbabwes größter Nationalpark. Das Hoheitsgebiet wurde bis Anfang des 19. Jahrhunderts vom Häuptling Hwange beherrscht, auf den der Name des Schutzgebietes zurückzuführen ist. Als um 1830 die Truppen des Häuptlings Mzilikazi einfielen, musste Häuptling Hwange mit seinem Volk fliehen.

Das heutige Gebiet reicht von Savannengrasland und Akazienbüschen bis hin zu grasbedeckten Sümpfen und Mopanewaldungen. Der West- und Südteil des Parks gehört zur weiten Trockensavanne der Kalahari während im Ostteil häufig Regen fällt, sodass sich hier eine Waldsavanne mit einigen Teakholzbäumen und anderen Büschen gebildet hat.

Der Artenreichtum der Tierwelt ist im Hwange Nationalpark besonders groß. Vor allem für Tierbeobachtungen eignet sich das grandiose Reservat besonders gut. Insbesondere riesige Elefantenherden mit bis zu 100 Exemplaren können gegen Ende der Trockenzeit im September an den Wasserlöchern von Hochständen aus bestaunt werden. Die Dickhäuter genießen hier im Hwange Nationalpark deswegen auch einen ganz besonderen Schutz.

Darüber hinaus leben weiteren 100 Wildtierarten, darunter Impalas, Wasserböcke, Büffel, Antilopen, Kudus und Giraffen, sowie mehr als 400 Vogelarten im Hwange Nationalpark. Obendrein können Sie von verschiedenen Aussichtspunkten in sicherer Entfernung gefährliche Raubtiere wie Geparden, Leoparden und Löwen beobachten. Und so präsentiert sich der Hwange Nationalpark mit einem Maximum an Abwechslung, sowie einer ganz besonderen Ursprünglichkeit.
Die ideale Reisezeit für den Hwange Nationalpark sind die Wochen von Juni bis Oktober und von November bis April.

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Zambezi Nationalpark

Wer eine Reise zu den Victoria Falls plant, kann zusätzlich dazu einen Abstecker in den Zambezi Nationalpark machen. Er beginnt 5 Kilometer nördlich der Stadt Victoria Falls, erstreckt sich 40 Kilometer entlang des Zambezi Rivers entlang und reicht 25 Kilometer nach Süden. Gemeinsam mit dem Victoria Falls Nationalpark kommt er auf eine Größe von etwa 560 km².

In den typischen Uferwäldern wachsen Feigenbäume, Mahagoni, Akazien und sogar Palmen. Im Landesinneren dagegen verändert sich die Vegetation. Hier dominieren in der Kalahari vorkommenden Pflanzen.
Die vergleichbar kleine Fläche ist Lebensraum zahlreicher Elefanten, Büffel, Löwen, Giraffen, Zebras, Warzenschweine, mehrerer Antilopenarten wie Impalas, Kudus, Elenantilopen, Wasserböcken, sowie Flusspferde, Krokodile, Warane und vieler Vogelarten. Die Beste Reisezeit für den Zambezi Nationalpark ist von Mai bis Oktober.

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Chizarira Nationalpark

Der Chizarira National Park in der Provinz Matabeleland North grenzt an den Hwange Nationalpark, die Victoria Falls, den Zambezi und denSimbabwe, Elefanten Safari Simbabwe obersten Teil des Lake Kariba. Gemeinsam mit den Safariparks Chete und Chirisa kommt er auf eine Größe von 1.920 km². Touristisch gesehen ist der Park nicht gut erschlossen und deswegen für Naturliebhaber besonders reizvoll.

Das Gelände des seit 1975 bestehenden Nationalparks fällt zum Zambezi 600 Meter ab. Seine Vegetation reicht von hochveldtypischen Brachystegia-Arten im Norden bis hin zum für das Lowveld charakteristischen Mopanewald, und Busch im Süden. Die Flüsse wie Mcheni und Lwizikululu haben hier vor langer Zeit tiefe Schluchten gegraben. Die Südgrenze des Parks bildet der Fluss Busi. Hier wachsen vor allem Akazien. Im Nordosten von Chizarira ragt als Abschluss der Chizarira Hills der Tundazi 1.434 Meter hoch auf. Vom Mucheni Viewpoint genießen Sie eine herrliche Aussicht auf die Schlucht und das Lowveld.

Zahlreiche Wasserquellen locken Wild an. Unter anderem lassen sich hier Elefanten, Löwen, Leoparden und Antilopen beobachten.

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Die Ruinen von Khame

Etwa 25 Kilometer von Bulawayo entfernt liegt die Ruinenstätte Khame. Die Stadt wurde wahrscheinlich im 15. Jahrhundert gegründet als die Kultur von Great Zimbabwe sich dem Ende zuneigte. Die Mauerstrukturen entstanden um 1450 und wurden ungefähr bis Ende des 17. Jahrhunderts bewohnt. Funde von Tonwaren aus dem europäischen und chinesischen Kulturkreis belegen die intensiven Handelsbeziehungen, die einst von den hier lebenden Menschen gepflegt wurden.

Auf einem Gebiet von etwa 1,5 km² liegen hier die Überreste vom Khame. Sie begrenzen sich jedoch fast nur auf den Palastkomplex, der auf einem Hügel oberhalb der Siedlung platziert war, sowie die Reste von Steinwällen, Terrassen, Hütten und Spielfeldern. Die UNESCO erkläre Khami 1986 zum Weltkulturerbe.

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Mashonaland West
Lake Kariba und Matusadona Nationalpark

In der Provinz Mashonaland West, im Nordwesten des Landes, liegt die Stadt Kariba. Hier staut eine lange Bogenstaumauer aus Beton den Zambezi River. Der dadurch entstandene Lake Kariba ist 280 Kilometer lang, 40 km breit und bildet über seine gesamte Länge die Grenze mit dem nördlichen Nachbarn Sambia. Seit seiner Entstehung 1959, ist er einer der größten Stauseen der Welt und erzeugt seit jeher Wasserkraftstrom sowohl für Simbabwe als auch für Sambia.
Zwischen den Flüssen Ume und Siyakobvu liegt eine der weitgehend unberührtesten und unerschlossensten Gegenden des gesamten Kontinents. Der 1.500 km² große Matusadona Nationalpark ist eines von mehreren Schutzgebieten am Lake Kariba. Durch den künstlichen Eingriff in die Landschaft wurde aus der ohnehin von Wildtieren schon dicht bevölkerte Flussregion ein Paradies für Wildtiere, Vögel und Fische erschaffen. Das Wort "Matusadona" heißt so viel wie "fallender Dung" und bezieht sich auf die großartige Elefantenpopulation die im Matusadona Nationalpark ansässig ist.

Majestätische Berge umgeben den künstlichen See, Wälder umsäumen die Ufer und eine Reihe von Inseln durchbricht die Wasserlandschaft. Tausende von Teakholzbäumen mit ihren skeletthaften Ästen ragen gen Himmel, als ob sie aus einer anderen Welt auftauchten. Inmitten leuchtender, nahezu unnatürlich wirkender Farben kreieren sie eine bizarre Kulisse für fantastische Sonnenuntergänge. Besonders Fischadler, Schlangenhalsvögel und Kormorane fühlen sich von ihnen hingezogen. Büffel, Impala, Kudus, Warzenschweine, Zebras, Flamingos, Giraffen und Antilopen hingegen finden sich lieber am Ufer zum Trinken ein, nachts machen die Löwen lautstark auf sich aufmerksam. In der Trockenzeit fallen vor allem die Afrikanischen Büffel auf, die in Herden von bis zu 1.000 Tieren zusammenkommen und auch das vom Aussterben bedrohte Spitzmaulnashorn fand in der Wildnis des Matusadona Nationalparks viele Rückzugsgebiete. Ebenfalls findet sich im Matusadona Nationalpark die zweitgrößte Population wilder Löwen in ganz Afrika ein.

Bis die Schaffung des Matusadona Nationalparks vollendet war, mussten jedoch viele Opfer gebracht werden. Die damals dort lebenden Tonga waren gezwungen ihren Lebensraum zu verlassen und Tausende Wildtiere ertranken in den ansteigenden Fluten des Lake Kariba. Erst engagierte Tierschützer sorgten mit der „Operation Noah“ dafür, dass die rund 5.000 Tiere in den Matusadona Nationalpark am südlichen Ufer des Sees angesiedelt wurden. Daraufhin stellte man das südliche Ufer unter Naturschutz.
Geführte Boots- Kanu- oder Walkingsafaris ermöglichen es die zahlreichen Tiere am Lake Kariba vom Wasser aus zu beobachten. Nicht nur grasende, sondern auch schwimmende Elefanten zeigen sich neben Flusspferden und Krokodilen im Wasser. Auf einem der gut ausgestatteten Hausboote können Sie den Lake Kariba auf eigene Faust entdecken. Unzählige Vergnügungen wie Angeln, Wasserski und Segeln sind hier ebenfalls möglich.

Für einen Besuch des Lake Kariba eignen sich die Monate von Mai bis September am besten. In der trockenen Jahreszeit kommt das Wild an den See um seinen Durst zu stillen. Der Oktober hingegen eignet sich aufgrund der Hitze und Luftfeuchtigkeit meist nur zum Angeln.

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Chinhoyi Caves

Die Touristenattraktion der Stadt Chinhoyi sind die gleichnamigen Chinhoyi Caves.
Angeblich stürzten die nomadisierende Angoni, ebenso wie Nyamakwere mit seiner Bande die hier ursprünglich lebenden Bewohner in den See. Daraufhin wurde er „Chirorodziva“ genannt: „See der Gefallenen“. Erst Chinhoyi, der Häuptling der Shona, nach dem die Höhlen benannt sind, setzte dem grausigen Treiben ein Ende. Aber auch er und sein Volk mussten sich hier vor den kriegerischen Ndebele in Sicherheit bringen. Die Höhlen dienten der Bevölkerung lange als riesige Vorratsspeicher.
Seit 1957 sind die Kalksteinhöhlen ein National Monument und wurden 1975 in den heute bestehenden, nur 1,5 km² großen Erholungspark, umgewandelt.

Sehr beeindruckend ist der so genannte "Sleeping Pool". Dabei handelt es sich um eine eingestürzte, wassergefüllte Kalksteinhöhle mit enormer Sichtweite in das tiefe, kristallklare Wasser. Sobald Tageslicht durch das Loch in der Decke einfällt, leuchtet das Wasser in wunderschönen Blaunuancen. Der See ist etwa 100 Meter tief und hat eine angenehm konstante Wassertemperatur die zum Tauchen einlädt.

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Mashonaland North
Mana-Pools Nationalpark

In West-Simbabwe, direkt am Ufer des Zambezi Rivers, liegt einer der schönster Nationalparks des Landes. Das Schutzgebiet, welches 1984 von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt wurde, erstreckt sich über 50 Kilometer entlang des nördlich fließenden Zambezi Rivers und etwa 50 km landeinwärts in Richtung des Zambezi Escarpments.

Der Name "Mana'' bedeutet in der lokalen Sprache der Shona "vier" Simbabwe, Zebra Simbabweund bezieht sich auf die vier großen, auch in der Trockenzeit mit Wasser gefüllten Wasserbecken des Zambezi Rivers. Der ''Long Pool'', ist der größte der vier Pools und ist etwa sechs Kilometer lang. Eine große Anzahl von Flusspferden und Krokodilen, sowie riesige Herden von Elefanten, finden sich aus den dicht bewachsenen Gebieten im Süden des Landes an den wasserreichen Becken zum Trinken ein.
Der größte Teil des 2.200 km²großen Mana-Pools Nationalparks ist mit Mahagoni, Akazien, Ebenholz, wilden Feigen, Tamarind-, Leberwurst-, und Affenbrotbäumen bewaldet. Es gibt Uferlandschaften mit Inseln, Sandbänken und Tümpel. Die hervorragenden Voraussetzungen des Gebietes schaffen somit sehr gute Möglichkeiten zur Beobachtung von Großtieren. Auch auf den Flussterrassen genießen Sie ein einzigartiges Privileg. Mana-Pools ist nämlich der einzige Nationalpark, in dem Sie sich trotz der Gegenwart vielergefährlicher Wildtiere von frei bewegen dürfen.

Zahlreiche Flusspferde, Elefanten, Büffel, Nashörner, Nilkrokodile, verschiede Antilopen- und Vogelarten, Tigerfisch, Brasse und Vundu finden sich hier im nahegelegenen Fluss ein. Löwen, Leoparden, Geparden und Hyänen lassen sich im Mana-Pools Nationalpark hingegen nur vereinzelt blicken.

Außer Tierbeobachtungsfahrten und Wanderungen sind im Mana-Pools Nationalpark Bootsausflüge und Kanufahrten auf dem Zambezi River möglich. Die Sonnenuntergänge am Abend sind hier ein unvergessliches Erlebnis und der Beste Abschluss eines aufregenden Tages.

Für Besuche des Mana-Pools-Nationalparks sind die Monate März bis August besonders empfehlenswert. Denn dann ist das Klima angenehm warm und trocken. Für Vogel- und Wildliebhaber eignet sich der September um den Park zu erforschen. Dann treffen auch die Zugvögel ein und das Wild konzentriert sich am Fluss und an den Wasserlöchern. In der Zeit von November bis März ist der Park geschlossen. Dann ist es sehr heiß und es gibt häufige Regenfälle und Gewitter.

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Mashonaland East

Nyanga Nationalpark (ehemals Rhodes Inyanga)

In der Provinz Mashonaland East, rund 150 Kilometer von Mutare entfernt, liegt auf einer Höhe von 1.700 Metern der Nyanga Nationalpark. Sanft geschwungene sattgrüne Hügel, tiefe, dicht bewachsene Schluchten die beinahe einen Dschungelcharakter haben, sowie beständige Flüsse, durchziehen den 470 km² großen Park, der zu einem der landschaftlich schönsten Gebiete Simbabwes gehört.

Die verschiedenen Höhenlagen mit angenehmem Klima und frischer Bergluft sorgen für Ruhe und Entspannung. Die Tannenwäldern eignen sich ideal sind zum Wandern und Reiten, während die Dämme des Nyanga Nationalparks ein Paradies für Forellenangler und Badefans sind. Wildtiere wie Gnus, Kudus, Zebras, Wasserböcke, Impalas, Zobel, Elen-Antilopen und viele kleine Säugetiere bewohnen das geschützte Gebiet des Nyanga Nationalparks.

Eine interessante Sehenswürdigkeite des Nationalparks ist zum einen Simbabwes höchster Gipfel, der 2.593 Meter hohe Mount Inyangani. Wie um jeden bekannten Berg ranken sich auch um ihn Legenden. So sei er zum einen ein heiliger Platz, dem man sich mit Respekt nähern müsse, jeder Laut würde die Ruhe der Geister stören gar ein Menschenfresser sei er. Kein Shona würde ihn besteigen, zu gefährlich wären die Folgen.

Wer den Mount Inyangani dennoch zu Fuß erklimmt, wird von der Spitze aus mit grandiosen Ausblicken - zum Teil bis nach Mosambik –belohnt. Diejenigen, die weniger Energien haben, sollten stattdessen eine Safari entlang einer der vielen reizvollen Routen im Nyanga National Park machen. Auch diese Option verheißt genussreiche Erlebnisse.

Zum Anderen sind die vielen Wasserfällen des Parks sehr sehenswert. So können Sie im Nyanga Nationapark die Nyangombe Falls, die Pungwe Falls, die Nyamuziwa Falls, sowie die Mutarazi Falls - Afrikas zweithöchsten Wasserfall – entdecken, die an einer glatten Felswand hinunter ins Honde-Valley stürzen. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Sportaktivitäten denen Sie hier nachgehen können, angefangen vom Fliegenfischen bis hin zum Reiten, Schwimmen und Bootfahren.

Auch einige eindrucksvolle Beispiele von Grubenruinen sind im Nyanga Nationalparks vorzufinden. Meist stehen sie zu vieren oder fünfen gruppiert, ab und an auch zu zwanzig. Sie sind annähernd rund mit einem Durchmesser von etwa sechs bis sieben Metern und tief im Boden verankert. Die Steinwände wurden wie die Ruinen in Great Zimbabwe ohne die Verwendung von Mörtel geschichtet.

Das zum Park gehörende Rhodes Museum ist in Cecil Rhodes Sommerhaus untergebracht. Neben Erinnerungsstücken aus seinem Leben sind auch Ausstellungsgegenstände aus der Kolonialen Zeit zu sehen. Ein Teil ist auch dem Unabhängigkeitskampfes, sowie dem lokalen Vertreter Chief Rekayi Tangwena, gewidmet.

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Matabeleland South
Matobo Nationalpark

Gelegen bei den Matobo-Hills, östlich der Stadt Bulawayo, erstreckt sich eines der wichtigsten Schutzgebiete des Landes. Der Matobo Nationalpark (auch unter Matopos bekannt) deckt alle Interessen ab. Ruhesuchende finden hier eine wohltuende Natur, kulturell interessierte werden Zeugen der ältesten und der jüngeren Vergangenheit, Tierbeobachter erleben eine vielfältige Fauna und die Flora des Parks beeindruckt einfach jeden Besucher.

Übersetzt bedeutet „Matobo“ sinnbildlich „kahle Köpfe“. Denn riesige, formenreiche, schroffe Granithügel beherrschen die Landschaft des 445 km² großen Parks. Die tiefen Spuren der Erosion in diesen 200 Millionen Jahre alten Hügeln, gelten als atemberaubend. Sie strahlen eine ungemein große Dramatik aus und mit ein wenig Einfallsreichtum lassen sich hier allerlei Figuren erkennen.

Doch es sind nicht mehr nur die Felsen, die für den Matobo Nationalpark so charakteristisch und auch einprägsam sind, die so viele Besucher anziehen. Der majestätische Matobo Nationalpark ist nämlich auch ein Paradies für Wanderer und die Vielfalt der Vegetation unterstützt eine Vielzahl von Wildtieren. Ein etwa 100 km² großer Teil wurde als Wildschutzgebiet vom restlichen Park abgegrenzt und bietet zahlreichen Tieren einen sicheren Lebensraum. Neben Breit- und Spitzmaulnashörnern konnten auch Zebras, Gnus, Giraffen, Kudus, Elen- und Rappenantilopen, Klippspringer, Leoparden, Hyänen, Warzenschweine, Paviane, Klippschliefer und zahlreiche Vogelarten wie Schreiseeadler, Kampfadler, Frankolin, Sekretärvogel, Webervogel und Ägyptische Gänse hier eine Lebensraum finden.

Auch kulturell gesehen ist der Matobo Nationalpark seit dem Jahr 2003 von großer Besonderheit. Die Felszeichnungen der San, die in den Höhlen von Matobo-Hills gefunden wurden, sind noch gut erhalten und wurden von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.

Ein Wanderweg führt sich zum Gipfel des Worlds View. Seit 1902 liegt hier auch Cecil John Rhodes begraben. Er führte die britischen Truppen Ende des 19. Jahrhunderts nach Zimbabwe und nannte das Land Südrhodesien. Außerdem erinnern Grabstätten an King Mzilikazi und Dr. Leander Starr Jameson, den ersten Kommendeur der heutigen Stadt Masvingo. Auch Sir Charles Patrick John Coghlan, der erste Premierminister von Südrhodesien fand hier seine letzte Ruhestätte. Das Denkmal "Shangani Memorial“ wurde in Gedenken an den Kommendeur Allan Wilson und seine 33 Soldaten, die von 30.000 Ndebele-Kriegern niedergemacht wurden, errichtet.

Der Matobo Nationalpark kann das ganze Jahr über bereist werden. Die Wintermonate von April bis August sind trocken und angenehm, während es im Sommer oftmals regnet und heiß ist.

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Manicaland
Chimanimani Nationalpark

Im östlichen Hochland Simbabwes liegt der grenzübergreifende, malerische Chimanimani Nationalpark, von dem 1.756 km² in Mosambik liegen. Die von Bächen durchzogene, abwechslungsreiche Landschaft des wilden 50 Kilometer langen Gebirgsparks bildet die Grenze zu Mosambik.

Die Landschaft mit ihrem Abwechslungsreichtum ist einzigartig in Simbabwe. In den Bergen wachsen Proteen, Aloen, Farne, Orchideen, Hibiskus und Gelbholzbäume. Zudem prägen Wasserfälle, Flüsse, Täler und Höhlen das Landschaftsbild des Chimanimani Nationalparks.

Tatsächlich besteht er aus zwei in nordsüdlicher Richtung parallel verlaufenden Gebirgszügen, die ein lang gestrecktes, grünes Tal einrahmen. Dort liegt mit 2.436 Metern der Monte Binga, höchster Punkt des Chimanimanigebirges. Er ist bei Aktivurlaubern ein sehr beliebtes Ziel, denn er lässt sich ausschließlich auf Fußwegen erwandern. Die typischen Safari-Tiere finden Sie hier zwar nicht, aber wer Glück hat, sieht Rappenantilopen, Elenantilopen oder Buschböcke in der üppigen Landschaft umherspringen.

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Masvingo
Great Zimbabwe National Monument

Auf einer Höhe von 1.140 Metern, nur wenige Kilometer südlich der Stadt Masvingo, liegt das größte und wichtigste Kulturerbe des Landes, die Ruinen von Great Zimbabwe. Es wird angenommen, dass die einst riesige Stadt um das Jahr 1000 erbaut worden ist. Hier liegt auch der Ursprung des Ländernamens. In der Sprache der Shona bedeutet Zimbabwe nämlich „Steinhaus“ - (dzimba = die Häuser, mabwe = der Stein).

Im Zentrum des untergegangenen Munhumutapa-Reiches herrschten einst Reichtum und Macht. In der Blütezeit sollen hier 10.000 bis 18.000 Menschen gelebt haben. Vor allem durch die großen Vorkommen an Gold, Kupfer und Eisen wurde die Stadt weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt, denn der ehemalige Stadtstaat entwickelte sich zu einem weltweit attraktiven Handelspartner. In den Ruinen fanden Archäologen Porzellanscherben aus China und Schmuck aus Indien. Sogar aus dem Vorderen Orient kamen Händler bis nach Zimbabwe und brachten orientalisches Glas mit.

Die eindrucksvollen Bauwerke von Great Zimbabwe sind die letzten Zeugen der Vergangenheit. Sie bedecken eine Fläche von 7 km² und unterteilen sich in folgende drei Gebiete: Im „Valley Complex“ und der „Great Enclosure“ lebten die Frauen des Königs, seine Berater und auserwählten Leute. Der 27 Meter höher liegende „Hill Complex“ - auch als Bergfestung oder Akropolis bezeichnet - war für den König und seine Nächsten vorgesehen. Die Häuser hatten bereits damals ungewöhnlicherweise einzelne Räume und ein ausgeklügeltes Abwassersystem. Über neun Meter hohe Mauern, welche nur durch übereinander geschichtete Granitblöcke errichtet wurden, schotterten die Siedlung ab. Sie sind nach den Pyramiden von Gizeh der größte historische Steinbau Afrikas.

Aufgegeben wurde die Stadt vermutlich erst im 16. Jahrhundert als das Vieh wegen der ausgelaugten Böden keine Nahrung mehr liefern konnte. Seit 1986 ist das Great Zimbabwe National Monument eines der vielen UNESCO Weltkulturerbe-Stätten in Simbabwe und ein sehr wichtiger Ort der Archäologie.

Unmittelbar nördlich von Great Zimbabwe liegt der Lake Mutrikwi Nationalpark mit dem Lake Kyle.

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Gonarezhou Nationalpark

Der Gonarezhou Nationalpark in der südöstlichen Provinz Masvingo hat sich gemeinsam mit dem Kruger Nationalpark in Südafrika, dem Limpopo Nationalpark in Mosambik, sowie einigen kleineren Schutzgebieten zum länderübergreifenden Great Limpopo Transfrontier Park zusammen gelegt. Nach dem Hwange Nationpark ist er mit 5.000 km² das zweitgrößte Schutzgebiet des Landes. Übersetzt aus der Sprache der Shona bedeutet „Gonarezhou“ „heiliger Ort der Elefanten“.

Der Gonarezhou Nationalpark liegt vor dem spektakulären Hintergrund der Chilojo Cliffs im sogenannten Lowveld. Grassavannen, Buschland und Wälder bewachsen mit hoch aufragenden Baobabs und Bergakazien dominieren die Landschaft. Die Flüsse Mwenezi im Südwesten und Save im Nordosten bilden eine natürliche Grenze. Im Norden des Parks haben sich entlang der Flüsse großartige Landschaften mit Sandsteinfelsen wie den Chilojo Cliffs gebildet. Sie sind bereits aus 50 Kilometer Entfernung zu sehen. Bei Tagesanbruch und Sonnenuntertag erschienen sie besonders prächtig. An zwei Stellen fand man hier Felszeichnungen von Breitmaulnashörnern die auf 500 bis 700 Jahre geschätzt werden.

Die Geschichte des Schutzgebietes ist nicht ganz unkompliziert. Der Beginn des Parks geht bis ins Jahr 1934 zurück. Das damalige Game Reservat wurde erst 1975 zum heutigen Gonarezhou Nationalpark. Zuvor musste es wegen des Bürgerkrieges in Simbabwe bis 1994 für Besucher geschlossen bleiben. Zudem erlaubte der anhaltende Bürgerkrieg in Mosambik keinen touristischen Ausbau des Gebietes. Hinzu kamen illegale Siedler, die einen Teil des Parks durch die landwirtschaftliche Nutzung und Wilderei zerstörten und die Verwirklichung des Jahre vorher beschlossenen Projekts „Great Limpopo Transfrontier Park“ zum größten Teil verhinderten.

Glücklicherweise hemmten die vielen Probleme jedoch nicht die Ansiedlung einer vielfältigen Tierwelt im Gonarezhou Nationalpark. Besonders die Vogelwelt ist hier riesig. Darüber hinaus leben unter anderem Büffel, Löwen, Giraffen, Flusspferde, Warzenschweine, Steppenzebras, afrikanische Wildhunde, Rotschwanzhörnchen, Nilkrokodile, Leoparden und zahlreiche Fische wie Tigersalmler im Park. Auch einige Antilopen-Arten, darunter die seltene Nyala-Antilope und das rare Moschusböckchen fanden hier ihren Lebensraum. Nur das Breit- und Spitzmaulnashorn wurde unglücklicherweise von Wilderen ausgerottet. Auch der Elefant ist nach der Lockerung des Elfenbeinhandels zum 15. Juli 2008 wieder vom Aussterben bedroht.
 
Wissenswertes von A - Z

Aktivitäten

Angeln

In den vielen Flüssen und künstlich angelegten Stauseen Simbabwes können Sie Forellen, Brassen, Barsche, Karpfen und sogar Tigerfische und Vundus angeln, die mit einem Gewicht von 20 bis 30 kg als eine der größten Süßwasserfische des südlichen Afrikas gelten. Die dafür benötigten Angelscheine sind in den Hotels und Lodges erhältlich.

Baden

Ein erfrischendes Bad in der Natur können Sie nur in einigen kleineren Stauseen und Gebirgsbächen in den Eastern Highlands unbesorgt nehmen. Binnengewässer wie Seen oder Flüsse sind für das Baden nicht geeignet, da hier eine hohe Bilharzioseinfektionsgefahr besteht.

Golfen

In bester britischer Tradition können Sie auf den rund 70 Golfplätzen, die Simbabwe zu bieten hat, golfen. Alleine Harare verfügt über 17 verschiedene Anlagen. Auch die Plätze in den Eastern Highlands, die allesamt in einer fantastischen Landschaft eingebettet sind, laden herzlich ein.

Rafting und Wildwasserfahrten

Abenteuerliche Fahrten können Sie zu den imposanten Victoria Falls unternehmen. Auch mehrtägige Kanufahrten auf dem Zambezi River werden von erfahrenen Veranstaltern angeboten.

Reiten

Reitsafaris durch die Nationalparks oder über private Konzessionsgebiete sind eine besondere Art die Landschaft zu erkunden. Besonders viele Angebote gibt es für die Eastern Highlands und die Gegend um die Victoria Falls.

Wandern

Die Eastern Highlands bieten vielfältige Wandermöglichkeiten. Mit Ausnahme des Mana-Pools Nationalparks dürfen Wanderungen jedoch nur in Begleitung eines Führers unternommen werden. Dieser ist mit dem Angriffs- und Fluchtverhalten der Tiere vertraut und kann in kritischen Situationen notfalls mit seinem Gewehr eingreifen.

Amtssprache

Die Amtssprache in Simbabwe ist Englisch. Shona, Fanalago und die einheimischen Bantu-Sprachen Cishona und Isindebele dienen als Umgangssprachen.

Autofahren

Fahrzeuge können Sie bei den großen internationalen oder lokalen Autovermietungen ausleihen. Die Preise fallen jedoch oftmals sehr hoch aus. Häufig befinden sich die Wagen in einem Zustand, der in keinster Weise den europäischen Verhältnissen entspricht. Unter anderem ist es deswegen wichtig, eine Versicherung abzuschließen, denn Automieter haften für die Schäden am gemieteten Pkw auch bei Fremdverschulden. Ihr nationaler Führerschein ist in Simbabwe 90 Tage lang gültig, muss aber auf Englisch verfasst sein.
Aufgrund des britischen Erbes herrscht in Simbabwe Linksverkehr. Die Infrastruktur des Landes zählt nicht zu den Besten und so sollten Sie sich hauptsächlich auf den Hauptstraßen aufhalten. Auch vor Überlandfahrten nach Einbruch der Dunkelheit sollten Sie möglichst verzichten. Generell gilt hier für genügend Treibstoff zu sorgen, denn dieser ist häufig knapp und nicht überall zu bekommen ist. Vorsicht und Achtsamkeit sollten Sie stets wahren, denn Diebe nutzen Gelegenheiten wie einen Reifenwechsel oder eine Autopanne gerne.

Banken/Geld

Die Banken in Simbabwe sind montags, dienstags, donnerstags und freitags von 8:00 bis 15:00 Uhr, mittwochs von 8:00 bis 13:00 Uhr sowie samstags von 8:30 bis 11:30 Uhr geöffnet.
Theoretisch können Sie alle gängigen Währungen bei dazu autorisierten Banken, Hotels, sowie Wechselstuben zum offiziellen Wechselkurs umtauschen. Darüber hinaus werden auch US Dollar, Euro und Rand als bares Zahlungsmittel akzeptiert, nachdem zwischenzeitlich der Simbabwe-Dollar aufgrund der Hyperinflation und mangels Kaufkraft von der Regierung vom Markt suspendiert wurde. Da es für die Währungen kaum Münzen gibt, werden die Rechnungen entsprechend auf- oder abgerundet.
Die gängigen Kreditkarten American Express, Diners Club und Visa werden überall angenommen, Eurocard und MasterCard sind hingegen weniger gebräuchlich.
Reiseschecks werden in Banken und großen Hotels angenommen. Empfohlen wird eine Ausstellung in US-Dollar oder UK Pound.

Botschaft/Vertretung

Simbabwische Vertretungen in Deutschland
Botschaft der Republik Simbabwe
Kommandantenstraße 80
10117 Berlin
Tel: 0049 - (0)30 - 206 22 63
Fax: 0049 - (0)30 - 20 45 50 62
Email: info@simbabwe-botschaft.de
Deutsche Vertretungen in Simbabwe
Botschaft der Bundesrepublik Deutschland
30 Ceres Road, Avondale
P.O. Box A 1475
ZW - Harare
Tel: 00263 - (0)4 - 30 86 55, 30 86 56, 33 22 92, 33 23 26
Fax: 00263 - (0)4 - 30 34 55
E-Mail:botschaft_harare@gmx.de
Web: http://www.harare.diplo.de

Einreise/Visum

Für eine Einreise nach Simbabwe benötigen deutsche Staatsangehörige einen Reisepass der noch einen Monat über die Reise hinaus gültig ist, sowie ein Visum. Dieses erhalten Sie bei der Einreise an den Flughäfen in Harare, Bulawayo oder Victoria Falls, sowie an den Grenzübergängen gegen eine Gebühr von USD 30, für eine Einreise, beziehungsweise USD 45, für zwei Einreisen. Die maximale Aufenthaltsdauer beträgt 90 Tage.

Sollten Sie beabsichtigen Ihren Aufenthalt über den im Visum gewährten Zeitraum hinaus zu verlängern oder in eines der Nachbarländer zu reisen, benötigen Sie eine Visumverlängerung beziehungsweise eine Änderung in ein Visum zur mehrfachen Einreise (Multiple-Entry-Visa) Diesbezüglich sollten Sie rechtzeitig vor Ablauf des Visums einen Antrag beim Department of Immigration stellen.

Elektrizität/Netzspannung

Die Netzspannung beträgt 220/230 V, 50 Hz. Die Stecker haben drei viereckige und selten runde Pole. Sie sind mit 13 Ampere abgesichert.

Feiertage

1. Jan. Neujahr
6. April Karfreitag
9. April Ostermontag
18. April Unabhängigkeitstag
1. Mai Tag der Arbeit
25. Mai Afrikatag
11. Aug. Heldentag
12. Aug. Tag der Verteidigungskräfte
12. Dez. Tag der Einheit
25./26. Dez. Weihnachten

Gesundheit/Impfungen

Es wird empfohlen sich für die Reise nach Simbabwe gegen Tetanus, Diphtherie, Polio und Hepatitis A, gegebenenfalls auch gegen Keuchhusten (Pertussis), Mumps, Masern, Röteln (MMR) und Influenza impfen zu lassen. Bei Langzeitaufenthalt über drei Monate ist eine Hepatitis B-Impfung, sowie ein Impfschutz gegen Tollwut und die Meningokokken-Krankheit (ACWY) ratsam. Eine Gelbfieberimpfung hingegen wird nur bei einer Einreise aus einem Gelbfieber-Gebiet nach Simbabwe verlangt.
Ein Malaria-Schutz ist für Gebiete unter 1.200 Metern Höhe ganzjährig notwendig. Besonders riskant sind insbesondere die Regionen Sambesi-Tal, Kariba-Becken und Victoria-Falls im Norden des Landes. In Harare und Bulawayo besteht allerdings nur ein sehr geringes Risiko einer Erkrankung.

Bilharziose-Erreger kommen in manchen Teichen und Flüssen vor. Vermeiden Sie deswegen das Schwimmen und Waten in Binnengewässern. Auch sollten Sie jeglichen Kontakt zu Tieren meiden, da sowohl die Maul- und Klauenseuche, als auch Tollwut landesweit verbreitet sind.

Über die bereits erwähnten Vorkehrungen hinaus, sollten Sie auf eine sorgfältige Trinkwasser- und Nahrungsmittelhygiene achten. Das Leitungswasser in Großstädten ist meist unbedenklich, dennoch sollten Sie auf abgefülltes Wasser in Flaschen ausweichen oder Wasser sterilisieren. Gleiches gilt für Milch und Milchprodukte aus ungekochter Milch. Gemüse, Fleisch- oder Fischgerichte gut kochen und Obst nur geschält essen um Durchfälle zu vermeiden.

Kriminalität

Die schwierige politische, wirtschaftliche und soziale Lage der Bevölkerung führt in Simbabwe häufig zu Kriminalität, denn im Vergleich zu anderen afrikanischen Ländern ist Simbabwe eines der ärmsten Staaten in ganz Afrika.
Besonders in den Innenstädten von Harare und Bulawayo, aber auch in den kleineren Städten, wurden bereits verstärkt Taschendiebstähle und „smash and grab“-Überfälle verzeichnet. Führen Sie deswegen keine großeren Bargeldmengen und Wertgegenstände mit sich um das Diebstahlrisiko zu mindern Schließen Sie stattdessen größere Geldbeträge in einem Safe ab. Besonders gefährlich wird es zu später Stunden. Meiden Sie deswegen Spaziergänge nach Einbruch der Dunkelheit, da zu dieser Zeit ein erhöhtes Risiko besteht.

Wenn Sie mit dem Auto unterwegs sind, halten Sie die Fenster immer geschlossen und verriegeln Sie die Türen von innen. Lassen Sie beim Verlassen des Autos keine Handtaschen, Fotoapparate und andere Wertsachen sichtbar im Auto zurück. Achten Sie auch bei Fahrten mit dem Mietwagen darauf, vor Fahrtantritt für genügend Benzin zu sorgen, denn wer mit dem Wagen liegenbleibt, ist ein leichtes Opfer für Diebe.
Oftmals versuchen Einheimische Touristen zu betrügen, indem sie ihnen einen Geldtausch anbieten. Lassen Sie sich auf ein solches Tauschgeschäft nicht ein und wechseln Sie Ihr Geld nur in Banken und offiziellen Wechselstuben.

Öffentliche Verkehrsmittel

Mit dem Flugzeug

Inlandsverbindungen bietet Air Zimbabwe (UM) unter anderem nach Kariba, Hwange, Bulawayo, Gweru, Masvingo, Buffalo Range und zu den Viktoria-Fällen an.
Leichtflugzeuge unternehmen ab Kariba und den Victoria Falls touristische Rundflüge.

Mit der Bahn

Züge der National Railways of Zimbabwe verkehren täglich von Harare nach Bulawayo, von Harare nach Mutare, von Gweru nach Masvingo, von Bulawayo nach Chiredzi, von Bulawayo zu den Victoria Falls und von Bulawayo nach Plumtree.

Mit dem Bus

Vor Überlandfahrten mit öffentlichen Bussen wird grundsätzlich gewarnt, da sie wegen fehlender Ersatzteile und mangelhafter Wartung oftmals in schlechtem Zustand sind.
Blue Arrow Luxury Coaches bietet Fernbusservice zu größeren Städten, u. a. Harare-Bulawayo (über Chivhu und Kwe Kwe).

Mit dem Taxi

Taxis können Sie an Taxiständen in den wichtigsten Zentren, sowie an allen Hotels und Restaurants telefonisch bestellen. Grundsätzlich sind die Fahrzeuge mit Taxametern ausgestattet, die aber in den meisten Fällen nicht funktionieren.
Handeln Sie deswegen vor allem bei längeren Fahrten den Preis im Voraus mit dem Taxifahrer aus.

Währung

1 Simbabwe Dollar = 100 Cents. Das Währungskürzel ist Z$.
Banknoten gibt es im Wert von 500, 100, 50, 20, 10, 5 und 1 Z$; Münzen in den Nennbeträgen 5, 2 und 1 Z$ sowie 50, 20 und 10 Cent.
Zusätzlich zu den Banknoten und den Münzen zirkulieren so genannte „Bearer Cheques“, eine Art befristetes Notgeld.

Zeit

Der Zeitunterschied zwischen Zimbabwe und Mitteleuropa beträgt eine Stunde. Während der mitteleuropäischen Sommerzeit herrscht Zeitgleichheit.

Zoll

Zollfrei dürfen Sie Tabakwaren in geöffneten Packungen und 5 Liter alkoholische Getränke (davon 2 Liter Spirituosen) nach Zimbabwe einführen. Fremdwährungen können Sie unbeschränkt einführen. Die Ein- und Ausfuhr der simbabwischen Währung ist auf 20 Z$ beschränkt. Fremdwährungen können Sie unbegrenzt nach Simbabwe einführen, müssen diese jedoch bei der Einreise deklarieren. Gleiches gilt für die Ausfuhr von Fremdwährungen.
Persönliche Jagdwaffen für eine Jagdsafari mit dazugehörender Munition dürfen Sie mit einer befristete Erlaubnis ("Temporary Import Permit"), die Sie an jedem internationalen Flughafen Simbabwes erhalten, einführen. Ausgeschlossen ist die Einfuhr von automatischen Langwaffen sowie von Faustfeuerwaffen.

Sollten Sie größeren Menge an Kunsthandwerk und Shona-Skulpturen, die zum Verkauf bestimmt sind, ausführen wollen, bedarf es einer Genehmigung der Zollbehörde. Nähere Informationen dazu erhalten.

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Hinweis
Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der hier gegebenen Informationen sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Regelungen können sich jederzeit ändern. Die Sicherheitslage kann sich ebenfalls rasch ändern. Kontaktaufnahme mit der zuständigen diplomatischen oder konsularischen Vertretung des Landes wird im Zweifelsfall empfohlen.
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