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Namibia Länderinfos

Namibia Länderinfos

Namibia Länderinfos

Willkommen in Nambia!
Unendlichkeit, Grenzenlosigkeit, Farbenvielfalt, Einmaligkeit: diese Worte sind nur einige um zu versuchen Namibia, dass Land voller Gegensätze, zu beschreiben. Aber es sind doch nur leere Worte wenn man diese grandiose Region nicht mit eigenen Augen sieht und erkennt welche Wunder die Natur hier geschaffen hat.

Ursprüngliche Landschaften faszinieren die Besucher. Der Horizont scheint keine Grenzen zu kennen. Sie tauchen ein in ein Gefühl von Ruhe und Frieden, genießen den traumhaften Ausblick auf die farbenreiche Kulisse voller Kontraste von Licht und  in der sich herrliches Großwild bewegt und so zum typisch namibischen Bild verschmilzt. Willkommen in Namibia!

Namibia, früher Süd-West-Afrika ist ein Staat im südlichen Afrika, der im Norden an Angola, im Osten an Botswana, im Süden an Südafrika und im Westen an den Atlantischen Ozean grenzt. Im Nordosten zieht sich ein etwa 450 km langer und bis zu 50 km breiter Landstreifen, der Caprivi-Zipfel bis zu den angrenzenden Ländern Angola und Sambia.

Etwa 1.900.000 Menschen leben auf einer Gesamtfläche von ca. 824.000 km2 (doppelt so groß wie Deutschland), die sich über 1500 km von Norden nach Süden erstreckt. Im südlichen Teil des Landes beträgt die Ost-West-Ausdehnung 600 km, im nördlichen Teil sind es 1.100 km. Aufgrund der geologischen Gegebenheiten mit Wüsten und Halbwüsten, lebt die Bevölkerung in den Städten und im fruchtbaren Norden.

An der Westküste liegt die Namib Wüste. Im zentralen Teil des Landes verläuft das Nord/Süd Plateau mit einer Höhe von bis zu 2.000 Meter, das das wichtigste Farm- und Siedlungsgebiet ist und der Osten wird durch die Kalahari Wüste geprägt.

Namibia, San Buschvolk NamibiaNamibia unterteilt sich in die 13 Regionen: Caprivi, Kavango, Kunene, Omusati, Ohangwena, Oshana und Oshikoto im Norden, Omaheke, Otjozondjupa, Erongo und Khomas in der Mitte und Hardap und Karas im Süden. Neben den ganzjährig Wasser führenden Grenzflüssen Oranje, Kunene, Okavango und Zambesi, gibt es außerhalb der Regenperiode lediglich Riviere, sogenannte ausgetrocknete Flussbetten. Nach Regenschauern füllen sie sich und können zu reißenden Strömen werden.
Der Schienenverkehr wird von der „TransNamib“ bedient und erstreckt sich über 2.383 km auf denen alle wichtigen Städte Namibias miteinander verbunden sind. Der „Desert Express“, ein Luxuszug verkehrt zwischen Windhoek und Swakopsmund, gelegentlich auch nach Etoscha und Lüderitz.

Die Straßen sind gut ausgebaut und mit dem Auto erreichen Sie alle Teile des Landes. Lediglich die Hauptverbindungsstraßen sind asphaltiert, der Großteil sind jedoch Naturstraßen.
Die Hauptstadt Windhoek (zu deutsch: „windige Ecke“), ist zugleich das wirtschaftliche und politische Zentrum.

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Klima
Aufgrund der durchschnittlich 300 Sonnentage kann Namibia ganzjährig bereist werden.

Das Klima ist heiß und trocken mit Temperaturen bis zu 35°C in den Sommermonaten. Tagsüber ist es in den Wintermonaten zwischen 18 bis 25°C warm. Nachts können die Temperaturen jedoch unter den Gefrierpunkt sinken.

An der Atlantikküste ist es durch den kalten Benguelastrom weitaus milder. Hier erreicht die Wassertemperatur lediglich 15 ° und lädt weniger zum Baden ein.

Zwischen Januar und April treten vereinzelt heftige Regenschauer und Gewitter auf.
Geschichte
Im 15. Jahrhundert wurde die Küste erstmals von Portugiesen besiedelt. Im Zuge zahlreicher afrikanischer Völkerwanderungen im 17./18. Jahrhundert wanderten, Herero-, Nama-, Orlam- und Ovambo-Stämme ins Land ein.
1883 erwarb der Kaufmann Adolf Lüderitz den Küstenstreifen und erklärte diesen ein Jahr später zum deutschen Schutzgebiet (Deutsch-Südwestafrika). Durch Verträge wurden die Landesgrenzen mit Portugal und Großbritannien festgelegt.
Aus Angst vor einer Existenzbedrohung kam es 1903 zu Aufständen der Herero und Nama gegen die deutsche Herrschaft, die 1907 mit der völligen Unterwerfung der schwarzen Bevölkerung endeten.
1920 wurde das deutsche Gebiet während des ersten Weltkrieges der Südafrikanischen Union als Mandatsgebiet zugesprochen und 1966 von der UN-Vollversammlung wieder entzogen. Es kommt erneut zu Auseinandersetzungen, dieses Mal zwischen Südafrika und der von der UNO gestützten mehrheitlich schwarzen namibischen Befreiungsorganisation SWAPO. 1989 gewinnt die SWAPO bei den ersten freien Wahlen die absolute Mehrheit. Am 21. März 1990 wurde Namibia unter Präsident San Nujoma offiziell unabhängig. Vier Jahre später, 1994 wurde auch die bis dahin zur Republik Südafrika gehörende Enklave Walfischbai an Namibia übergeben.
Politik
Nach der Verfassung von 1990 ist Namibia eine präsidiale Republik. Seit 2005 ist Hifikepunye Lucas Pohamba im Präsidentenamt, das auf 5 Jahre gewählt wird. Die Legislative liegt beim Zweikammerparlament, das sich aus der Nationalversammlung und dem Nationalrat zusammensetzt. Die Regierung hat ihren Sitz im „Tintenpalast“ in der Hauptstadt Windhoek. Die einflussreichsten Parteien sind die Südafrikanische Volksunion (SWAPO), der Kongress der Demokraten (CoD) und die Demokratische Turnhallenallianz (DTA).
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Wirtschaft
Namibia zählt zwar mit Südafrika und Botswana zu einem der reicheren Ländern des Kontinents, jedoch liegt das monatliche Pro-Kopf-Einkommen bei nur € 120. Die Arbeitslosenquote der erwerbsfähigen Menschen liegt bei rund 40 %. Namibia, Sossusvlei Duenen Namibia, Ballonfahrt Sossusvlei Duenen Namibia

Die Wirtschafts- und Finanzpolitik des Landes ist marktwirtschaftlich ausgerichtet. Der Bergbau (Diamanten, Uran, Gold, Silber, Zink, Kupfer, Blei, Zinn, Marmor und Granit sowie Halbedelsteine) erwirtschaftete 2006 rund 11,7 % des Bruttosozialproduktes. Etwa 50% der Bevölkerung sind auf einer der rund 4.000 Farmen beschäftigt, auf der Rinder, Schafe und Strausse gezüchtet werden. In der Ovambolandregion wird überwiegend Hirse und Mais angebaut.

Die natürlichen Gegebenheiten schufen die Zentren der Fischindustrie in Lüderitz und Walvis Bay (Walbai). Auf der im Jahre 1990 errichteten 200-Seemeilen-Zone, dürfen heutzutage nur namibische Unternehmen fischen. Allerdings entwickelt sich der Fischereisektor aufgrund der Fischpreise, der Fischbestände und Größen, der Reduzierung der Fangquoten und der Entwicklung der Währung negativ.
Die wichtigsten Abnehmer der Exportgüter außerhalb Afrikas sind Großbritannien, Spanien, Deutschland und Japan.

Auch der Tourismussektor in Namibia verzeichnet jedes Jahr beträchtliche Zuwächse. Fast alle touristischen Betriebe befinden sich in weißer Hand. Jedoch profitiert die Bevölkerung von den dadurch geschaffenen Arbeitsplätzen.
Bevölkerung
Aufgrund der Grenzziehung durch damalige Kolonialmächte sowie Wanderungsbewegungen kam die ethnische Zusammensetzung Namibias zustande. Mit ca. 87,5 % bilden Schwarze die Mehrheit, gefolgt von Farbigen (6,5%) und Weißen (6%).
Namibia, Erdmaennchen NamibiaDie Ovambo stellen mit über 50 % die größte Volksgruppe Namibias. Zusammen mit den Hereros gehören sie den Bantuvölkern an. Der Stamm umfasst zudem 12 ethnische Gruppen, zu denen auch die Kwanyama, Ndonga, Kwambi, Ngandyela, Mbalanhu, Nkolonkadhi und Unda gehören. Das Wort „Ovambo“ stammt aus dem Herero und soll übersetzt „die Sesshaften“ oder „die Reichen“ heißen. Die Ovambo-Frauen betreiben Ackerbau und bauen vorwiegend Mais, Sorghum, Hirse, Kürbis, Bohnen und Melonen an. Die Ovambo-Männer kümmern sich um die Viehzucht. Das traditionelle Oberhaupt ist der König, zugleich Regenmacher.

Auch die Kavango (Okavango) stammen von Bantu ab. Sie leben zum größten Teil an den Ufern des gleichnamigen Grenzflusses. Ihren Unterhalt sichern sie mit dem Ackerbau, der Fischerei und der Viehzucht. Viele Stammesangehörige verkaufen holzgeschnitzte Skulpturen ins Okahandja und Windhoek. Ein typisches Merkmal der Kavango sind die berühmten Ochsenschlitten, die heute noch zu sehen sind.

Die drittgrößte Bevölkerungsgruppe (7%) Namibias sind die Hereros deren Lebensraum im nördlichen Teil des Landes, dem Hereroland mit Okahandja und Omaruru liegt. Auch sie gehören wie die Ovambo und Kavango zu den bantustämmigen Völkern.
Rinder, ein Statussymbol der Hereros bilden den Mittelpunkt der traditionellen Kultur. Dies spiegelt sich besonders in der dreieckigen Kopfbedeckung der Herero-Frauen wider, die an Rinderhörner erinnert.
Weitere 7% der Bevölkerung bilden die Damara. Sie sind schwarzafrikanischen Ursprungs und gehören Forschungen zufolge mit San und Nama zu den Ureinwohnern Namibias. Viele Stammesangehörige arbeiten als Kleinbauern , in Industriebetrieben oder auf Farmen.

Nama, die mit 5% in Namibia vertreten sind, leben im südlichen Teil des Landes, dem früheren Namaland, aber auch im Namaqualand, dem südlich angrenzenden Gebiet Südafrikas. Mit der hexen- und Totenfurcht sowie der halbnomadischen Lebensweise, gleicht die Kultur der Nama stark der Kultur der San.

Die San (auch Buschmänner genannt) sind die Ureinwohner Namibias. Dazu gehören auch die Khoi Khoi (früher abwertend Hottentotten) die zusammen mit den San das südliche Afrika bevölkerten. Die zwei indigenen Völker werden heute als Khoisan zusammengefasst. Ein besonderes Merkmal sind die hohen Wangenknochen, die gelblich-helle Haut und das „Pfefferkornhaar“. Der Lebensraum der San ist der Nordosten und die südliche Kalahari. Nur einige wenige leben noch auf traditionelle Art und Weise und haben das Jagen und Sammeln aufgegeben. Der größte Teil der San arbeitet auf Farmen oder als Touristenführer.

Rehoboth Baster, die ca. 2% der Namibier stellen, sind Mischlinge, die aus Beziehungen zwischen Nama-Frauen und Buren der Kapkolonie Südafrikas entstanden sind. Der größte Teil lebt rund um Rehoboth, einer Stadt 100 Kilometer südlich von Windhoek und spricht Afrikaans. Die Stadtverwaltung wird von den 4 Kapitänsfamilien van Wyk, Diergaard, Koopman und Mouton (dem „Baster-Rat“) dominiert. Ihren Unterhalt verdienen die Rehoboth Baster mit der Viehzucht.

Etwa 87 % der Bevölkerung sind Christen, davon ca. 80 % Protestanten und ca. 20 % Katholiken. Der Rest gehört Stammesreligionen an. Muslime sind in Namibia kaum anzutreffen und werden auf wenige Tausend geschätzt.

Zu den wichtigsten Medien des Landes zählen die englische Tageszeitung „The Namibian“ , die deutsche „Allgemeine Zeitung“ und die afrikaanssprachige Tageszeitung „Republikein“ sowie staatlich private Musikradiosender und privates Satelliten-übertragenes Fernsehen mit ausländischen TV-Programmen.

Neben Fisch, Hummer und Austern wird das landestypische Essen von der Hauptnahrungsquelle Fleisch dominiert, das vom Wild, Springbock, Strauß, Gnu und Rind stammt und in Form von Gulasch, Rouladen, gegrillten Steaks und Bratwürsten serviert wird. Als Beilage werden Gemüse, Salate und Kartoffeln gereicht. Oftmals wird in den Speisen auch Kürbis verwendet. Die Küche ist vielerorts auch gutbürgerlich-deutsch oder international.

Traditionelle Getränke sind der Wassermelonenwein (Mataku) und Palmenschnaps (Walende). In Windhoek und Swakopmund wird Bier nach dem Deutschen Reinheitsgebot gebraut, dass frisch gezapft am besten schmeckt. Hochprozentige alkoholische Getränken sind nur in bestimmten Geschäften ("Bottle Stores") erhältlich.

Symbolik
Die Farben der Nationalflagge symbolisieren wichtige natürliche und menschliche Eigenschaften von Namibia: Die Farbe Gelb steht für das Sonnenlicht und die Wüste, Blau versinnbildlicht den Regen und das Meer, Grün die Pflanzen und Vegetation, Rot steht für das Blut, das im Krieg vergossen wurde und Weiß symbolisiert Frieden und Versöhnung.

Musik
Einen starken Einfluss auf die heutige Musik hat noch immer der Kolonialismus. Der Schwerpunkt liegt auf Chorgesang mit Trommelbegleitung, aber auch moderne Popmusik von Reggae über Jazz bis Hardrock wird von der namibischen Bevölkerung gehört.
Nationalparks
Etwa 15% der gesamten Fläche des Landes wurde unter Naturschutz gestellt. 21 Nationalparks und Wildreservate ermöglichen Ihnen, die ursprüngliche Natur zu entdecken. Alle sind Besuchern zugänglich und lassen sich mit dem Pkw oder Wohnmobil befahren. Alle Unterkünfte müssen im Voraus reserviert werden. Eintrittskarten für Tagesbesucher sind vor Ort erhältlich.

NORD - NAMIBIA
Caprivistreifen
Der Caprivi Zipfel ist ein schmaler, circa 400 Kilometer langer Landstreifen im äußersten Nordosten Namibias. 1890 wurde das Gebiet von Deutschland erworben, die Sansibar im Gegenzug an die Briten abtraten. Der Name Caprivi stammt von dem damaligen deutschen Reichskanzler Graf von Caprivi, der den Vertrag mit den Engländern unterzeichnete.

Der durch Niederschläge und die mächtigen Flüsse Okavango, Kwando und Zambesi entstehende Wasserreichtum verursacht den großen Wildbestand. Besonders zahlreich sind die Elefanten, die jedoch häufig in der dichten Vegetation verschwinden und sehr schwer erkennbar werde.

Circa 200 Kilometer östlich von Rundu entfernt, befinden sich die paradiesischen Popa Falls, eines der landschaftlichen Highlights im westlichen Teil des Caprivi,. An dieser Stelle durchbricht der Okavango hier ein 4 Meter hohes Felsenriff in seinem Flussbett.
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Kaokoveld
Die circa 50.000 km² große Trockenzone im namibischen Nordwesten nennt sich Kaokoveld (Kaokoland). Sie zählt zu den unberührtesten Regionen Namibias und grenzt im Westen an die Skelettküste, im Norden an den Grenzfluss zu Angola, den Kunene, Ruacana, im Osten an das ehemalige Ovamboland (heute Omusati-Region) und im Süden an das Damaraland. Die paradiesische Landschaft des Marienflusstales wird von violett schimmernden Bergketten umrahmt.

Aufgrund des geringen Niederschlags ist der Betrieb von Ackerbau im einsamen Kaokoveld nicht möglich. Deswegen züchten die hier lebenden Himba und Herero Vieh, jagen und sammeln.

Das starke Interesse vieler Touristen und das wachsende Bewusstsein für Naturschutz konnte das viele Wildern im Kaokoveld begrenzen. Inzwischen konnten wieder zahlreiche Nashörner und Elefanten angesiedelt werden. Letztere fühlen sich in der geschützten Abgeschiedenheit des Kaokolandes so wohl, dass sie sich schon wieder sehr stark vermehrt haben.

Das Kaokoveld lässt sich nur unter expeditionsmäßigen Bedingungen in Geländefahrzeugen und möglichst unter der Leitung eines erfahrenen Führers bereisen.
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Kaudom National Park
An der Grenze zum Nachbarland Botswana, nördlich von Tsumkwe, liegt das wohl wildeste Naturschutzgebiet Namibias. Der Kaudom National Park befindet sich im Kalahari Sandveld und umfasst eine Fläche von 3.842 km². Zum Teil bedeckt dichter Trockenwald das Areal, das von mehreren Omiramba - breiten, sandigen Flussbetten, die nur nach heftigen Regengüssen kurzzeitig Wasser führen - durchbrochen wird.

Der wildreiche Park wird besonders in den Wintermonaten von großen Elefantenherden besucht. Außerdem leben Giraffen, Gnus, viele Antilopen Arten, Hyänen, Löwen und Leoparden sowie eine reiche Vogelwelt mit über 300 verschiedenen Arten im Kaudom National Park. Aufgrund der fehlenden Umzäunung kann das Wild seinen eigenen Migrationsrouten zwischen Namibia und Botswana sowie in den Caprivi folgen.
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NORD - NAMIBIA
Etoscha-Nationalpark
Mit einer Größe von 22.000 km² ist der Etoscha-Nationalpark am Nordwestrand des Kalahari-Beckens eines der größten Namibia, Etosha Nationalpark Namibia, Giraffe NamibiaAfrikas eines der Safari-Highlights im südlichen Afrika zugleich. Er wurde bereits 1907 von der Deutsch-Südwestafrikanischen Verwaltung zum Wildschutzgebiet erklärt.

Mittelpunkt des Etosha National Parks ist die 5.000 km² große Etosha Pfanne, ein meist weiß schimmernder ausgetrockneter Salzsee, welcher nur in seltenen starken Regenjahren mit Wasser gefüllt ist. Hier liegt auch der Ursprung des Namens. Ethosha bedeutet nämlich so viel wie „großer weißer Platz“. Ansonsten dominieren Dornsavanne, Grasland und Trockenwälder das Landschaftsbild des Parks.
Für Tierbeobachtungen eignet sich der Etosha Nationalpark besonders gut. Über 100 Tierarten und nahezu die gesamte Palette an afrikanischem Großwild ist im Park vertreten. Neben den "Grossen Fünf", Elefant, Nashorn, Büffel, Löwe und Leopard leben auch Giraffen, Zebras, Antilopen, Schwarzkopf Impala und Geparden auf dem Gelände des Etosha Nationalparks. Zahlreiche sowohl natürliche als auch künstlich angelegte Wasserstellen locken die Tiere besonders im trockenen Winter (Mai-September) an.

Der westliche Teil des Etosha Nationalparks darf jedoch nur unter der Leitung eines registrierter Reiseführer betreten werden.
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Die Fingerklippe
Ein lohnendes Ziel im Norden Namibias ist die sogenannte Fingerklippe. Das Tal der Ugab-Terassen erstreckt sich hier über ungefähr 80 Kilometer. Wie ein erhobener Zeigefinger mit einem Umfang von rund 44 Metern ragt die bekannteste alle Klippen ganze 35 Meter aus der Ebene des Ugab Tals empor. Die Spitze der Fingerklippe selbst liegt bei 929 Metern Höhe.

Die monumentalen Felsen, die aus über 30 Millionen Jahre alten Kalkgesteinschichten bestehen, erinnern stark an das Monument Valley der USA.
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Versteinerter Wald
Nicht weit von der Fingerklippe entfernt, circa 30 Kilometer westlich der Stadt Khorixas, liegt der „Versteinerten Wald“. Es handelt sich hierbei um ein ganz besonderes Ausflugsziel, welches des Naturschutzes mehr als würdig ist.
Die etwa 60 Baumstämme in dem fossilen Wald sind bis zu 30 Meter lang und haben dabei einen Umfang von bis zu sechs Metern.

Die bis 300 Millionen Jahre alten Stämme sind so gut erhalten, dass ihre Jahresringe deutlich erkennbar sind. Wurzeln haben sie allerdings keine, sodass man davon ausgeht, dass Treibholz vor langer Zeit mit einer Flutwelle aus Angola angeschwemmt wurden und hier strandete. Durch den Prozess der Verkieselung (Einbau von Kieselsäure) konnten sie somit erhalten blieben.
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Erongo Gebirge
Im Damaraland, westlich der Stadt Omaruru, südlich des gleichnamigen Flusses und östlich vom Brandbergmassiv liegt das Erongo Gebirge mit atemberaubenden Felsformationen und riesige Granitfelsen. 2.000 Meter hoch ist der alte, erodierte und längst völlig inaktive Vulkankegel von rund 30 Kilometer Durchmesser, dessen Name auf die Region Erongo zurück zu führen ist.

Noch heute ist die große Ringstruktur mit den drei inneren ebenen Becken des mächtigen alten Vulkans aus dem Weltall erkennbar. Den höchsten Punkt des Erongo-Gebirges erreicht der Erongoberg mit einer Höhe von 2.319 Metern. Auf einer ausgedehnte Wanderung oder Farmrundfahrt können Sie die außergewöhnliche Fauna und Flora kennen lernen.

Auf dem Gelände der Ameib-Farm befindet sich Phillips Cave, die wegen ihrer vielen Buschmannzeichnungen unter Denkmalschutz steht. Die bekannteste Abbildung zeigt einen weißen Elefanten.
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Spitzkoppe
Zwischen Usakos und Swakopmund liegt das "Matterhorn Namibias“. Namibia, Sonnenuntergang NamibiaDie rund 1.728 Meter hohe Spitzkoppe ist zwar nicht der höchste Berg des Landes, jedoch gilt das Inselgebirge als bekanntester Berg von Namibia. Bereits aus großer Entfernung sind die markanten Umrissen zu erkennen. Neben der Spitzkoppe liegen die Kleine Spitzkoppe mit einer Höhe von 1.584 Metern sowie die die Schwarze Spitzkoppe, die zu den wohl meist fotografierten Bildmotive Namibias zählen.

Die Entstehung des Berges ist auf vulkanische Aktivitäten zurück zu führen, die allerdings nie die Erdoberfläche erreichten. Winderosionen verursachten die heutigen zerklüfteten, kantigen Felsformationen, die sich nun über die Landschaft erheben.
Auch Kletterer und Bergsteiger sind von der harmlos wirkenden jedoch schwer besteigbaren Spitzkoppe begeistert. Eine Wanderung zwischen den skurrilen Gesteinsformationen in der herrlichen Landschaft tut’s jedoch auch.
Pflanzenliebhaber können hier interessante Gewächse wie die gelblichen Butterbäume entdecken.

Mehrere Tausend Jahre alt sind die Buschmann-Zeichnungen. Einige davon sind im "Bushman Paradise" unter einer überhängenden Felswand zu finden.
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Brandbergmassiv
Das Brandbergmassiv liegt im Westen Namibias, 90 Kilometer vom Atlantik entfernt. Hierzu gehört auch der Königstein. Er ist mit einer Höhe von 2.606 Metern der höchste Berg Namibias und überragt das umgebende Land um ganze 2.000 Meter. Die Gesteinsformation hat in der Draufsicht eine ovale Prägung und bedeckt ein Territorium von 760 km².

Der Name des „brennenden Berges“ ist ganz leicht zu erklären. Sobald die Sonne vom Westen her einstrahlt glüht seine Farbe stark auf. Voller Ehrfurcht nannten die Herero ihn deswegen auch „Berg der Götter“. Vereinzelt gibt es aber auch Tage an denen sich der Berg in Nebelschwaden, die aus der Namib heranziehen und an der Westflanke des Brandbergmassivs schließlich als Niederschlag ihr Ende finden, zeigt.

In den Tälern des Areals wachsen hauptsächlich Stinkbuscharten, wilde Feigen, sowie Akazien. Darunter ist auch die endemische Brandbergakazie, die mit ihren Wurzeln bis zum Grundwasser vorstoßen kann. Zwischen den Felsen und in den Bäumen flitzen Klippschliefer und Eidechsen häufig hin und her. Je weiter es nach oben geht, desto spärlicher wird jedoch die Vegetation. Dort wachsen dann nur Pflanzen wie der Flaschen- und der Köcherbaum.

Bis heute fand man im Brandbergmassiv fast 45.000 Felsmalereien, die zumeist an Überhängen und in unzugänglichem Gelände verewigt wurden. Sie legen Zeugnis davon ab, dass es hier einmal einen beeindruckenden Tierreichtum sowie künstlerisch begabte Chronisten gegeben hat. Die bekannteste Felsmalerei ist die ca. 45 cm große Weiße Dame (White Lady) umgeben von Jägern mit zeitgenössischen Jagdwaffen sowie von entsprechendem Jagdwild. Sie wurde 1917 von Reinhard Maack entdeckt und muss heute durch ein Gitter vor Vandalismus geschützt werde.
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Skelettküstenpark
Der Skelettküstenpark zwischen dem Ugab Fluss und der angolanischen Grenze liegt im nördlichen Teil der Namib Wüste. Die unberechenbaren Strömungen, die tosende Brandung und starker Nebel ließen hier viele Schiffe kentern und machte die Küste damit zum wohl größten Schiffsfriedhof der Welt. Wer hier überlebte, sah sich jedoch bald mit dem unweigerlichen Tod durch Verhungern und Verdursten in der lebensfeindlichen Küstenwüste konfrontiert. Und so endeten zahlreiche Seefahrerleben hier wodurch die trostlose Küste übersät mit menschlichen und tierischen Skeletten ihren Namen erhielt.

Das 16.000 km² große Naturschutzgebiet ist in zwei Zonen gegliedert. Zum einen in den Skelettküstenpark im Norden und zum anderen in das „Nationales Erholungsgebiet Westküste“ im Süden, das frei zugänglich ist und den Menschen zur entspannten Freizeitgestaltung dient. Besonders Hochseeangler kommen beispielsweise in dem kleinen bunten Feriendorf Hentiesbaai (Henties Bay) an der Mündung des Omaruru Flusses auf ihre Kosten.

Ganz in der Nähe liegt das Cape Cross an dem sich eine bis zu 100.000 Tiere zählende Ohrenrobben- und Zwergpelzrobbenkolonie einfindet. Der portugiesische Seefahrer Diego Cão stellte hier 1486 als erster Europäer ein Padrao (Kreuz) zu Ehren des portugiesischen Königs auf. Die Tiere versammeln sich hier im Zeitraum von Oktober bis November um ihre Jungen zu gebären und lassen sich hervorragend beobachten.
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Waterberg Plateau
Das Waterberg Plateau mit schroffen Sandsteintafelbergen, östlich von Otjiwarongo, erhebt sich heute auf bis zu 400 Metern über das umgebende Flachland. 20 Kilometer breit und 50 Kilometer lang ist das Tafelberg Massiv auf dessen Gipfelebene seit 1972 ein Nationalpark liegt. Wilde Feigenbäume, Feuerlilien und Korallenbäume gedeihen prächtig auf der 400 km² großen Fläche.

Im Waterberg Plateau Park können Sie herrliche Wanderausflüge unternehmen. Ein Soldatenfriedhof zeugt heute von den tragischen Ereignissen der Vergangenheit. Die ehemaligen Siedler des Gebietes - die Herero - wurden 1904 von deutschen Kolonialsoldaten eingekesselt und mussten sich nach blutigen Kämpfen den deutschen Truppen endgültig geschlagen geben. Einige flohen durch die Kalahari Wüste ins benachbarte Botswana, den anderen gelang die Flucht nicht oder sie fanden ihr endgültiges Schicksal in der östlichen heißen Wüstensteppe.

Die vergleichsweise üppig grüne und besonders artenreiche Vegetation und Fauna ist auf die vielen Oberflächenwasser und eine kräftige permanente Quellen zurück zu führen. Vor allem gefährdete Tierarten wie die Säbel- und Tsessebe Antilopen, Kapbüffel, Breit- und Spitzmaul-Nashörner, Rappen- und Pferdeantilopen, sowie Streifengnus finden sich hier zum Trinken ein. Aber auch Giraffen, Leoparden und Geparden, Hyänen und Schakale, afrikanische Wildhunde und Kap-Aasgeier, Dik-Diks, Buschbabies und Klippschliefer können hier Ihren Weg kreuzen. Sogar Dinosaurierspuren und versteinerte Dünen bleiben auf den geführten Wanderungen nicht unentdeckt.
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Khomashochland
Das Khomashochland ist das namensgebende Hochplateau der Khomasregion in dem auch die Hauptstadt Windhoek liegt. Darüber hinaus schließt es zusätzlich den nördlichen Teil der Region Omaheke mit Ausläufern bis in den Ghanzi District in Botswana ein. Am Gamsberg, wo das Khomashochland im Westen des Landes auf die Namib Wüste trifft, fällt es abrupt 1.000 Meter steil ab .Im Osten trifft das Khomashochland auf die Kalahari Wüste.

Die Landschaft dieser Region ist meist grün und bietet ein traumhaftes Panorama, vor allem wenn sich der unendliche Abendhimmel in ein buntes Meer aus Farben hüllt. Die beste Sicht auf den spektakulären Sonnenuntergang haben Sie von der auf 2.150 Metern Höhe gelegenen Amani Lodge.

Sportlich aktive können Sich auf eine geführte Abenteuer-Radtour durch das Khomashochland begeben oder einer Raubtierfütterungen beiwohnen. Die wilden Löwen, Leoparden und Geparden werden liebevoll in großen Freigehegen mit vielen Auslaufmöglichkeiten gehalten.

Wer sich aktiv an der namibischen Wildbestandspflege beteiligen will, der ist auf einer der Jagdfarmen herzlich willkommen. Unter fachkundiger Begleitung eines Jagdführers, können Sie hier sogenannte „Trophäentiere“ erlegen und damit die ortsansässigen Farmer unterstützen.
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Hoba-Meterorit
Auf dem Gelände der „Hoba“-Farm in den Otavibergen, etwa 20 Kilometer westlich von Grootfontein liegt ein sensationeller Fund. Vor circa 80.000 Jahren schlug genau an dieser Stelle mit Abstand der größte Meteorit auf der Erde ein. Schätzungsweise wiegt er zwischen 50 und 60 Tonnen und soll zwischen 190 bis 410 Millionen Jahre alt sein.

Entdeckt wurde er ganz nebenbei beim Pflügen des Bodens. Herbeigerufene Fachleute legten den riesigen Meteorit frei, der von Jacobus Hermanus Brits identifiziert und beschrieben wurde. Der wissenschaftliche Bericht über den Hoba-Meteorit wurde 1920 veröffentlicht und ist heute im Grootfontein-Museum zu sehen.

Heute ruht der Meteorit freigelegt in seinem eigenen Amphitheater und lädt staunende Besucher zum Verweilen ein.
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WEST - NAMIBIA
Namib Naukluft Nationalpark
Sand und Steine, Sonne und Luftspiegelungen, blauer Himmel – oder Sterne, soweit das Auge reicht. Kleinste Käfer wie der Tok Tokkie, der den Küstennebel mit seinem Leib einfängt, um davon zu trinken. Antilopen wie der Gemsbock, dessen Körper sich auf Temperaturen aufheizen kann, die kein anderes Lebewesen überleben würde. Pflanzen wie die weltweit einmalige Welwitschia Mirabilis, die an manchen Standorten schon viele Hundert Jahre alt ist und noch immer wächst. Die Wüste – so weit, so einsam und doch so vielfältig, so vielfarbig und so voller Leben. Trotzdem bedeutet ihr Name „Leerer Platz” bzw. „Ort wo nichts ist”. Alleine die Nord-Süd-Ausdehnung beträgt rund 2.000 Kilometer Länge. Von der Meeresküste aus ragt die Namib etwa 160 Kilometer ins Landesinnere hinein und berührt im Norden die Skelettküste, in der Mitte Walvis Bay und im Süden das für Besucher gesperrte alte Diamantfördergebiet.

Genau hier liegt inmitten der ältesten und viertgrößte Wüste der Welt der Namib Naukluft Nationalpark. Mit einer Gesamtfläche von rund 50.000 km² ist er Namibias größtes Naturschutzgebiet. Jedoch sind nur der kleine Abschnitt nördlich des Kuiseb Flusses, dass 1.000 Meter hohe Naukluftgebirge mit seinen Felswänden und großen Bäumen, das durch Wanderwege (Oliventrail und Waterkloof-Trail) erschlossen ist, sowie das Sossusvlei mit bis zu 325 Meter hohen Dünen für Besucher zugänglich.

Das Gebiet des Namib Naukluft Nationalparks wurde ab 1966 mit dem Erwerb der Farm Naukluft stufenweise unter Schutz gestellt. Viele unvergessliche Schluchten und Bäche, rötlichen Dünen, grandiose Landschaften mit tief eingeschnittenen Flusstälern und schroffen Bergmassiven die sich über die Umgebung erheben, sind charakteristisch für den Nationalpark. Die höchsten Erhebungen erreichen ganze 1.949 Meter.

Nähert man sich dem Massiv von Westen her, wird deutlich, dass die bläulich schimmernden Naukluft Berge eine Linie bilden mit der so genannten Randstufe, die das Hochland zur Namib Wüste hin begrenzt.

Das Gebirge besteht vor allem aus Dolomit- und Kalkgestein, in dem durch Verkarstung ein riesiges unterirdisches Entwässerungs- und Hohlraumsystem entstand. Dort sammelt sich Regenwasser an, das in Form von Quellen und Wasserfällen vor allem entlang der Trockenflussbetten in den Bergen wieder austritt. Das Wasser wiederum ist Lebensgrundlage für eine vielfältige Tier- und Pflanzenwelt, die sich in dem unwegsamen Gebiet nahezu ungestört entwickeln konnte. Der Namib Naukluft Nationalpark ist nicht nur ein Naturschutzgebiet in dem trotz des sehr trockenen und heißen Klimas eine Vielzahl an Schlangen, Geckos, Hyänen, Schakalen, Kudu Antilopen, Springböcken und den dort geschützten Hartmann Bergzebras lebt, sondern auch ein Wanderparadies für Anfänger und Fortgeschrittene.

Die Bergwelt des Naukluft Gebirges können Sie auf zwei eintägigen Wanderrouten erforschen. Der bekannte Naukluft Wanderweg ist etwa 120 Kilometer lang, kann aber auch auf 55 km abgekürzt werden kann. Die Strecke gilt als eine der anstrengendsten Touren im südlichen Afrika, die nur für erprobte Wanderer geeignet ist. Außerdem führt eine anspruchsvolle Geländewagenstrecke durch das Gebiet.
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Sossusvlei
Landschaftlicher Höhepunkt ist das Sossusvlei in den zentralen Dünen-Namib im Namib Naukluft Nationalpark. „Sammelplatz des Wassers“ nannten die Nama den Ort. Die 32.000 km² große Fläche ist ein beeindruckendes, einmaliges und sehr farbenfrohes Werk von Mutter Natur.

Eine Lehmsenke, die sich nach Regenfällen mit Wasser füllt, wodurch ein atemberaubend schöner türkisblauer See entsteht, umgibt die zahlreichen gigantisch hohen, zum Teil unglaublich farbintensiven Sanddünen. Sie erreichen Höhen von bis zu 300 Metern und konnten dank ihrer Stabilität für die Touristen durchnummeriert werden. Düne 7 und 45 sind dabei die beiden höchsten. Eine höhere Sanddüne findet sich an keinem zweiten Ort der Welt.

Letztere begeistert besonders beim Sonnenuntergang und fesselt Sie mit ihrem sensationellen Anblick. Am schönsten zeigen sich die Dünen jedoch früh morgens oder am späten Nachmittag, wenn Licht und Schatten die Landschaft plastischer wirken lässt und der Sonnenstand, die Sand- und Luftfeuchtigkeit die Dünen in den unterschiedlichsten und kräftigsten Farben erscheinen lassen.

Auf keinen Fall dürfen Sie den Aufstieg scheuen, denn nur durch das Steigen erleben Sie die Dünen in ihrem wahren Ausmaß und der Ausblick auf das Sandmeer entschädigt für die Mühe. Im Sossusvlei treffen Sie auf Schilder, die auf zwei weitere sehenswerte Senken hinweisen: Das 'Dead Vlei', eine ausgetrocknete Pfanne mit Lehmschollen und abgestorbenen Kameldornbäumen, und das wenig bekannte, abgelegene 'Nara Vlei'.
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Sesriem Canyon
In der Nähe der Parkeinfahrt zum Sossusvlei hat der Tsauchab River eine etwa zwei Kilometer lange und bis zu 30 Meter tiefe Schlucht in die ungefähr 15 Mio. Jahre alten Ablagerungen aus Sand und Kieselsteinen gegraben. An manchen Stellen misst der Sesriem Canyon nur zwei Meter, wird im weiteren Verlauf dagegen immer ebener und ausgedehnter, um danach ein flaches Flussbett mit Galeriewald zu bilden.

Der Name 'ses rieme' bedeutet, „Sechs Riemen“. Die ersten Siedler benötigten diese sechs Riemen, die sie aus Fellen von Oryxantilopen schnitten und aneinanderknüpften, um hier mit dem Eimer aus der Schlucht Wasser schöpfen zu können
Auch im Sesriem Canyon steht nur Wasser, wenn es zuvor in der Regenzeit im Auffanggebiet des Tsauchab genügend Niederschlag gegeben hat. Dann allerdings kann man in den schlammigen Tümpeln auch baden oder den Canyon der Länge nach durchwandern.

Die permanente Wasserstelle wird zudem von vielen durstigen Wüstentieren besucht. Hier können Sie mit ein wenig Glück Springböcke und Oryx-Antilopen beobachten. Aber auch zahlreiche Vögel kommen hier gerne auf eine kleine Erfrischung vorbei.
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Gondwana Cañon Park am Fish River Canyon
Am Rande des zweitgrößten Canyons der Welt, dem Fish River Canyon, liegt der Gondwana Cañon Park. Plateauberge und weit ausholende Ebenen mit vereinzelten Granit- und Doleritkuppen verleihen ihm seinen landschaftlichen Reiz.
Gelb blühende Köcherbäume zwischen spärlich wachsendem Gras auf weiten, kargen Ebenen bedecken die 1.120 km² große Fläche. Das private Naturschutzreservat stößt an die östliche Grenze des Ai-Ais / Richtersveld Transfrontier Parks und gehört ebenfalls zur biologisch einzigartigen Sukkulenten Karoo, die zu den rund 20 weltweit wichtigsten Biomen mit außergewöhnlichem Artenreichtum zählt. Viele endemische Pflanzen haben sich hier mit großem Einfallsreichtum an das trockene Klima angepasst.

Die einstige Schafzucht die auf dem Weideplatz betrieben wurde, endete mit der Gründung des Parks 1996 um das Gebiet vor Schäden durch die Überweidung zu bewahren. Die ursprünglich heimischen Pflanzen haben sich ihren Raum zurückerobert und die Bestände an Bergzebra, Springbock, Gemsbock und Strauß sind wieder gewachsen. Sogar die hier früher heimische Giraffe konnte wieder angesiedelt werden. Auch typische Tiere der Nama Karoo wie Bergzebra, Kudu und Strauß fühlen sich in dem Gebiet sichtlich wohl.

Noch bis heute sind im Canyon Spuren der Vergangenheit zu sehen. Vermutlich haben einst die Vorfahren der San hier mysteriöse Figuren in den Fels graviert.
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Fish River Canyon
Im Süden von Namibia fließt der 650 Kilometer lange Fish River. Seinen Ursprung hat der in den Oranje mündende Fluss im östlichen Naukluft Gebirge. Besonders eindrucksvoll ist der Canyon am Unterlauf des Fish Rivers.

Durch Wassererosionen und das Einbrechen der Talsohle auf Grund von Bewegungen in der Erdkruste, entstand der Fish River Canyons vor unglaublichen 500 Millionen Jahren. Nach dem amerikanischen Grand Canyon ist er mit einer Tiefe von bis zu 550 Metern der wohl zweitgrößte Canyon der Welt. Die Schlucht windet sich über eine Entfernung von rund 160 Kilometern durch das zerklüftete Koubis-Bergmassiv bis hinunter nach Ai-Ais wo der Fish River auf den Oranje trifft. Er durchschneidet eine schier endlose, steinige, von Braun- und Beige-Tönen dominierte Halbwüste, in der das Auge nur ab und zu an grünen Euphorbien oder großen Köcherbäumen hängen bleibt .Eine 25 Kilometer lange Aussichtsstraße führt am Ostrand entlang und bietet einen einmaligen Blick über dieses atemberaubende Naturwerk.

In den kühleren Wintermonaten zwischen Mai und August können gut trainierte 86 Kilometer lange Wanderungen durch den Canyon unternehmen. Ebenso reizvoll ist ein Marsch durch den westlich gelegenen privaten "Canyon Nature Park" oder den östlich angrenzenden "Gondwana Cañon Park".

Am Südende des Canyons befindet sich das Thermalbad Ai-Ais, zu Deutsch „heißes Wasser“. Aufgrund seiner 60°C heißen Quellen die eine entspannende Wirkung haben, ist es zu einer wahren Oase der Erholung geworden. Reich an Fluoriden, Sulfaten und Chloriden sollen die Bäder bei Rheumaerkrankungen und Nervenleiden helfen. Mittlerweile hat Ai-Ais ganzjährig geöffnet, allerdings ist von einem Besuch in den Sommermonaten (Oktober bis März) abzuraten, da es dort sehr heiß werden kann.
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Maltahöhe
Rund 110 Kilometer westlich von Mariental liegt der verschlafene Ort Maltahöhe Er ist nach Malta, der Ehefrau des Schutztruppen-Offiziers Henning von Burgsdorf benannt, der hier um die vorherige Jahrhundertwende einen Posten der Schutztruppe errichtete. Heute kümmern sich die rund 2.000 Einwohner um die Versorgung der umliegenden Farmen.

Im 1907 gegründeten Maltahöhe Hotel - Namibias ältestem Landhotel - gibt es eine beliebte Bar mit deutschem Flair. Das Restaurant serviert deftiges Essen.

Am Westrand des Ortes liegt der Oahera Art Markt, in dem Besucher bei der Herstellung von Kunsthandwerk der dort lebenden Nama zuschauen können. Neben den ortstypischen Arbeiten werden Souvenirs aus anderen Regionen Namibias angeboten.
Weitere Attraktionen sind die Ortsrundfahrt in der Eselskarre, auf Wunsch auch in die nahe gelegene Siedlung der Nama, ebenso wie der vor Lebensfreude und Stimmgewalt trotzende Chor der Schule in Maltahöhe, der traditionelle Lieder und Tänze der Nama präsentiert - allerdings nur vor größeren Gruppen und bei vorheriger Buchung.

80 Kilometer südwestlich von Maltahöhe finden Sie das skurrile Schloss Duwisib. Es strahlt schon etwas Exzentrisches aus – dieses burgartige Herrenhaus inmitten der hügeligen afrikanischen Landschaft südwestlich von Maltahöhe. Schloss Duwisib wurde 1908 von dem ehemaligen preußischen Aristokrat und Schutztruppler Baron Hansheinrich von Wolf und seiner amerikanischen Frau Jayta erbaut.

Bis auf den Sandstein verschiffte man alle Baumaterialien und Möbel von Europa nach Lüderitz und karrte sie von dort per Ochsenwagen durch die Wüste nach Duwisib. Um 1908 vollendete ein Berliner Architekte das Gebäude. Darüber hinaus kaufte Von Wolf im Laufe der folgenden Jahre erhebliche Ländereien zusammen und betrieb Pferdezucht. 1914 war das Ehepaar auf dem Weg nach Europa, um weitere Zuchtpferde zu erwerben, als der Erste Weltkrieg ausbrach. Auf Umwegen gelang es von Wolf schließlich sich nach Deutschland durchzuschlagen, wo er sich zum Militär meldete. Er fiel im September 1916 in der Schlacht an der Somme in Frankreich. Seine Frau Jayta kehrte nicht mehr nach Südwestafrika zurück, sondern zog nach München.
Das Schloss wurde 1979 vom Staat erworben, restauriert und ist heute ein Museum. Es ist sehr gut erhalten und ermöglicht auf einem Rundgang unter anderem die Besichtigung des Rittersaals, des Esszimmers, eines Biedermeier-Zimmers sowie der Privaträume der ehemaligen Besitzer mitsamt erhaltener Exemplare des alten Mobiliars.
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Tirasberge und der Tirasberge Nationalpark
Rund 20 Kilometer westlich von Helmeringhausen liegen die Tirasberge mit dem dazugehörigen Tirasberge Nationalpark der sich insgesamt über eine Fläche von 125 km² erstreckt. Diese Schotterstraße von Aus wird oft als schönste Nebenstraße Namibias bezeichnet. Sie durchquert eine weite offene Landschaft, in der sich auf der einen Seite des Weges die fernen roten Dünen der Namib erstrecken, während auf der anderen Seite die hohen Tirasberge mit der bergigen Landschaft des Roiirand (Rotrand) und den nördlich anschließenden Tsarisbergen, in den blauen Himmel ragen. Richtung Südosten hingegen grenzen Sie an eine Savannen- und Sukkulentensteppe.

Aber nicht nur vier verschiedenen Landschaften treffen hier aufeinander sondern auch vier Vegetationszonen. Die Region erhält, wie der tiefe Süden des Landes, auch im namibischen Winter (Juni bis August) Regen. Deshalb hat sich hier eine für Biologen sehr interessante und nahezu einmalige Tier- und Pflanzenwelt entwickelt.

Touristische Angebote des Nationalparks reichen von Trekking-, Dünen-, und Sukkulenten. Bis hin zu Buschmannstouren. Auf letzterer erkunden Sie die Wohnstätten der Buschmänner auf eigene Faust.
Eine weitere Möglichkeit die Gegend und vor allem das Leben der Farmer in den Tirasbergen kennen zu lernen besteht auf einer Farmrundfahrt. Auf dieser erklärt man Ihnen im Laufe eines Tages die Besonderheiten des Lebens auf einer solchen Farm. So erhalten Sie neben den verschiedensten Eindrücken in erster Linie relevante und zudem auch fundierte Informationen von den Besitzern übermittelt.
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OST - NAMIBIA
NamibRand Nature Reserve
Rote Dünen, weite Ebenen und schroffe Berge formen die stille Landschaft zwischen der unwirtlichen Namib Wüste und dem Randstufengebiet des Hochlandes. Hier hinein pinseln die Jahreszeiten sanfte Farbtupfer – manchmal weiß-gelbes, manchmal hellgrünes Gras. Eine traumhafte Landschaft für Naturliebhaber und Fotografen.

In diesem Gebiet liegt das NamibRand Naturschutzreservat, das größte private Naturschutzgebiet Namibias mit einer Fläche von fast 200.000 Hektar. Es grenzt im Westen an den Namib Naukluft Park und im Osten an die Nubib Bergkette.
Bevor das ehemals kommerzielle Farmland 1984 von einem bekannten Windhoeker Geschäftsmann erworben wurde, war es schonungslos ausgebeutet worden. Die Wunden sind gut vernarbt. Wenn man sich heute in dem Wüstenreservat bewegt, trifft man wieder auf große Springbock-Herden, auf viele Gemsböcke und Strauße.

Im Park werden Rundfahrten und Ballonfahrten angeboten. Außerdem kann man mehrtägige, geführte Wanderungen unternehmen ('Tok Tokkie Trails'), die Fauna und Flora der Wüste in unnachahmlicher Art nahe bringen.
Städte

Zentral - Namibia
Windhoek
Windhoek, die Hauptstadt Namibias ist mit seinen 250.000 Einwohnern die größte Stadt des Landes und wirtschaftliches und politisches Zentrum zugleich. „Windecke“ wie die deutsche Übersetzung lautet, wurde 1840 gegründet. Sie liegt auf 1.650 Metern Höhe malerisch in einem Talkessel, gesäumt von den Erosbergen im Norden und den Auas Bergen im Süden. Nach Westen hin erstreckt sich das Khomas Hochland in Richtung Namib Wüste und Küste. Aber nicht nur Wind, sondern auch Dampf gab es hier einmal. Die Herero bezeichnen die Stadt deswegen "Otjomuise", „Ort des Dampfes“, was bezeugt, dass hier einmal Thermalquellen sprudelten.

Windhoeks Stadtzentrum erstreckt sich entlang der Independence Avenue, die östlich von Hügelketten umgeben wird. Trotz der kosmopolitischen Atmosphäre mit modernen Bauten, erinnert die Architektur noch immer an die deutsche Kolonialzeit. Auch der sprachliche und kulturelle Einfluss ist noch in vielen Bereichen sichtbar. So wird in deutschen Restaurants deutsches Brot, Wurst und Bier angeboten, es gibt den deutschen Karneval und man verständigt sich noch zum Teil auf Deutsch.

Sehenswert ist die neugotische Christuskirche des Architekten Gottlied Redecker im historischen Zentrum von Windhoek. Das Wahrzeichen der Stadt mit einem 24 Meter hohen Kirchturm wurde im Jahr 1910 nach Ende der blutigen Kriege zwischen den deutschen Kolonialmächten, den Hottentotten, den Herero und den Ovambo, als Friedenskirche eingeweiht. Heute ist die mit besonders schönen Kirchenfenstern im Altarraum sowie drei harmonisch klingenden Kirchenglocken ausgestattete Sehenswürdigkeit zur Besichtigung freigestellt.

Der von einer Parkanlage umgebene "Tintenpalast", stammt vom selbigen Architekten. Seinen Namen erhielt das ehemalige deutsche Verwaltungsgebäude in Anlehnung an die vielen Schreiberlinge und ihren hohen Tintenverbrauch. Heute ist der 1913 errichtete Tintenpalas Sitz des namibischen Parlaments, der Nationalversammlung und des Nationalrats.

Die „Alte Feste“ wurde von der deutschen Schutztruppe errichtet, um den Frieden zwischen den sich bekämpfenden Namas und Hereros herzustellen. Heute beherbergt das Gebäude das namibische Nationalmuseum. Es ist das größte Naturkundemuseum des Landes mit naturwissenschaftlichen und zoologischen Ausstellungen.

Direkt neben der alten Feste steht ein stark diskutiertes Standbild. Der Südwester Reiter, ein fast 10 Meter hoher überlebensgroßer, uniformierter Schutztruppenreiter nebst Pferd aus Bronze erinnert hier an die Kolonialkriege des deutschen Kaiserreichs gegen die Herero und Khoi Khoi von 1903 bis 1907. An der Vorderseite erinnert eine Gedenktafel an die vielen deutschen Kriegsopfer.

Darüber hinaus gibt es in Windhoek außerdem die drei Stadtburgen Sanderburg, Schwerinsburg und Heinitzburg zu sehen. Letztere wurde zu einem Luxushotel umgewandelt, in dem Sie sich kulinarisch verwöhnen und das Panorama der Stadt genießen können. Die „Schwerinsburg“ des Grafen von Schwerin ist die größte der drei Stadtburgen. Sie wurde von einem einstigen Signalturm in ein romantisches Schloss verändert.
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Swakopmund
Die „deutscheste Stadt“ Namibias, Swakopmund hat etwa 30.000 Einwohner und liegt zwischen Dünen und Wüste nahe der Mündung des Flusses Swakop.

Trotz der flachen Gewässer und der ungeschützten Bucht erlangte Swakopmund während der deutschen Kolonialzeit als Hafenstadt an Bedeutung. Somit ist die Architektur auch weiterhin durch viele Kolonialbauten geprägt. Zu nennen sind hierbeispielsweise das Hohenzollernhaus, die Pionierkaserne und das Woermannhaus.

Letzteres ist ein Wahrzeichen aus dem Jahre 1905. Das ehemalige Handelshaus mit seinem 25 Meter hohen Damara-Turm und seinem von Arkaden gesäumten Innenhof ist heute Standort der städtischen Bibliothek, einer Kunstgalerie und dem Büro des Namibia Wildlife Resorts. Ebenfalls sehenswert sind das Marinedenkmal und die beiden Gerichtsgebäude.

Dank ihres angenehmen Küstenklimas ist Swakopmund ein beliebtes Strandbad mit zahlreichen Attraktionen. Abgehärtete Schwimmer, erfrischen sich hier im kalten Südatlantik. Neben den diversen Bademöglichkeiten bietet Swakopmund jedoch auch dem Kunst- und Kulturfreund viel Sehenswertes.

Wer sich nicht selbst in das knapp 15°C kalte Wasser wagen will, besucht einfach das Meeres-Aquarium in Swakopmund. Seit 1994 besteht die vom damaligen Präsidenten San Nujoma gegründete Attraktion in dem Sie die Meeresbewohner durch einen gläsernen Tunnel beobachten können Hier werden hungrige Haie zu Tisch gebeten.

Das Swakopmund Museum zeigt Exponate zur Archäologie, Mineralogie, Botanik, deutscher Kolonialgeschichte sowie der Ur- und Frühgeschichte. Ergänzt wird die Ausstellung durch eine Dokumentation über die Menschen Namibias. In unmittelbarer Nähe, steht ein Leuchtturm wie man ihn von der Nordseeküste her kennt.92 Stufen führen hinauf auf die Aussichtsplattform. Hier werden Sie mit einer tollen Aussicht belohnt.

Der ehemalige Bahnhof von Swakopmund in wilhelminischem Klassizismus atmet noch das stilistische Flair der deutschen Kolonialzeit. Er wurde zu einem Gebäudekomplex umgewandelt, in dem ein Luxushotel, Geschäfte, ein Pub sowie ein Spielkasino untergebracht sind.

In der neobarocken Kirche der Deutschen Lutherischen Gemeinde finden jeden Sonntag Gottesdienste in deutscher Sprache statt.
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Tsumeb
Tsumeb, im bekannten Otavi Dreieck - welches das Gebiet zwischen den Orten Tsumeb, Otavi im Südwesten und Grootfontein im Südosten bezeichnet - gehört zu den reichsten Städten in ganz Namibia.
Dank der relativ hohen Niederschläge ist die Region für den Betrieb von Ackerbau geeignet und erstrahlt in einem satten Grün. Ein wahrer Hingucker sind die zahlreichen, im Frühjahr aufblühenden violetten Jacaranda Bäume, die das Bild der Stadt in dieser Zeit prägen. Weltweit ist Tsumeb deswegen auch unter dem Namen „Gartenstadt“ berühmt.

Die Menschen der 15.000 Einwohner zählenden Stadt betreiben Bergbau. Bereits die Buschmänner entdeckten in einem Malachit Hügel Kupfer, das sie gegen Tabak eintauschten. Heute wird zudem Blei, Silber, Zink und Cadmium gewonnen. Rund 217 verschiedene, zum Teil seltene Minerale konnten bereits identifiziert werden. Nirgends auf der Welt gibt es bislang eine solche Vielfalt. Informationen zu diesem Thema gibt es im heimatkundlichen Museum von Tsumeb.
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Okahandja
Etwa 70 Kilometer nördlich von Windhoek liegt Okahandja. Die Handelsstadt am Flussbett des Okakango Rivers zählt rund 200.000 Einwohner.

Die Entstehung von Okahandja ist auf eine Rheinische Missionsgesellschaft zurück zu führen, die 1872 eine Station zur Missionierung und Befreiung der hier siedelnden Hereros gründete. Bereits im 19. Jahrhundert befand sich hier eines der wichtigsten, traditionellen Stammeszentren der Herero. Auf dem Friedhof in der Nähe der Missionskirche liegen die Stammeshäuptlinge Tjamuaha, Maharero, Samuel Maharero, Hosea Kutako sowie der 1978 ermordeten Herero-Führer Clemens Kapuuo begraben.
Namibia, Windhoek NamibiaZu ihrem Gedenken und in Erinnerung an die Ahnen und die Schlacht am Waterberg finden hier alljährlich am letzten Sonntag vor dem 26. August farbenprächtige Festlichkeiten mit beindruckenden Festumzügen statt. Die Herero Frauen können Sie an diesem Tag in voluminösen viktorianischen Kleidern und ihren typischen Kopfbedeckungen sehen, die an Rinderhörner erinnern.

Touristisch gesehen ist Okahandja ansonsten wenig unterhaltsam. Interessanter wird es rund 25 Kilometer weiter südwestlich. Dort befindet sich eine einstige Missionsstation, die 1975 zum Thermalbad "Gross Barmen" (Otjikango) umgebaut wurde. Aus einer Tiefe von 2.500 Metern strömt 65 Grad Celsius heißes Heilwasser in ein Innen- und ein Außenbecken.
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Walvis Bay (Walvisbaai)
Im Jahre 1793 gründeten die Kap Holländer die Stadt Walvis Bay, zu Deutsch Walfischbucht. Sie liegt rund 30 Kilometer südlich von Swakopmund und ist vor allem für die Produktion von Meersalz bekannt, das auf den 3.500 Hektar großen Salzfeldern gewonnen wird. Ebenso der moderne, recht geschäftige Hafen wird häufig mit der Stadt verbunden. Hier können Sie entspannt flanieren und sich selbst in einem der Restaurants von der Qualität der frisch gefangenen Fische, Langusten und Austern überzeugen.

Weitere Attraktionen in Walvis Bay sind das heimatkundliche Museum im Civic Centre, die 1880 errichtete hölzerne Rheinische Missionskirche, sowie das Birdlife Information Centre, indem Sie einen ausführlichen Einblick in die Welt der hier ansässigen Vögel bekommen. In Natura können Sie die Tiere in der riesige natürliche Lagune Sandwich Harbour beobachten. Zu den rund 120.000 Vögeln - unter ihnen Pelikane und die farbenfrohen Flamingos - kommen jährlich bis zu 200.000 Zugvögel.
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Gobabis
Am Rande der Kalahari, etwa 200 Kilometer östlich von Windhoek liegt Gobabis, dass Zentrum der Omaheke Region und eine der ältesten Städte in Namibia. Wegen des reichen Elefantenvorkommens wurde die hier sprudelnde ergiebige Quelle von den Nama Goabes genannt, was so viel heißt wie „Elefantenhausen“. Die endlose Grassavanne mit Akazienbüsche und Kameldornbäume wird aber auch als "Sandveld“ bezeichnet. Es ist traditionelles Siedlungsgebiet der Herero und vieler Überlebender des Dramas am Waterberg.

So reichen die Anfänge von Gobabis bis in das Jahr 1856 zurück. Zu dieser Zeit errichtete die Rheinische Missionsgesellschaft eine Station die 1880 zerstört und aufgegeben wurde. Dennoch kam es immer und immer zu blutigen Auseinandersetzungen zwischen den Herero und den im Süden angesiedelten Nama. Zum Schutz der Einwohner wurde 1895 ein Schutzvertrage aufgelegt um Ruhe in die Region zu bringen. Jedoch gelang dies erst in den folgenden Jahrhunderten.
Heute werden von Gobabis die rund 800 umliegenden Farmen, von denen viele von deutschstämmigen Eigentümern betrieben werden, versorgt.
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Otjiwarongo
Etwa 250 nördlich von Windhoek und 50 Kilometer westlich des Waterberg Massivs liegt eingebettet in gepflegte Grünanlagen die wohlhabende Stadt Otjiwarongo. Ihren Beinamen "Platz der fetten Kühe" verdankt sie den vielen Niederschlägen, die eine hervorragende Rinderzucht auf den fruchtbaren Böden gewährleisten. Diese sind so mineralreiche weil sie alle aus verwittertem, vulkanischem Granitgestein entstanden sind. Somit kann Otjiwarongo die umliegenden Farmen bestens versorgen.
Am Ostrand der Stadt liegt eine besondere Art von Farm die damit die wohl interessanteste Attraktion der Stadt ist. Es handel hierbei um die einzige Krokodilzuchtfarm in ganz Namibia. Da niemand mehr möchte das die Reptilien in der freien Wildbahn um Schuhe und Handtaschen willen erlegt und unkontrolliert dezimiert werden, wurde mit dem kommerziellen "Anbaus" auf Farmen begonnen. Somit haben Sie genug Zeit und Ruhe um das große, afrikanische Nilkrokodil aus unmittelbarer Nähe anzuschauen und zu fotografieren. Gerne werden Ihnen hier auch die Arbeit auf der Farm, die Zuchtmethoden und -zwecke von den Mitarbeitern nahe gebracht.

Auch die Farm Okonjima - rund eine Autostunde südwestlich von Otjiwarongo - ist eine Attraktion der Stadt. Hier können Sie Geparden und Leoparden direkt von Angesicht zu Angesicht begegnen. Ebenfalls betreibt der Cheetah Conservation Fund (CCF), der sich speziell für den Erhalt der Geparden einsetzt in der Gegend ein Informationszentrum.

Nachdem Otjiwarongo 1907 an die Eisenbahnlinie Otavibahn angeschlossen wurde, begann ein Wachstum, welches rasanter nicht hätte sein können. Bis heute erinnert die vor dem Bahnhof von Otjiwarongo stehende alte Dampflok, die 1912 von der Firma Henschel in Kassel gebaut wurde, an alte Zeiten. Einst verkehrte sie auf der Bahnlinie zwischen Swakopmund und Otavi. Jetzt ist sie vor allem für die Touristen ein Anziehungspunkt der ganz besonderen Art.

Eine weitere Attraktion der Stadt ist das Kunstmuseum ETANENO, etwa 50 Kilometer von Otjiwarongo entfernt. 1999 gründeten es die Architekten Erwin Gebert und Alfonso Hüppi mitten im Buschland. Auf der einstigen Rinderfarm treffen sich jährlich eine oder zwei Künstlergruppen für vier Wochen zum Arbeiten. Die Werke werden anschließend auf der Farm gezeigt bevor sie später in den Besitz des Museums für Neue Kunst in Freiburg und die Nationalgalerie in Windhoek übergehen.
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Süd-Namibia
Lüderitz
Lüderitz, die erste deutsche Handelsniederlassung Namibias liegt am Rande der Namib Wüste und zählt heute etwa 20.000 Einwohner. Das kleine Städtchen wurde auf den nackten Granitfelsen gebaut und ist den oft stürmischen Atlantikwinden ausgeliefert wie kein anderer Ort des Landes. Dem Betrachter wird ein überaus bizarrer Anblick geboten. So wird das nostalgische Lüderitz auf der einen Seite vom Meer, auf der anderen Seite von Wüste umgeben. Die Stadt selbst besteht zum größten Teil aus bunten, liebevoll gepflegten Jugendstilhäusern der wilhelminischen Kaiserzeit.

Die Fischerei spielt in Lüderitz eine große Rolle. Durch den kalten Benguela Meeresstrom und den Plankton sowie das saubere Gewässer, konnte eine gute Austern, Langusten- und Fischzucht aufgebaut werden. Auch wenn die Stadt deswegen keine einladenden Bademöglichkeiten hat, gibt es in Lüderitz dennoch viel zu sehen.

Im Friedrich Eberlanz Mueum sind private Fotos und Erinnerungsstücke ausgestellt, die die geschichtliche Entwicklung der Stadt erzählen. Hier erfahren Sie im archäologischen und völkerkundlichen Teil Wissenswertes über die Geschichte der Stadt sowie den Diamantenabbau, der in dieser Region auch heute noch stattfindet.

Auf „Shark Island“, der Haifisch Insel, erinnert eine Bronzeplatte an den verschollenen Gründer Adolf Lüderitz. Zugleich haben Sie von hier aus eine wundervolle Aussicht auf die Stadt und den Hafen.

Der höchste Punkt von Lüderitz ist jedoch das bekannte Wahrzeichen der Stadt. Die evangelisch-lutherische Felsenkirche in neugotischem Baustil wurde hier im Jahre 1911 auf dem Felsens errichtet. Eine relativ neue Attraktion der Stadt ist die Waterfront, der Hafen mit zahlreichen Läden und Restaurants. Für wenig Geld gibt es hier besonders hervorragende Meeresfrüchte, fangfrischen Fisch, Muscheln, Austern und Hummer. Wert ist es auch eine Fahrt über die Lüderitz Halbinsel - ein Naturschutzgebiet mit zahllosen kleinen verträumten Buchten und unberührten Stränden - einzuplanen. Um eine Lagune herum finden sich hier zahlreiche Flamingos und viele andere Vögel ein. Dieses Gebiet können Sie auf geführten Wanderungen erkunden. Am schönen Agate Beach, 8 Kilometer nördlich der Stadt, können Sie hingegen herrliche Strandspaziergänge machen.
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Keetmanshoop
Keetmanshoop (zu deutsch: Keetmans Hoffnung) liegt etwa 500 km südlich der Hauptstadt Windhoek, unweit einer Nama-Siedlung. Sie wurde 1866 als Missionsstation gegründet und erhielt ihren Namen vom deutschen Kaufmann und Bankier Johann Keetman, der der Stadt sein gesamtes Vermögen überschrieb. In der Stadt leben rund 20.000 Einwohner.

Im Nordosten, etwa 13 Kilometer vom Stadtzentrum entfernt, liegt auf der privaten Farm Gariganus eines der Köcherbaumwälder. Die bis zu neun Meter hohen Baumgruppen stehen seit über 53 Jahren unter Naturschutz.

Die alte Kirche aus Bruchsteinen beherbergt heute ein Museum, das sich der Gründungsgeschichte der Stadt und dem Nama-Stamm widmet. Im Kaiserlichen Postamt befindet sich heute die Touristeninformation.
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Aus
Wer einen kleinen Abstecher nach Aus macht wird nicht enttäuscht. Die sanft geschwungenen, in Pastelltöne getauchten Ebenen umgeben die dunkel herausragenden Berge wie vom Wind herangewehter Schnee. Vor allem Pferdeliebhaber sollten diesen Ort auf ihrer Reise aufsuchen.

Hier, rund 120 Kilometer östlich von Lüderitz gelegen, lebt eine große Herde von Wildpferden, die sich an die extrem harten Lebensbedingungen in der Wüste angepasst haben. Man fand heraus, dass die Pferde aus der südafrikanischen Kavallerie entstammen und im Kampf gegen die Deutsche Schutztruppe eingesetzt wurden. Ein deutscher Fliegerangriff versetzte die Tiere in Panik und sie flüchteten in die Wüste ohne jemals wieder eingefangen zu werden. Von der überdachten Wasserstelle Garub können Sie die Pferde vor der Kulisse der weiten Namib Wüste aus beobachten.

Nach der Kapitulation der deutschen Truppen im Ersten Weltkrieg unterhielt die südafrikanische Armee hier außerdem ein Konzentrationslager ,unter anderem für rund 1.550 deutsche Kriegsgefangene. Das Gelände dieses ehemaligen Konzentrationslagers steht heute als Nationales Denkmal der Öffentlichkeit zur Besichtigung frei.
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Kolmanskop
Nicht weit von der Stadt Lüderitz entfernt liegt die weltbekannte Geisterstadt Kolmanskop. Benannt wurde sie von Coleman, der 1905 mit seinem Ochsenkarren in den Dünen stecken blieb. Nur drei Jahre später begann der Diamantenrausch im angrenzenden Lüderitz und alle suchten ihr Glück in der kargen Wüste.

Schnell entwickelte sich das heutige Kolmanskop zu einer Vorzeigesiedlung der Extraklasse. Innerhalb kürzester Zeit wurde die Sandwüste - eigentlich eine lebensfeindlichen Region - in einen Ort mit Kasino, Schule, Krankenhaus und exklusiven Wohnhäusern verwandelt.

Bis zum ersten Weltkrieg wurden mehr als 1.000 Kilo Diamanten gefunden. Nachdem sich die Region weiter südlich bei Oranjemund als bessere Region mit einem erheblich größeren Diamantenvorkomen ergab, wurde Kolmanskop schlagartig zur Geisterstadt.

Nur noch zerfallene Gebäude, in deren Räumen der Sand mittlerweile meterhoch liegt erinnern an die einstige Existenz dieses Ortes. Wind zerrt an den hölzernen Fensterläden, Türen und Dachbalken. Rostige Wasserleitungen und Schienenstränge laufen ins sandige Nichts und durch zerbrochene Fenster, Dachlücken und Löcher in den Wänden, zeichnet die Sonne bizarre Bilder aus Licht und Schatten. Täglich finden jeweils morgens um 9:30 und 10:45 Uhr einstündige Führungen durch Kolmanskop statt.
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Mariental
260 Kilometer südlich von Windhoek liegt die kleine Stadt mit dem bezaubernden Namen Mariental. Unter dem 1962 errichteten Hardap Stausee der den Fish River aufstaut, werden Melonen, Luzerne, Wein und Mais angebaut, die vor allem für die Versorgung der umliegenden Farmen und Nama Gemeinden bedacht sind. Er ist mit einer Kapazität von 300 Mio. Kubikmeter Wasser sogar der größte Stausee des Landes.

Mittlerweile wird der Stausee auch für touristische Zwecke verwendet. So ist er ein beliebtes Wassersportrevier zum Schwimmen und Windsurfen. Das Naherholungsgebiet mit einem kleinen Natur- und Wildschutzgebiet von rund 20.000 Hektar Größe ermöglicht herrliche Wanderungen auf denen Sie sowohl verschiedene Antilopenarten wie Springbok, Oryx, Kuhantilope und Kudu, als auch Strauße, Bergzebras, Spitzmaul-Nashörner und eine reiche Vogelwelt sehen können. ebenso für Angler ist der Hardap Stausee ein idealer Ort.
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Nord-Namibia
Katima Mulilo
Katima Mulilo zählt als eine der wohl schönsten und zugleich auch bedeutendsten Städte in Namibia. Sie ist Hauptstadt und Versorgungszentrum der Region Caprivi und grenzt unter anderem an das Südufer des Flusses Sambesi. Sambia, Angola und Botswana liegen in unmittelbarer Nähe.

Ein besonderer Unterschied zu anderen namibischen Städten ist das typisch afrikanische Flair. Einflüsse aus der deutschen Kolonialzeit sind hier kaum spürbar. Ein Ausflug zu den bekanntesten, spektakulären Victoria Wasserfällen in Simbabwe ist nur ein Katzensprung.
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Rundu
Je nördlicher Sie fahren, desto afrikanischer wird die Landschaft des Landes. Das Buschland wird dichter und grüner und die Bäume zahlreicher. In diesem ursprünglichen Gebiet, 1.095 Meter über dem Meeresspiegel auf einer landschaftlich reizvollen Anhöhe des Südufers des Okavango, liegt das kleine Städtchen Rundu. Nach Windhoek ist die rund 70.000 Menschen zählende Stadt die zweitgrößte Stadt Namibias.

Rundu blickt auf eine Vergangenheit die zeitweise von den verschiedensten Kämpfen geprägt wurde, zurück. Während der Unabhängigkeitskämpfe war die Stadt einst ein Stützpunkt der südafrikanischen Streitkräfte und ist heute zugleich Distrikthauptstadt und Versorgungszentrum der Kavango Region.

Die dort stehenden runden, strohgedeckten Hütten aus Lehm bewohnen geschickten Kavango, die für ihre Holzschnitzereien bekannt sind. Sie stammen ursprünglich aus Angola und viele wanderten während des Bürgerkrieges nach Namibia ein. Mittlerweile lebt die Volksgruppe wieder auf beiden Seiten des Okavango Flusses.

Die Stadt verfügt zwar über keine Attraktionen, dennoch sind alleine die grandiosen Sonnenuntergänge über dem Okavango einen Besuch wert.
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Opuwo
Im Nordwesten von Namibia liegt Opuwo, das Tor zum Kaokeveld. Bis heute hat sich der hier lebende Himba-Stamm seine Identität und Kultur bewahren können.

Unweit von Opuwo entfernt liegen die sehenswerten, weltbekannten Epupa Wasserfälle die sich so hervorragend für einen Tagesausflug eignen. Genießen Sie hier das Ambiente und das Flair welches von der imposanten Naturkreation ausgeht und die Wasserfälle zu einem attraktiven Ziel macht. Denn der Name ist Programm. In der Sprache der Herero bedeutet „epupa“ nämlich „fallendes Wasser“. Es gibt einen großen Haupt-Wasserfall und daneben viele kleinere Exemplare, die zu Fuß mehr oder weniger zugänglich sind. Direkt an den Fällen verkauften Himba selbstgemachte Ketten und Puppen.

Beeindruckend ist auch das imposante Panorama der Joubertberge, die sich am Horizont der Stadt gen Himmel türmen.
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Outapi
Ein attraktives Reiseziel ist das Städtchen Outapi. Es liegt in der Nähe der weltbekannten Ruacana Wasserfälle, die eines der wohl schönsten Schauspiele der Natur sind. Hier stürzt sich der Fluss Kunene - dessen Verlauf die Grenze zwischen Namibia und Angola bildet - auf spektakuläre Art und Weise 120 Meter in die Tiefe.

Die beste Reisezeit für einen Besuch der Ruacana Wasserfälle liegt in der Regenzeit, wenn das Hochwasser ansteigt und sich die Wasserfälle dann in ihrer vollen Schönheit entfalten. Abhängig von der Jahreszeit und Tageslage ergibt sich Ihnen die Möglichkeit einen Spaziergang um die Wasserfälle zu machen, die Sie mit einem Besuch der traditionelle Himba-Dörfer verbinden sollten. Den interessanten Tag können Sie dann mit einem farbintensiven Sonnenuntergang ausklingen lassen.
Südlich von Outapi können Sie sich über das Leben des Königs der Uukwaluudhi und seinem Volk informieren.
 
Wissenswertes von A - Z

Amtssprache
Die offizielle Amtssprache des Landes ist Englisch, vereinzelt wird auch Deutsch gesprochen.
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Aktivitäten
Abseiling, Fallschirmspringen, Paragliding, Heißluftballonfahrten, Klettern
Wie wäre es Namibia ein Mal von Oben zu sehen? Aufgrund der hervorragenden Witterungsverhältnisse mit klarer Luft, blauem Himmel und den vielen Tagen im Jahr, an denen die Sonne scheint, werden Ihnen die verschiedenen luftigen Erlebnisse bestimmt gefallen.
So können Sie zum Beispiel die Wüste Namib auf einer Fahrt vom Heißluft Ballon aus bestaunen und die Weite der Landschaft in vollen Zügen genießen.
Etwas mutigere Besucher dagegen sollten einen Paraglidingausflug entlang der Küste unternehmen oder über Land und See aus 3000 Metern Höhe Fallschirmspringen. Während Ihres Gleitflugs mit dem Schirm haben Sie den besten Ausblick auf die atemberaubende Landschaft der Umgebung.
Spektakuläre Ausblicke bekommen Sie ebenso bei einem Abseiligausflug oder dem traditionellen Bergsteigen. Geeignete Orte dafür sind beispielsweise die Spitzkoppe zwischen Windhoek und Swakopmund, die auch als das namibische Matterhorn bekannt ist. Die nahezu senkrecht verlaufenden, tiefen Schlote sind einer der beliebtesten Anlaufstellen für Wanderer und Kletterer. Fitte Bergsteiger können sich auf den Brandberg wagen und das überaus faszinierende Gebiet zu erkunden.
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Angeln
Namibia ist ein wahres Paradies für Süßwasserangler und Fliegenfischer zugleich. Für das Süßwasserangeln eignen sich Namibias Dämme im Inland besonders gut. Fliegenfischer hingegen kommen an den Ufern des Sambesi und des Chobe auf ihre Kosten.
Der gewöhnliche Angelfreund hingegen wird zur Angelsaison an den Strand gelockt und kann inmitten einer friedlichen Atmosphäre und mit Blick auf die bemerkenswerte Küste des Landes fischen.
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Duneboarding
Namibia ist natürlich prädestiniert für den Sport in den sandigen Dünen zwischen Swakopmund und Walvis Bay. Hier gibt es Möglichkeiten das Quadbiking und Duneboarding zu probieren. Besonders das Dune- bzw. Sandboarding gibt Ihnen den unvergleichlichen Nervenkitzen, denn die Boards können Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 80 km/h erreichen.
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Golf
Auch in Namibia wird Golf gespielt. In der klaren Luft des Morgens oder im weichen Licht des späten Nachmittags werden Sie hier ein unvergleichliches Erlebnis haben.
Direkt am Stadtrand von Windhoek liegt der Windhoek Country Club mit einen 18 Loch Golfplatz.
Etwa 10 Kilometer von Swakopmund entfernt hat Rossmund, ein Rasenplatz am Rande der Namib Wüste, für Golfbegeisterte geöffnet. Von hier aus können Sie erste Springbock-Herden durch die Wüste hüpfen sehen.
Darüber hinaus verfügt die kleine Oase Hentiesbaai (Henties Bay) über einen ungewöhnlichen 9 Loch Golfplatz.
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Höhlentauchen
Wer während seines Urlaubs ein Mal Höhlentaucher sein möchte, der sollte sich zum größten unterirdische See aufmachen.
Dragons Breath . so der Name dieses Ortes - befindet sich auf der Farm Harasib. Qualifizierte und erfahrene Taucher nehmen Sie hier auf einen Tauchgang mit.
Unweit von Dragons Breath liegt die Harasib Höhle. Die Stalagmiten und Stalaktiten sind unbedingt einen Besuch wert.
Ein weiteres Ziel ist der 24 Kilometer nordwestlich von Tsumeb gelegene, geheimnisvolle Otjikoto See. In dem kleinen dazugehörigen Museum können Sie Waffen und Kriegsgeräte, die von den deutschen Schutztruppen dort versenkt wurden, besichtigen.
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Rafting und Kanufahrten
Der Fluss Kunene, nahe der nordwestlichen Grenze zu Angola ist hervorragend prädestiniert für eine rasante Fahrt auf den Stromschnellen.
Auf dem Oranje, Namibias südlichem Grenzfluss zu Südafrika geht es während der Kanusafaris etwas stiller und friedlicher her.
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Reiten
Für Reitbegeisterte gibt es in Windhoek einige Reitställe, die Safaris statt zu Fuß oder mit dem Jeep, auf Pferden anbieten. Die Reitsafari führt Sie durch Busch- oder Berglandschaften und so können Sie Ihre Leidenschaft in beinahe unberührter Natur ausleben.
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Sternbeobachtungen
Dank ausgezeichneter Lichtverhältnisse, dem Klima und der klaren Luft, sind traumhafte Sternbeobachtungen auf die südliche und nördliche Hemisphäre möglich. Nur um wenige Grade verpassen Sie hier das Himmelszelt des Nordpols.
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Vogelbeobachtungen
Namibia beheimatet etwa 630 verschiedene Vogelarten, von denen die meisten Arten in den wasserreichen Nordostregionen Kavango und Kaprivi zu finden sind. Ein wahres Erlebnis sind die Beobachtungen an der Küste, speziell in der Walfischbucht Lagune.
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Wandern
Entdecken Sie am Fishriver Canyon einen der berühmtesten Wanderwege in Namibia und einer der fünf besten im südlichen Afrika. Dieser Weg führt Sie durch urzeitliche Felslandschaften und garantiert absolute Stille um für einen Moment in sich zu kehren und einfach zu genießen.
Faszinierende, verwitterte Granitfelsen, welche teilweise die Ufer des Ugab bilden, zeigen sich Ihnen am Flußlauf des Ugab Reviers im Süden der Skelettküste.
Etwas kürzer hingegen ist der Wanderweg der wilden Pferde. Auf der rund 28 Kilometer langen Strecke können Sie sich des Ausblickes über die grenzenlosen Weiten der Namib und auf den Namibrand, die Heimat der Wildpferde Namibias, erfreuen.
Eine atemberaubende Aussicht auf die Namib und auf den Gamsberg haben Sie von den Dassie Wanderwege aus. Sie schlängeln sich vorbei an Granitfelsvorsprüngen, abgelegenen kleinen Tälern und einem Plateau.
Im Daan Viljoen Park, etwa 24 Kilometer außerhalb der Stadt Windhoek liegt der Süß Dorn Wanderweg. Die insgesamt 34 Kilometer lange Wanderroute führt durch die Berge des Khomashochlandes.
Sanddünen und Inselberge begegnen Ihnen auf dem 17 Kilometer langen Tok Tokkie Wanderweg, der durch das Namibrand Wildreservat führt.
Einen umfassenden Eindruck über Natur und Umwelt des Waterbergplateaus erhalten Sie bei einer Wanderung durch die Waterberg Wildnis.
Für trainierte Wanderer eignen sich die Namib Naukluft Wanderwege mit einer Länge von bis zu 120 Kilometern.
Wenn Sie sich dazu entschließen sollten einen solchen Wanderausflug zu machen, bereiten Sie sich im Voraus gut darauf vor. Aufgrund der hohen Temperaturen ist vom Wandern in den Sommermonaten abzuraten.
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Autofahren
In Namibia herrscht Linksverkehr. Für das Mieten eines Wagens sind wird ein internationaler Führerschein verlangt, der nur in Verbindung mit dem nationalen Führerschein gültig ist. Beim Autofahren sollten Sie immer einen internationalen Führerschein bei sich führen. Auf querendes Wild und Spurrillen sollten Sie besonders Acht geben. Von Nachtfahrten wird grundsätzlich abgeraten.
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Banken
Reiseschecks können in jeder Bank gegen Gebühren eingetauscht werden. In den größeren Filialen kann mit der Kreditkarte und teilweise auch mit der Maestro an ATM-Geldautomaten Bargeld abgehoben werden.
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Botschaft
Die für deutsche Staatsbürger zuständige Botschaft befindet sich in Windhoek.

Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Namibia
Sanlam Center - Independence Avenue 154, 6. Etage
P.O. Box 23, Windhoek - Namibia
Tel. 00264 - 61 - 273 100 oder 273 133
Bereitschaftsdienst 00264 - 81 - 124 3572
Fax 00264 - 61 - 222 981
E-Mail info@german-embassy-windhoek.org
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Einreise/Visum
Für einen Aufenthalt bis zu 90 Tagen ist kein Visum erforderlich. Deutsche Staatsbürger benötigen lediglich einen Reisepass der noch mindestens 6 Monate nach Ausreise gültig ist und mindestens zwei freie Seiten hat. Kinderausweise müssen über ein Lichtbild und ausreichend Raum für Ein- und Ausreisestempel verfügen.
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Feiertage
Offizielle Feiertage sind der 1. Januar (Neujahr), 21. März (Unabhängigkeitstag), April (Karfreitag, Ostersonntag, 1. Mai (Tag der Arbeit), 04. Mai (Cassinga Tag), Mai (Christi Himmelfahrt), 25. Mai (Afrika Tag), 26. August (Heldentag), 10. Dezember (Tag der Menschenrechte), 25. Dezember (1. Weihnachtstag), 26. Dezember (2. Weihnachtstag)
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Gesundheit
Für den Aufenthalt in Namibia sollte ein Impfschutz gegen Tetanus, Diphtherie und Hepatitis A vorliegen. Zusätzlicher Hepatitis B Schutz sowie eine Malaria Prophylaxe sind empfehlenswert. Erhöhte Vorsicht sollte im malariaanfälligen Gebiet entlang des Kawango und Kunene sowie im Caprivi-Streifen gewahrt werden. Um Infektionsrisiken zu vermeiden sollte helle körperbedeckende Kleidung getragen werden. Zusätzlich sollten ungeschützte Stellen des Körpers mit Insektenschutzmitteln eingerieben werden. Durch die hohe UV-Strahlung sollten sie Sonnencreme mit ausreichendem Sonnenschutz tragen.
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Kleidung
Da die Temperaturen nachts im Winter stark abkühlen, sollten Sie auch warme Kleidung und feste Schuhe mitnehmen. Eine Kopfbedeckung, luftdurchlässige Kleidung und eine Sonnenbrille bieten Schutz vor den starken Sonnestrahlen.
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Klima
Aufgrund der durchschnittlich 300 Sonnentage kann Namibia ganzjährig bereist werden. Das Klima ist heiß und trocken mit Temperaturen bis zu 35°C in den Sommermonaten. Tagsüber ist es in den Wintermonaten zwischen 18 bis 25°C warm. Nachts können die Temperaturen jedoch unter den Gefrierpunkt sinken. An der Atlantikküste ist es durch den kalten Benguelastrom weitaus milder. Hier erreicht die Wassertemperatur lediglich 15 ° und lädt weniger zum Baden ein. Zwischen Januar und April treten vereinzelt heftige Regenschauer und Gewitter auf.
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Kriminalität
Im Vergleich zu anderen afrikanischen Ländern gehört Namibia zu einem der sichersten Reiseziele Afrikas, jedoch werden Diebstähle und Raubdelikte gegen Touristen in den Städten Windhoek und Swakopmund häufiger. Nach Sonnenuntergang sollten Sie Spaziergänge möglichst vermeiden. Auch auf Überlandfahrten wird von Stopps an Rastplätzen und auf offener Straße abgeraten.
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Öffentliche Verkehrsmittel
Mit dem Zug
Das Schienennetz des Transportunternehmens TransNamib stammt in seiner Grundstruktur noch aus der deutschen Kolonialzeit, umfasst jedoch bereits eine auf 2.382 Kilometer ausgebaute Strecke und verbindet alle größeren Orte Namibias. Dennoch sind die Züge auch heute noch relativ langsam.
Interessant dagegen ist eine Reise im luxuriösen Desert Express mit kolonialem Flair. Das Aushängeschild der Namibischen Eisenbahn verfügt über klimatisierte Abteile, Schlaf- und Restaurant-Wagen und fährt dreimal wöchentlich zwischen Windhoek und Swakopmund. Ein dreigängiges Abendessen mit Übernachtung im Schlafwagen ist im Reisepreis eingeschlossen.
Unter dem Namen „StarLine Passenger Services” fahren Reisezüge auch zwischen Windhoek und Tsumeb, Windhoek und Gobabis, Walvis Bay und Tsumeb, Walvis Bay über Swakopmund nach Windhoek sowie von Upington (Südafrika) über Keetmanshoop nach Windhoek.
Mit dem Flugzeug
Das schnellste und praktischste Verkehrsmittel für Langstrecken in Namibia ist das Flugzeug. Die staatliche Fluglinie Air Namibia fliegt täglich zu erschwinglichen Preisen unter anderem nach Keetmanshoop, Maun, Katima Mulilo, Oshakati, Walvis Bay, Lüderitz, Oranjemund, Ondangwa, Katima Mulilo, Tsumeb, Rundu, Victoria Falls, Kapstadt und Johannesburg.
Außerdem gibt es mehrere kleine nichtstaatliche Charterflug-Unternehmen in Windhoek und Swakomund, in denen Sie in ein- oder zweimotorigen Maschinen überall hingeflogen werden können.
Mit dem Bus
Empfehlenswert sind lediglich die bequemen, schnellen und preiswerten "Intercape Mainliner" Fernbusse die von Windhoek über Mariental, Keetmanshoop, Upington nach Kapstadt, von Windhoek über Okahandja, Karibib nach Swakopmund, sowie von Windhoek über Otjiwarongo nach Tsumeb verkehren.
Weitere Busgesellschaften sind NamVic Shuttle mit einer Verbindung von Windhoek zu den Victoria Fällen und Ekonolux Liner mit einer Verbindung von Windhoek nach Kapstadt.
Darüber hinaus bietet die Trans-Namib mit Star Line Bussen Verbindungen nach nach Outjo, Khorixas, Lüderitz, Hentiesbaai (Henties Bay), Oshakati, Rundu und Grootfontain
Town Hoppers bietet einen täglichen Shuttle-Service mit Minibussen zwischen Swakopmund und Windhoek, sowie zwischen Swakopmund und Otjiwarongo und zwischen Windhoek und Otjiwarongo an.
Mit dem Taxi
Taxen finden Sie in jeder größeren Stadt Namibias. Diese können nur telefonisch oder direkt am Taxistand gemietet werden. Der Zustand der Wagen lässt oft zu wünschen übrig. Es ist durchaus üblich, den Fahrpreis vor Beginn der Fahrt mit dem Fahrer auszuhandeln.
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Strände
Etwa 160 km der insgesamt 200 km langen Küste sind saubere Strände, die in den touristischen Regionen regelmäßig gepflegt werden.
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Währung
Die Landeswährung ist der Namibia-Dollar (N$). Der Kurs ist im Verhältnis 1:1 an die südafrikanische Währung angebunden, mit der ebenfalls gezahlt werden kann. Der Großteil der Hotels, Restaurants und Geschäfte nimmt problemlos internationale Kreditkarten an. Am verbreitetsten sind VISA und Master Card. An Tankstellen ist die Bezahlung nur mit Bargeld möglich.
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Wasser- und Stromversorgung
Das Stromnetz ist auf 220-230 Volt Wechselstrom ausgerichtet. Die Steckdosen sind dreipolig. Adapter sind in fast jedem Supermarkt erhältlich.
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Zeit
Für Ihre Reise nach Namibia müssen Sie während des europäischen Sommers die Zeit um eine Stunde zurück, im Winter eine Stunde vorstellen.
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Zoll
Geschenke im Wert von bis zu N$ 200,- und Dinge des persönlichen Gebrauchs können Sie offiziell zollfrei einführen. Außerdem sind Wein (bis zu 2 Liter), Spirituosen (bis zu 1 Liter), Tabakwaren (bis zu 400 Zigaretten oder 50 Zigarren), 50 ml Parfüm sowie neue oder gebrauchte Waren bis zu N$ 1.250,- pro Person zollfrei erlaubt. Alle Waren, die diesen Wert übersteigen, sind zollpflichtig. Informieren Sie sich rechtzeitig, welche Art von Souvenirs von der Einfuhr ausgeschlossen sind.. Bei Verstoß drohen hohe Strafen.
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Hinweis
Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der hier gegebenen Informationen sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Regelungen können sich jederzeit ändern. Die Sicherheitslage kann sich ebenfalls rasch ändern. Kontaktaufnahme mit der zuständigen diplomatischen oder konsularischen Vertretung des Landes wird im Zweifelsfall empfohlen.
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