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Sambia Länderinfos

Sambia Länderinfos

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Sambia, der Schmetterling im Herzen von Afrika!

Sambia, ein noch wenig bereistes Land ist das Zuhause der legendären afrikanischen Walking-Safaris, der Victoria Falls, des wilden Sambesi, Sambia, Victoria Faelle Sambiavieler atemberaubender Seen und Feuchtgebiete, die allesamt eingebettet in pulsierender Wildnis liegen. Das Land gilt als eines der sichersten Urlaubsziele der Welt, in dem die Einwohner ein Leben in Frieden und Harmonie leben.

Eine breite Palette an Attraktionen, angefangen von den legendären Walking-Safaris tief in der unberührten Wildnis, über abenteuerliches River Rafting und Bungeejumping in die tiefen Schluchten unterhalb der Victoria Falls bis hin zum Abseilen, Kanu-Safaris auf dem Sambesi, Fluss-Surfen, Angeln, dem allabendlichen traumhaften Sonnenuntergang und noch vieles, vieles mehr erwarten Sie in diesem großen, faszinierenden Land.

 

Allgemeines

Die Republik Sambia (Englisch: Zambia) liegt im südlichen Afrika. Die angrenzenden Nachbarländer sind die Demokratische Republik Kongo im Norden und Nordwesten, Tansania im Nordosten, Malawi im Osten, Mosambik im Osten, Simbabwe, Botswana, Namibia und im Süden, und Angola im Westen.

Die Hauptstadt Lusaka liegt im Südosten von Sambia. Der Ursprung des Namens stammt von dem Zambesi River der im Süden von Sambia eine natürliche Landesgrenze zu Simbabwe bildet. Die Fläche von Sambia erstreckt sich über 752.000 km2, die in etwa mit der Gesamtfläche von Frankreich, den Niederlanden, Belgien und der Schweiz zu vergleichen ist.

Zum größten Teil besteht Sambia aus einem Hochplateau, mit einer Höhe zwischen 1.060 und 1.363 Metern über dem Meeresspiegel. Einige Berge, wie das Nyika Plateau an der östlichen Grenze erreichen sogar eine Höhe von mehr als 6.000 Meter mit einer Spitze die 7.000 Meter übersteigt. Der restliche Teil des Landes ist dagegen eher flach und wird von kleinen Hügeln durchbrochen, die durch unzählige Erosionen entstanden sind. In den dortigen Gesteinen der sogenannte 90-Meilen langen „Copperbelt Region-Region“ liegen Mineralien die als Stütze der Wirtschaft gelten.

Im Norden stellt das Bangweulubassin den Boden eines riesigen Kraters dar, das im Süden von der Hochebene des Copperbelt, im Westen vom langen Luapulatal, im Norden von den Mporokosobergen und im Osten vom Muchinga-Gebirge begrenzt wird.

Sambia, Fusssafari SambiaEntlang dieses Gebirges erstreckt sich von Norden nach Süden das Luangwatal. Dieses wird im Norden von Ausläufern des südlichen tansanischen Hochlandes und im Osten durch die Mafinga Hills begrenzt, die in das zentrale Hochland von Malawi übergehen und in denen sich die höchste Stelle Sambias befindet. Hier erreicht der Mafinga eine Höhe von 2.300 Metern über NN. Der Westen Sambias mit dem Quellgebiet des Zambesi Rivers ist ein flaches Sandgebiet der Kalahari-Wüste, das nach Süden hin sanft abfällt. Erst entlang des Zambesi Steilhanges finden sich dramatische Reliefs. Die Hochebene wird durch die riesigen Täler des Oberen Zambesi und seinen wichtigsten Nebenflüssen, dem Kafue und dem Luangwa, durchbrochen.

Der Bangweulu, Mweru und der südliche Teil des Tanganjika-Sees sind die drei großen natürlichen Seen im Norden des Landes und alle Teil des Quellgebietes des Zaire Rivers. Entlang der südlichen Grenze des Landes erstreckt sich der Kariba-See, der größte künstliche See in Afrika und der zweitgrößte See der Welt.

Sambia unterteilt sich in neun Provinzen von denen jede jeweils einen ernannten Stellvertreter des Ministers hat. Jede Provinz wird nochmals in mehrere Bezirke gegliedert. Die Provinzen sind Central / Neumühlequai, Copperbelt Region Region, Ost, Luapula, Lusaka, Nord, Nord-West, Southern und Western.

Die Bevölkerungsdichte konzentriert sich vor allem auf die Hauptstadt Lusaka sowie auf die „Copperbelt Region Region“-Region im Nordwesten Sambias.
Klima

Auf Grund der Höhenlage des Landes herrscht in Sambia ein angenehmes Klima mit drei Jahreszeiten. Von Mai bis August ist es kühl und trocken, von September bis November eher heiß und trocken und von Dezember bis April ist es warm und feucht.
Nur in den Tälern des Zambesi- und Luangwa-Rivers wird es vor allem im Oktober übermäßig heiß und in der nassen Jahreszeit herrscht dann eine hohe Luftfeuchtigkeit.

Sambia, Zambezi SambiaIn der warmen, feuchten Jahreszeit können häufig schwere Schauer und Gewitter auftreten, gefolgt von Phasen hellen Sonnenscheins. Pflanzen wachsen dann üppig und Flüsse und Bäche füllen sich fast über Nacht. Während der kühlen trockenen Jahreszeit, kann nachts an windgeschützten Orten Frost auftreten. Die Landschaft trocknet langsam und gelegentlich treten Brände auf, die durch die starken Winde angefacht werden.

Bis auf die regnerische Zeit zwischen November und März ist die Niederschlagsmenge das gesamte Jahr über im ganzen Land ähnlich. Im Norden des Landes liegt der Niederschlag bei rund 1.250 mm pro Jahr und nimmt nach Süden hin bis nach Lusaka ab, wo lediglich 750 mm Regen pro Jahr fallen.

Südlich von Lusaka wird der Niederschlag durch die Ost-und Südost-Winde beeinflusst. Er liegt in diesem Bereich zwischen 500 und 750 mm. Bis auf einige Ausnahmen im August konzentriert sich der Regenfall auf die Regenzeit die meist bereits im Oktober beginnt und im März endet.

Die durchschnittlichen Temperaturen liegen im Winter tagsüber zwischen 15°C und 27°C und morgendlichen und abendlichen Temperaturen zwischen 6°C und 10°C sowie gelegentlichem Frost in den windgeschützten Tälern und Senken. Während des Sommers werden maximale Temperaturen zwischen 27°C und 35°C erreicht.

Die beste Reisezeit für Sambia liegt zwischen Mai und Oktober, jedoch variiert diese auch von Zielort zu Zielort. Das Luangwa-Tal eignet sich für Wildbeobachtungen am besten während der trockenen Jahreszeit von Juni bis Oktober. Sehr reizvoll ist die Destination jedoch auch während der Regenzeit in der sich die dramatische Landschaft in spektakuläre Rot- und Grüntöne hüllt und die Vogelpopulation durch die Ankunft von Migranten aus dem Norden drastisch ansteigt.

Die Victoria-Fälle präsentieren sich am prachtvollsten nach der Regenzeit zwischen April und Mai. Allerdings ist die Gischt oft ist so dicht, dass es schwierig ist die Fälle in ihrer vollen Breite und Pracht zu genießen. Um die wunderschönen Felsformationen und Schluchten zu sehen, eignet sich das Ende der Trockenzeit zwischen Oktober und Dezember am besten, denn zu dieser Zeit ist das Wasser niedrig. Für einen Besuch des Kafue-Nationalpark sollten Sie am besten die Zeit zwischen Mai und Oktober wählen.
Flora & Fauna

Der Großteil Sambias ist von einem Plateau durchzogen, das von einer Busch- und Baumsavanne bewachsen wird. Akazien, Baobab-Bäume, Dornenbäume und –sträucher, sowie hochwachsende und mehrjährige Gräser sind weit verbreitet. Im Norden des Landes ist der Bewuchs dichter, in den trockeneren südlichen Gebieten hingegen zunehmend dünn. Lichte Waldgebiete wie die Miombo Woodlands sind charakteristisch für den Norden und den Osten. In den Wäldern im Südwesten wächst sambische Teak (Baikiaea plurijuga).

Sambia hat dem ungeachtet auch eine äußerst vielfältige Tierwelt. Das Cookson's Gnu, das Senga Kob, die Thornicroft Giraffe und die rote Lechwe sind einzigartig in Sambia. Zu den zahlreichen Bockarten gehören Kudu, Impala, Duiker und Sten. Im Luangwa Valley leben Giraffen, Zebras, Nashörner, Elefanten, Paviane, Affen, Hyänen, Wölfe und Löwen. Weitere Säugetiere wie Honig-Dachse, der Ameisenbären, Kaninchen, sowie Warzen- und Pinselohrschweine bewohnen Sambia.

Es leben aber auch nachtaktive Tiere wie die Serval Katze und der Schakal sowie eine Vielzahl von Vogelarten, darunter Adler, Möwen, Seeschwalben, Eisvögel, Rotdrosseln, Eisvögel, Mauersegler, Lerchen, Babbler, Quelea (im Luangwa-Tal), Störche, Gänse, Kiebitze, Bienenfresser, Neuntöter, Ziegenmelker, Bachstelze, Sperlinge, Schwalben, Drosseln, Würger, Nachtigalle, Tauben, Nachtschwalben und gelegentlich auch Strauße in Sambia. Weiße Pelikane, Flamingos, Reiher und Ibisse sind in den Naturreservaten zu finden.

Bis dato wurden in Sambia mehr als 150 Reptilienarten erfasst, darunter 78 Arten von Schlangen und 66 Eidechsen, wie beispielswiese Krokodile, Land-, Sumpf und Wasserschildkröten, Geckos, Pythons, Mambas, Otter und Natter. Die Bandbreite der Fischarten ist ebenfalls breit und umfasst Brassen, Butterfische, Tigerfische, Katzenfische, Flussbarben, Barsche, Karpfen, Bass, „Vundu“ und "Utaka" (Sardinen-Typ). An den schillernden Farben und bizarren Formen der Insekten können Sie sich vor allem in der Copperbelt-Region und in den Sümpfen des Bengwuelu erfreuen. Neben den großen Seen, zahlreichen Flüssen und Überschwemmungsgebieten finden Sie hier spektakulärere Wasserfälle vor als im gesamten Rest des Subkontinents. Alleine auf dem Kalungwishi River gibt es fünf große Wasserfälle.

Zwar fehlen Sambia die spektakulären Berge die es in den meisten Nachbarländern gibt, aber dafür gibt es kein anderes Land, das einen intakteren Miombo-Wald hat als Sambia. Die weit auseinander stehenden Bäume haben sich der 5 bis 7 Monate dauernden Trockenzeit angepasst und werfen in dieser Zeit meist ihr Laub ab. Charakteristisch für das Land sind des Weiteren Bäume mit Hülsenfrüchten und breitkronige Schirmbäume, die aber alle nur 8 bis 15 m Höhe erreichen. Genügend Licht erreicht somit den Boden und garantiert dadurch ein kontinuierliches Wachsen der Kräuter und Gräser. Ein regelmäßiges Brennen ist notwendig denn totes Gras verhindert das Wachstum. Im September zeigt sich der Miombo-Wald im frischen Frühlingskleid und Schattierungen von gelb, rot und grün lassen den Wald in bunten Farben erstrahlen.
Geschichte

Die erste frühmenschliche Besiedlung in der heutigen Region von Sambia fand vermutlich bereits vor 300.000 Jahren statt. Archäologische Funde und Felsmalereien weisen darauf hin, dass das Gebiet in der späten Steinzeit  von den Pygmäenstämmen San und Khoi bewohnt wurde. Im 1. Jahrtausend n.Chr. wanderten unter anderem die Bantuvölker Tonga, Shona und Ndbele ein. Sie arbeiteten als Landwirte und lebten von der Viehhaltung. Zu dieser Zeit begann auch der Abbau und Handel von Kupfer.

Die geschichtlichen Spuren verwischen sich jedoch bis auf einige archäologische Funde die preisgeben, dass in der gesamten Region der Handel mit Bergbauprodukten, Sklaven und Elfenbein blühte und scheinbar bis in den asiatischen und arabischen Raum reichte. Im 15. Jahrhundert gab es weitere Einwanderungswellen von Bantuvölkern wie den Bemba und Chewa. Diese drängten die einheimischen Pygmäenstämme in die Kalahari-Wüste zurück. Aber auch arabische und portugiesische Siedlungen, insbesondere im Nordosten der Region, entwickelten sich. 1650 entstand im oberen Sambesi-Tal das Reich der Rotse, auch bekannt als Königreich der Lozi oder Rotse. Der Osten hingegen gehörte bis zum 19. Jahrhundert zum Reich Kambeze.

Nachdem bereits Mitte des 19. Jahrhunderts der Brite David Livingstone erste Versuche unternahm Sambia zu erforschen, gehörte das Land nach der Berliner Kongo-Konferenz zum britischen Interessengebiet. Zunächst sicherten sich die Engländer von den einheimischen Machthabern die Rechte an begehrten Rohstoffen. 1890 folgte die Besetzung der Territorien nördlich des Sambesi-Flusses durch die British South Africa Company. 1911 wurde die Region zum organisierten Protektorat Nordrhodesiens (nach Cecil Rodes) und ging 1924 an die britische Kolonialverwaltung.

Durch die Erschließung der „Copperbelt Region“-Region und des Kupferabbaus entwickelte sich Sambia in den folgenden Jahren zu einer äußerst lukrativen britischen Kolonie.Sambia, South Luangwa Nationalpark Sambia 1953 wurde Nordrhodesien für 10 Jahre Teil der Zentralafrikanischen Föderation, der auch Südrhodesien (heute Simbabwe) und Njassaland (heute Malawi) angehörten. 1958 erfolgte dann die Gründung der United National dependence Party (UNIP). 1963 wurde die gegründete Föderation von Rhodesien und Nysaland aufgelöst und Nordrhodesien erhielt den Status innerer Autonomie. Die Briten gewährten Nordrhodesien ein Jahr später unter dem heutigen Namen Sambia die Unabhängigkeit und Lusaka wurde Hauptstadt des Landes.

Unter der Regierung von Kenneth Kaunda (1964-1991) wurden zahlreiche Unternehmen verstaatlicht, Kupfer wurden zum wichtigsten Exportgut und der Staat zu einem Einparteienstaat errichtet. Dieser geriet jedoch ab Mitte der 1970er Jahre durch den Verfall des Weltmarktpreises für Kupfer in eine schwere Wirtschaftskrise. Unruhen in der Bevölkerung, Versorgungsnöte, ein Putschversuch gegen die Präsidenten sowie Grenzkonflikte mit den Nachbarländern, ebenso wie eine drückend hohe Auslandsverschuldung waren die Folge. 1990 unterzeichnete Kaunda eine Verfassungsänderung zur Wiedereinführung des Mehrparteiensystems und zur Zusammenarbeit mit internationalen Wirtschaftsorganisationen. 1991 musste Kaunda sein Amt an Frederick Chiluba abtreten. Schrittweise wurde mit der Demokratisierung des Landes begonnen und Staatsbetriebe wurden wieder privatisiert um den privaten Wirtschaftssektor zu stärken.
 
Bevölkerung

Mit mehr als 70 verschiedenen Stämmen gibt es in Sambia eine große kulturelle Vielfalt. Interessanterweise ist das Land jedoch eines der wenigen afrikanischen Länder in dem es kaum zu Stammesfeindseligkeiten unter den einzelnen Gruppen kommt. Zu den wichtigsten Stämmen zählen unter anderem die Lozi, die Bemba, die Ngoni, die Tonga, die Luvale und die Kaonde. Außerdem leben eine Minderheit von Europäern (meist Briten) und Asiaten (vor allem Inder) sowie rund 150.000 Flüchtlinge aus Angola und der Demokratischen Republik Kongo in Sambia.

Lozi

Die Lozi, auch Rotse, Barotse oder Rozi genannt, sind eine ethnische Gruppe die in erster Linie im früheren Barotseland im westlichen Teil Sambias lebt. Schätzungsweise gibt es mehr als eine halbe Million Stammesangehörige. Die Sprache der Lozi ist Silozi, eine im 19. Jahrhundert von den Kololo übernommene Sotho-Sprache. Übersetzt bedeutet das Wort „Lozi“ „Ebene“ und ist auf die Barotse Auen des Sambesi zurück zu führen auf denen die meisten Lozi leben. Barotse hingegen bedeutet „Menschen von der Ebene“. An der Spitze des Lozi-Stammes steht der „Litunga“, ein Monarch. Weitere Lozis königlicher Abstammung besetzen hohe Positionen in der Gesellschaft. Die Kultur wird stark von dem Flutzyklus des Sambesi-Flusses beeinflusst. Jährlich finden Wanderungen zu Beginn der Regenzeit statt.

Bemba

Die Bemba, auch Babemba genannt, sind eine der größten Ethnien in Sambia. Sie leben in der Nord-, Ost- und Nordwestprovinz des Landes. Ursprünglich stammen sie aus dem historischen Königreich der Luba und Lunda im oberen Kongobassin, dem heutigen Katanga. Heute gibt es rund 30 Bemba-Clans wie den „Bena Ng’andu“ (Krokodil-Clan) die sich alle nach Tieren oder Pflanzen benennen. Die Sprache ist mit den Bantusprachen Kaonde und Luba sowie Senga und Tonga und Nyanja/Chichewa verwandt. CiBemba wird heute vor allem in der „Copperbelt Region“-Region sowie in den Provinzen Nord und Luapula gesprochen.

Ngoni

Ursprünglich kommen die Ngoni aus Südafrika. Sie flohen vor den großen Shaka Zulu und nahmen die Kampftechniken der Shaka an. Mit Leichtigkeit eroberten sie andere einheimische Stämme. Sie regierten die Region friedlich bis 1897 als die Ngoni von der kolonialen Regierung erobert wurden. Gesprochen wird Chichewa, die Sprache der Menschen die sie erobert haben.

Tonga

Die Tonga, die auch als "Batonga" bezeichnet werden, sind eine ethnische Gruppe der Bantu. Sie spielten im Kampf um die Unabhängigkeit Sambias eine wichtige Rolle. Sambia, Bevoelkerung SambiaRund 1,38 Millionen Menschen der insgesamt 1,5 Millionen Stammesangehörigen leben heutzutage in Sambia. Sie unterhalten sich als Subsistenzbauern.

Die Tonga wanderten im 12. Jahrhundert aus Zentralafrika in die Region ein. Lange Zeit lebten sie fast völlig isoliert in der unzugänglichen breiten Talsohle des Sambesi-Flusses. Nachdem im Jahr 1955 die Kariba-Talsperre errichtet wurde, siedelten die Tonga in die höher gelegene Savanne um. Die sogenannten "Valley Tonga" leben nun entlang des Sambesi-Flusses sowie an den Ufern der Kariba-Talsperre. Die sogenannten "Plateau Tonga“ sind auf der südlichen Hochebene von Sambia ansässig und leben traditionell als Bauern. Rinder sind für die Tonga ein Symbol des Reichtums.

Weitere Orte an denen die Tonga leben sind Binga, Gwembe, Siavonga, Sinazongwe sowie die angrenzenden Gebiete. Eine kleine Minderheit dieser Volksgruppe hat sich auch in Namawala und Mazabuka niedergelassen. Die Sprache der Tonga ist ChiTonga.

Kaonde

Die Kaonde sind ein Bantuvolk von rund 248.000 Angehörigen die von den Lunda abstammen und sich im Nordwesten von Sambia niedergelassen haben. Kleine Minderheiten leben auch in der Demokratischen Republik Kongo. Die Mehrheit des Koande-Volkes hat sich jedoch im Umland von Mumbwa, Solwezi und Kasempa auf der bewaldeten Hochebene des Sambesi-Quellgebietes niedergelassen. Das Gebiet liegt auf einer Höhe von 1.220 Metern und ist von einer wildreichen Grasebene umgeben. Die Sprache der Kaonde ist ChiKaonde, eine Niger-Kongo-Sprache.
Kultur & Religion

Kunst / Musik / Kultur

Sambias zeitgenössische Kultur ist eine Mischung aus Werten, Normen, materiellen und spirituellen Traditionen von mehr als 70 verschiedenen ethnischen Bevölkerungen. Der größte Teil der Stämme ist vor einigen Jahrzehnten in mehreren Auswandererwellen in das heutige Gebiet gekommen. Sie waren damals auf die Errichtung neuer Königreiche bedacht und suchten landwirtschaftlich Flächen und Weiden. Vor der Kolonialzeit war das heutige Sambia die Heimat mehrerer freier Staaten von denen jeder eine umfassende wirtschaftliche Verbindungen mit den jeweils anderen Staaten hatte.

Die wichtigsten Exportgüter waren Kupfer, Elfenbein und Sklaven im Austausch gegen Textilien, Schmuck, Salz und Eisenwaren. Während der Kolonialzeit wurden durch den Prozess der Industrialisierung und Urbanisierung Menschen unterschiedlicher Ethnien zusammengebracht die unter Einfluss des westlichen Standards eine neue Kultur ohne politisch festgelegte Leitlinien schufen.

Der Großteil der ländlichen Bevölkerung hat jedoch seine indigenen Traditionen und Werte beibehalten. Nach Erlangen der Unabhängigkeit im Jahre 1964 erkannte die Regierung die Rolle der Kultur und stellte sich die Frage der nationalen Identität. Institutionen zum Schutz und zur Förderung der sambischen Kultur, einschließlich der „National Heritage Conservation Commission“ wurden gegründet und private Museen, sowie kulturelle Dörfer wurden zur Förderung des künstlerischen Talentes errichtet.

Schönheit, Hektik, und Freude charakterisieren viele Aspekte der sambischen Musik und des Tanzes. Die Spannbreite variiert von fesselnden Akrobatikspektakeln, über rhythmisches Trommeln hin zu sanften Tönen und Bewegungen.

Viele traditionelle Instrumente werden noch immer im ganzen Land gespielt. Eines davon ist beispielsweise das Handpiano, ein kleines Instrument mit Tasten aus Eisen, die auf einem rechteckigen Gehäuse angebracht sind und von beiden Daumen bedient werden. Die Silimba ist eine Art Xylophon mit einer Reihe von flachen Tasten aus Holz die auf einem Flaschenkürbis montiert sind. Das am häufigsten vorkommende Musikinstrument ist natürlich die Trommel. Sie spielt eine wichtige Rolle in den Ritualen, Zeremonien und Feiern.

Tanz ist ein wichtiger Teil des musikalischen Ausdrucks und reflektiert das Leben und Denken der Sambier. Der Einfluss des Westens Sambia, South Luangwa Nationalpark Sambia und dem Restlichen Afrika ist stark in dem Musikgeschmack der heutigen Generation verankert. Dennoch wird unter anderem in Nachtclubs und „Shebeens“ auch zu den Klängen von Kwela und Rumba getanzt.

Sambias verschiedene Kulturen bringen eine Vielzahl von traditionellen Fertigkeiten hervor. Kunsthandwerk findet man in großer Vielfalt, wenn nicht in Hülle und Fülle, darunter sogar einige der besten Korbwaren in ganz Afrika. Obwohl für die Einwohner die Fischerei-, Rinderzucht oder der Anbau von Feldfrüchten von großer Bedeutung ist, dient das Handwerk oft saisonal zur Ergänzung des Einkommens. Für viele, vor allem für die Landwirte, ist das Handwerk die einzige Möglichkeit zusätzliches Geld zu verdienen.

Männer stellen in der Regel Holzprodukte wie Kanus, Möbel, Gehstöcke, Geschirr, Masken, Trommeln und Tierfiguren her. Frauen hingegen beschäftigen sich mit der Herstellung von Töpferwaren die über dem offenen Feuer gebrannt werden. Die Korbflechterei wird von Männern und Frauen beiderseits betrieben und ist weit verbreitet. Die Lozi und Mbunda in der westlichen Provinz sind in diesem Bereich besonders qualifiziert. Die Waren werden aus natürlichen Rohstoffen wie Bambus, Lianen, Wurzeln, Blättern, Gräsern, Schilf, Papyrus Palmblättern, Rinde und Sisal gefertigt. Teilweise werden sie auch mit symbolischen Mustern in traditionellen Farben verziert, die aus gefärbten Böden, Wurzeln, Rinden und Blättern gewonnen werden.

Die Vielfalt der Einsatzmöglichkeiten für Korbwaren ist riesig. Die Einwohner nutzen Behälter vor allem für die Lagerung. Es werden jedoch auch Schlafmatten und Geschirr hergestellt. Traditionell gefertigte Töpfe und Körbe werden allerdings immer häufiger durch kommerziell hergestellte Gebrauchsgegenständen aus Kunststoff oder Zinn ersetzt. Ein großer Teil der neuen Generation verliert deswegen diese traditionellen Fertigkeiten, da die Nachfrage nach diesen Gegenständen fortlaufend nachlässt. Glücklicherweise gibt es Organisationen wie Zintu Handicrafts in Lusaka, das Nayuma Museum in Mongu, das Tonga Museum in Choma und das Moto Moto Museum in Mbala, die das Ziel der Produktion von Qualitätshandwerk in den traditionellen Formen sowie Handwerk als modernen Ausdruck der Kunst fördern.

Traditionen/Feste Sambia

Jährlich finden mehr als 20 traditionelle Zeremonien statt, die die Bräuche, das gesellschaftliche Leben, Rituale, die Geschichte, sowie die materielle und geistige Kultur manifestieren. Sollten Sie während Ihres Aufenthaltes die Möglichkeit haben an einer dieser Zeremonien teilzunehmen, dann sollten Sie diese auf jeden Fall wahrnehmen. Sie werden einen wertvollen Einblick in eine traditionelle Kultur erhalten, die von Generation zu Generation weitergegeben wird. Nichtsdestotrotz lässt sich ein Rückgang der traditionellen Sitten und der sambischen Kultur, der durch die westlichen Einflüsse und den Schmelztiegel der verschiedenen Stämme die in den gleichen Regionen leben, ausgelöst wurde, verzeichnen.

Die meisten Zeremonien in Sambia haben eine tiefe Bedeutung. In vielen Fällen wurden sie entwickelt, um die Erinnerung an den Wandel von der Kindheit bis zum Erwachsenenalter festzuhalten. Viele Stämme in ländlichen Gebieten praktizieren nach wie vor harmlose Einleitungszeremonien für Mädchen am Ende der Pubertät. So sollen sie auf den Übergang von der Kindheit zum Frau sein sowie für die Ehe vorbereitet werden. Nur noch wenige Stämme führen auch weiterhin die männliche Beschneidung durch. Diese findet nur noch unter strenger Geheimhaltung statt.

Öffentliche Veranstaltungen die in der Regel in einem farbenfrohen Rahmen mit viel Tanz und Getrommel stattfinden, zelebrieren die alten Zeiten in denen neue Königreiche gegründet wurden und sind meist für jeden Besucher zugänglich.

In den Großstädten orientieren sich die Menschen eher am westlichen Verhalten. Viele der Sitten werden nur noch in den ländlichen Gebieten praktiziert. Beispielsweise wird vor jedem Gespräch zunächst ein Gruß ausgesprochen. Ein Mann sollte zudem immer darauf warten bis die Frau die Hand zum Gruß entgegenstreckt. Geschenke für den Besucher gelten als ein Zeichen der Ehre, Freundschaft und Dankbarkeit. Man sollte niemals ein Geschenk ablehnen und es mit beiden Händen gleichzeitig entgegen nehmen um Dank auszudrücken.

Seit Jahrhunderten ist „Lobola“, der sogenannte Brautpreis den der Bräutigam an die künftigen Schwiegereltern als ein Zeichen des Dankes zahlen muss, Tradition. Auch wenn die junge Generation heute stark von modernen westlichen Vorstellungen geprägt ist, wird diese Sitte vor rund 90 Prozent aller Hochzeiten praktiziert. In den meisten Stämmen wird die Braut am Abend vor der Hochzeit in das Dorf des Mannes gebracht. Große Mengen an Lebensmitteln sowie hausgemachtes Bier werden zur Feier der Hochzeit vorbereitet. Das ganze Dorf nimmt mit viel Gesang, Tanz und musikalischer Untermalung an der in der Regel über zwei oder drei Tage andauernden Feierlichkeit teil.

Bestattungen werden ebenfalls gefeiert. Alle vereinen sich um für die Bestattungskosten aufzukommen. Trauer wird durch wehklagenden Gesang und Tanz ausgedrückt. Während der Trauerzeit sind Frauen und Männern jedoch getrennt. Die Männer bleiben draußen und die Frauen halten sich im Haus des Verstorbenen auf. Nach langen Reden über den verstorbenen Freund und Danksagungen für die Spenden, begleitet das ganze Dorf den Verstorbenen an den Ort der Bestattung und zollt damit die letzte Ehre.

Sambische Küche

Das traditionelle Hauptnahrungsmittel und Nationalgericht der Sambier ist „Nshima“. Das Grundnahrungsmittel ist Mais, aus dessen Mehl dann ein Maisbrei hergestellt wird und der in den meisten Familien drei Mal täglich zu allen Mahlzeiten serviert wird. Rund zwanzig verschiedene Ausdrücke bestehen für „Nshima“. Am besten sollte das Gericht dampfend heiß, schneeweiß, cremig, nicht zu dick oder zu dünn sein. „Nshima“ wird häufig mit „Ndivo“ serviert. Dabei handelt es sich um eine Art Eintopf mit verschiedenen Zutaten. Das Gericht kann aus Fleisch von Rindern, Ziegen, Schafen, Hirschen, Büffeln, Elefanten, Warzenschweinen, Wildschweinen, Mäusen, Kaninchen, Hasen, Antilopen, Schildkröten, Alligatoren, Krokodilen oder Affen, aus Kürbis-, Erbsen-, Maniok-, Bohnenblättern oder Fisch und Meeresfrüchten gekocht werden. Eine populäre Version von „Ndivo“ ist „Chibwabwa“/„Chimphonde“, bestehend aus Fisch, Erdnüssen, Erdnussbutter, wilden Pilzen und verschiedenen Bohnen- und Erbsensorten. Für die Tumbuka im Osten Sambias sind Mäuse eine besondere Delikatesse. Die gejagten Mäuse werden ausgenommen und etwa eine halbe Stunde gekocht. Im Anschluss daran, werden sie gesalzen und am Feuer getrocknet und dann mit „Shima“ serviert.

Weitere sambische Spezialitäten sind „Inswa“ (Termiten), “Chikwangwa“ (Kruste die sich beim Kochen von „Nshima“ am Topfboden bildet), „Vimbombo Va Nkhuku“ (aus Hühnerfüßen), „Chiwaya Cho Kazinga“ (gerösteter Mais) und „Dobe“ (frischer Mais), „Kibbutz-Salat“ ist ein gemischter Gemüsesalat, serviert mit „Nshima“, „Chinaka“, bestehend aus gekochter Wurzelknolle mit Erdnuss-Pulver und andere Gewürzen, sowie „Caterpillar Delight“, gekochte Raupe in einem Bett von grünem Gemüse „Ifisashi“, ein beliebtes sambisches Gericht. sind Erdnüsse eingebettet in grünem gekochtem Gemüse, dass oftmals mit Fleisch angereichert wird. Dazu wird typischerweise „Nshima“ serviert. Ein weiteres traditionelles Gericht ist „Samp“, das aus „Hominy“ und getrockneten Bohnen hergestellt wird. Eine weitere afrikanische Spezialität sind geröstete Mopane-Würmer. Als Beilage werden hauptsächlich Auberginen, grüne und roten Bohnen, Grünkohl, Weißkohl, Salat, Kürbis und Möhren gewählt. Äpfel, Orangen, Papayas und Bananen gibt es als Nachtisch.

Traditionelle Getränke sind beispielsweise „Chibuku“, ein vor Ort gebrautes Getränk, sowie die kommerziell gebrauten Bieren Castle Lager, Rhino und Mosi. In den Dörfern wird das Bier noch aus Mais, Hirse und Honig hergestellt. Als alkoholfreie Getränke sind die üblichen westlichen Softdrinks erhältlich.

Anders als in anderen Ländern wird in Sambia auch beim Essen eine Tradition gewahrt. Vor dem Essen waschen sich alle Familienmitglieder die Hände in der Reihenfolge ihres Status innerhalb der Familie. Zuerst der Vater, dann die Mutter und am Ende die Kinder in der Reihenfolge ihres Alters. Die Mahlzeiten nehmen Männer und Frauen getrennt voneinander ein. Die Mütter essen gemeinsam mit den Töchtern und den Söhnen die jünger als sieben Jahre alt sind. Ältere Jungen essen mit den Männern. Nach dem Mahl wäscht sich die ganze Familie noch einmal die Hände, ebenfalls in derselben Reihenfolge wie zuvor. Während der Mahlzeit gilt es in Sambia als unhöflich zu viel und vor allem laut zu sprechen.

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Religion

Durch den Einfluss portugiesischer Missionarssiedlungen im Osten von Mosambik sowie englischer und schottischer Einwirkungen aus dem Süden, gehören rund 50 Prozent der sambischen Bevölkerung dem Christentum an. Die christlichen Konfessionen sind unter anderem die römisch-katholische, anglikanische und neuapostolische Kirche. Des Weiteren gibt es Lutheraner, Siebenten-Tags-Adventisten, Zeugen Jehovas und eine Vielzahl von evangelischen Konfessionen.

Eine weitere Religionsgruppe in Sambia sind Muslime. Sie machen rund 5 Prozent der Bevölkerung aus und leben vor allem in den städtischen Gebieten. Es gibt ebenfalls eine kleine jüdische Gemeinde zu der unter anderem der ehemaliger Minister, Abgeordneter und Mitglied des Forums für Demokratie und Entwicklung sowie der MMD und United National Independence Party, Simon Zukas gehört. Ismaili Muslime, Hindus und Sikh-Gemeinden gibt es auf Grund der indischen und pakistanischen Gemeinschaft in Sambia. Ungenau ist hingegen die Verteilung der Bevölkerung auf Naturreligionen, die zwischen 24 und 49 Prozent liegt.
Politik Sambia

Seit 1991 wird Sambia der Verfassung zufolge als Präsidialrepublik im Commonwealth mit Mehrparteiensystem geführt. Regiert wird das Land vom Staatspräsidenten, der für eine Amtszeit von fünf Jahren gewählt wird. Er ist auch zugleich der Oberbefehlshaber der Streitkräfte, Ministerpräsident und Kabinettsführer und kann einmalig wiedergewählt werden.

Das Zweikammerparlament besteht einerseits aus einer Nationalversammlung. Von den 159 Mitgliedern im Parlament werden 150 gewählt, weitere acht sowie der Parlamentspräsident werden vom Präsidenten selbst ernannt. Weiterer Teil der Nationalversammlung ist das House of Chiefs, ein beratendes Gremium führender ethnischer Gruppen, das 2003 wieder eingeführt wurde.

Neben der Regierungspartei MMD (Movement for Multi-Party Democracy) sind die Oppositionsparteien FDD (Forum for Democracy and Development), PF (Patriotic Front), PH (Heritage Party) und APC (African People’s Congress) von politischer Bedeutung. Verwaltet wird Sambia über die Einteilung in folgende neun Provinzen: Zentralprovinz, Copperbelt Region, Ostprovinz, Luapula, Lusaka (Hauptstadt), Nordprovinz, Nordwestprovinz, Südprovinz und Westprovinz.

Derzeitiges Staatsoberhaupt ist Rupiah Banda, dessen offizielle Amtszeit bis 2011 andauert.

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Wirtschaft

Grundsätzlich verfügt Sambia über sehr gute wirtschaftliche Voraussetzungen.Sambia, Giraffen Sambia Dazu gehören Wasser-Ressourcen, ein insgesamt gemäßigtes Klima, ausgedehnte und landwirtschaftlich nutzbare Flächen sowie reiche Bodenschätze. Vor allem Kobalt, Edelsteine, Gold, Silber, Zink, Blei, Steinkohle und Kupfer - der tragende Sektor der Wirtschaft - werden in Sambia abgebaut.

China hat sich zu einem der größten Investoren in der sambischen Kupfer-Industrie etabliert und seit Februar 2007 besteht zwischen den beiden Ländern eine wirtschaftliche Partnerschaftszone rund um die Chambishi Kupfermine. Heute ist der Kupferbergbau in der „Copperbelt Region“-Region von zentraler Bedeutung für die Wirtschaft des Landes. Dieser stellt gemeinsam mit Kobalt die Hauptquellen des Bruttoinlandsproduktes sowie der Staatseinnahmen dar und steuert mehr als 75 Prozent der sambischen Exporteinnahmen bei. Weitere 3 Prozent werden durch andere Bergbauprodukte wie Gold, Uran und Edelsteine erwirtschaftet.

Dienstleistungen und Industrie sind weniger stark entwickelt und beschränken sich lediglich auf die Städte Kafue, Lusaka, Mazabuka und Kitwe. Rund 14 Prozent der sambischen Bevölkerung leben vom Bergbau. Weitere 80 Prozent werden vom größten Arbeitgeber in der Landwirtschaft beschäftigt. Trotz des erstklassigen Agrarlandes werden lediglich 10 Prozent der Fläche auch genutzt. Angebaut werden unter anderem Mais, das als Grundnahrungsmittel in Sambia gilt, ebenso wie Sojabohnen, Baumwolle, Zucker, Sonnenblumenkerne, Weizen, Milch, Eier, Kaffee, Sorghum, Hirse, Reis, Zuckerrohr, Maniok, Tabak, verschiedene Gemüse-und Obstsorten, Kassava, Erdnüsse und Süßkartoffeln. Des Weiteren sind die Tierhaltung von Rindern, Ziegen, Schweinen und Geflügel sowie die Forstwirtschaft und Fischerei von großer Bedeutung.

Zu den wichtigsten Exportpartnern zählen Südafrika, Deutschland, das Vereinigtes Königreich, die Schweiz, Japan, Thailand, Tansania, die Demokratische Republik Kongo und Simbabwe die vor allem Tabak, Kupfer und Kobalt abnehmen. Waren wie Lebensmittel, Maschinen und Geräte, Chemikalien und Düngemittel, Mineralien und Brennstoffe werden aus Südafrika, dem Vereinigten Königreich, den Vereinigten Arabischen Emiraten sowie aus Simbabwe importiert.
 
Nationalparks & Städte

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Städte in Sambia

Lusaka

Lusaka ist eine pulsierende Stadt deren Chaos einen gewissen Charme versprüht. Die Hauptstadt ist noch immer gefangen zwischen kolonialen Anfängen, Jahre der sozialistischen Unabhängigkeit und der jetzigen Demokratie. Die schnell wachsende industrielle Entwicklung hat Menschen vieler Nationalitäten zusammengeführt und ein Zentrum für wirtschaftliche, politische und kulturelle Aktivitäten geschaffen.

Das Faszinierende an Lusaka ist die Energie, die natürlich nicht mit den westlichen Metropolen dieser Welt zu vergleichen ist. Es ist eher die pure afrikanische Energie, angetrieben durch die Notwendigkeit des Überlebens. Hier zeigt sich das "wahre Afrika". Für die Menschen aus den Dörfern ist Lusaka die glitzernde Hauptstadt in die tagtäglich hunderte von Menschen pilgern, auf der Suche nach Jobs und Träumen. Die Wahrheit spiegelt sich jedoch in der hohen Arbeitslosigkeit wieder. Weit über 60 Prozent der 2 Millionen Einwohner haben keine feste Einnahmequelle. Die meisten Menschen versuchen jedoch ein ehrliches Leben zu führen und verkaufen ihrer Waren oder bieten Dienstleistungen an.

Die Stadt liegt an der Kreuzung der wichtigsten Autobahnen in Richtung Norden, Osten, Süden und Westen auf einer Höhe von 1.300 Metern über dem Meeresspiegel. Die weitläufige, ungeplante Metropole mit vielen mehrstöckigen Gebäuden, ummauerten Vorstädten und ausgelasteten Elendsvierteln erstreckt sich über eine Fläche von mehr als 70 km2 und ist eine der am schnellsten wachsenden Städte in Zentralafrika. Seit der Unabhängigkeit hat sich die Bevölkerung fast verdreifacht und wächst täglich. Und so befindet sich Lusaka in einer andauernden Phase der Umwandlung. Straßen und alte Gebäude werden renoviert und neue Geschäfte erbaut.

Das erste Einkaufscenter von Lusaka ist Manda Hill mit einem ausgezeichneten Angebot an Geschäften und Boutiquen. Desweiteren gibt es mehrere Einkaufsmöglichkeiten in den Vorstädten zu denen Kabulonga, Northmead und Woodlands gehören. Der Großteil der Waren wird aus Simbabwe und Südafrika importiert und ist deswegen etwas teurer.

Ein Besuch auf einem der Märkte von Lusaka ist ein Muss. Es ist eine interessante Erfahrung und Sie erleben die bunte und lebendige Atmosphäre der Stadt. Der Soweto Market ist zwei Straßen westlich der Cairo Road. Ein weiterer befindet sich gegenüber dem Tazara-Gebäude auf der Independence Avenue. Kuriositäten und Handwerk finden Sie bei Zambili in der Luanshya Rd. „Moore Pottery“ auf der Kabalenga Road verfügt über eine hervorragende Auswahl an Keramik. Besonders besuchenswert ist „Zintu Za Nyimba“ am unteren Ende der Panganani Road. Dort werden eine breite Palette vor Ort gefertigter Holzmöbel, Batiken, Kerzenhalter, Lampen, von Hand gefärbter Stoffe und Schnitzereien vertrieben. Desweiteren gibt es im Vorort Kabulonga jeden letzten Samstag im Monat einen bunten Handwerksmarkt.

Livingstone

Im Jahr 1905 wurde Livingstone nach dem berühmten schottischer Missionar und Afrikaforscher Dr. David Livingstone benannt. Als eine der größten europäischen Niederlassung wurde die Stadt im Jahr 1911 zur Hauptstadt von Nord-Rhodesien. Im Jahr 1935 wurde die Hauptstadt nach Lusaka verlegt und Livingstone entwickelte sich von einer lebhaften Stadt zu einem ruhigen Ort der in den letzten Jahren ein wenig vernachlässigt wurde, aber immer noch einen besonderen Charme versprüht. Noch heute sind zahlreiche Einrichtungen und Überbleibsel der kolonialen Gebäude aus der Zeit Eduards des VII. an der Hauptstraße zu finden.

Die Nähe zum Sambesi-Fluss und den spektakulären Victoria Falls haben Livingstone zu einem Ausgangspunkt für Reisende aus der ganzen Welt gemacht, die von diesem Ort aus eines der sieben Weltwunder bestaunen möchten.

Das seit den 1930er Jahren bestehende Livingstone Museum ist das größte und älteste Museum in ganz Sambia. Die Archäologie-Galerie beschreibt die menschliche und kulturelle Entwicklung in Sambia von der Steinzeit bis zur Eisenzeit. Die Ethnographie- und Kunstgalerie zeigt Objekte verschiedener Kulturen des Landes, einschließlich Handwerk und Musikinstrumente. Des Weiteren werden verschiedene einheimische Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum gezeigt und die umfangreiche Bibliothek stellt Büchern über Archäologie, Flora und Fauna des Landes sowie einige von Livingstone's Zeitschriften zur Verfügung. In einem weiteren Bereich des Museums können Sie Wissenswertes zu den Ursprüngen der Bantu-Völker, die Entwicklung der britischen Kolonialherrschaft und die Verwirklichung der Unabhängigkeit erfahren. Das Museum beherbergt außerdem eine große Sammlung von Erinnerungsstücken die von der Familie Livingstone gespendet worden sind.

Ein Muss für Liebhaber alter Dampfmaschinen ist das Eisenbahn-Museum in der Chishimba Falls Road in dem die Eisenbahngesellschaften alte Dampfloks und Oldtimer-Busse, aber auch kleinste Erinnerungsstücke und alte Fotografien zeigen. Dieses Erlebnis versetzt Sie in damalige Zeiten zurück.

Ebenso reizvoll ist eine Kreuzfahrt mit der African Queen auf dem breiten oberen Sambesi-Fluss, Sambia, Lower Zambezi Nationalpark Sambia, Chiawa Camp Sambiaebenso wie die bunten und lebendigen Märkte die Sie im Norden von Dambwa oder in der Nähe der städtischen Polizeiwache finden. Interessante Darstellungen alter kolonialer Architektur aus der ersten Dekade dieses Jahrhunderts sind das North-West Hotel, die St. Andrews Anglican Church sowie die Coillard Memorial Church.

Livingstone ist auf dem besten Weg zum sogenannten "Adventure Centre" des südlichen Afrika aufzusteigen. Die Stadt bietet viele verschiedene Adrenalinsportarten wie Whitewater Rafting, Abseiling, Bungee Jumping und Tamdem Kajaking umgeben von einer unvergleichlichen und atemberaubenden Landschaft. Outdoor-Liebhaber kommen selbstverständlich bei Reiten, Fischen, Golfen oder auf Games Safaris auch auf ihre Kosten unter anderem durch Reiten, Golfen, Fischen oder auf Game Safaris. Die Stadt verfügt über einen gepflegten 18-Loch-Golfplatz.

Ndola

Ein wichtiges wirtschaftliches Zentrum und zugleich Distrikthauptstadt der Copperbelt Region-Region ist Ndola, die zweitgrößte Stadt Sambias. Sie liegt etwa 320 Kilometer nördlich von Lusaka auf einer Höhe von 1.300 Metern. Die Region ist für ihre vielen verarbeitenden Industrien, einschließlich einer großen Kupfer-Raffinerie, bekannt. Obwohl Sambia nach wie vor die größten Devisen durch Kupfer einnimmt und Metall die Stütze der nationalen Wirtschaft ist, hat sich die Stadt als bedeutendes Handels-und Gewerbezentrum entwickelt.

Ndola hat ein kleines Angebot an Sehenswürdigkeiten. Sollten Sie dennoch Zeit für einen Besuch finden, ist ein Ausflug ins Copperbelt Region Museum empfehlenswert. Hier werden Proben der hier vorkommenden Mineralien sowie Kunsthandwerk ausgestellt.

Lake Chilengwa liegt etwa sechzehn Kilometer südöstlich von Ndola und ist einer von zwei versunkenen Seen im der Copperbelt Region-Region. Der andere See ist der 100 Meter tiefe Lake Kashiba. Er bietet sichere Bademöglichkeiten und ist ein guter Punkt für Vogelbeobachtungen. Das Dag Hammerskjold Memorial erinnert an den tragischen Tod des Generalsekretärs der Vereinten Nationen, der 1961bei einem Flugzeugabsturz während der Katanga-Krise in Zaire ums Leben kam. Aufgrund der Nähe zu Zaire sollten Sie beim Besuch dieser Gedenkstätte Vorsicht wahren.

Kitwe

Vierundsechzig Kilometer westlich von Ndola liegt auf 1.200 Metern Höhe die Stadt Kitwe, der sogenannte Knotenpunkt der Copperbelt-Region, der zugleich das Industrie-und Handelszentrum der Region darstellt. Mit dem Aufschwung des Kupferpreises in den 1950er Jahren entwickelte sich Kitwe von einer kleinen Gemeinde zur zweitgrößten Stadt in Sambia.

Derzeitig verfügt Kitwe über einen großen Shopping-Bereich mit Hotels, einem Kino und einem Theater. Obwohl Kitwe als touristische Stadt weitgehend unerschlossen ist, liegt die sie umgeben von einer wunderschönen und sehenswerten Landschaft.

Sambia, South Luangwa Nationalpark Sambia, Kaingo Camp SambiaEtwa 9 Kilometer von der Kitwe-Ndola Schnellstraße entfernt, liegen die Makwera Falls mit dem gleichnamigen See der ein Zentrum für die Fischzucht ist. Die Wasserfälle sind klein aber dennoch sehr malerisch. Sie fallen von einem kleinen Fluss über einen größeren Felsen, bevor sie in ein schimmerndes Reservoir fallen. Kitwe bietet zudem die Möglichkeit eine der Minen mitsamt der Schächte zu besichtigen.

Auf der Kalalushi/ Kasempa Road, rund Dreißig Kilometer von Kitwe entfernt, liegt ein sehr charmantes Vogelschutzgebiet, das von der Wildlife Society betrieben wird. Üppiger Wald umgibt einen kleinen See den Sie zu Fuß oder mit dem Auto umgehen/umfahren können. Des Weiteren besteht die Möglichkeit Boote zu mieten und von hier aus Flora und Fauna in ihrer vollen Pracht zu bewundern.

Chingola

Chingola ist mit seiner Fülle an Bäumen und Blumen eine der malerischsten Städte der Copperbelt Region-Region. In diesem Teil des Landes regnet es häufiger wodurch die Landschaft viel grüner ist. Hier befindet sich auch der größte Tagebau Afrikas, in der oberflächennah Bodenschätze gewonnen werden ohne dass Schächte und/oder Stollen dafür angelegt werden müssen. Für die Besichtigung des Tagebaus benötigen Sie eine Genehmigung die am Ende der Fern Ave. erteilt wird.

Für Golfer gibt es hier einen der schönsten und gepflegtesten Golfplätze in ganz Afrika. Ein Muss ist das Chimfunshi Chimpanzee Sanctuary. Chimfunshi beherbergt in zwei Anlagen mehr als fünfzig Schimpansen. Abgesehen davon leben zahlreiche weitere Tieren in diesem Schutzgebiet, die von David und Sheila Siddle liebevoll gepflegt werden.

Luanshya

Luanshya beherbergt die älteste Kupfermine in Sambia. Obwohl es wenig interessante Touristenziele gibt, eignet sich Luanshya jedoch für eine gute Zwischenstation auf dem Weg in die Copperbelt Region-Region. Das Örtchen verfügt über eine ganze Reihe von Geschäften und einen Markt. Hier steht im Übrigen ein Denkmal an jener Stelle, an der William Collier 1902 während der Jagd auf eine Roan Antilope das Kupfer entdeckte.

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Nationalparks

South Luangwa Nationalpark

Im Osten Sambias liegt ein bedeutendes Wildschutzgebiet. Nicht ohne Grund ist der South Luangwa Nationalpark einer der großartigsten Tierparks die Afrika zu bieten hat. Hier entstanden die berühmten "Walking Safaris", die noch immer noch eine der besten Möglichkeiten sind die unberührte Natur aus nächster Nähe zu erleben.

Die Konzentration der Wildtiere rund um den Luangwa-Fluss und die Lagunen ist woanders kaum größer. Auf einer Fläche von 9050 km2 beherbergt der South Luangwa Nationalpark eine Vielzahl von Vögeln und Wildtieren die in einer reiche Pflanzenwelt leben. Mit Ausnahme des Nashorns wird der South Luangwa Nationalpark von mehr als 60 verschiedene Tierarten und über 400 verschiedenen Vogelarten bewohnt. Bis zu 70 Flusspferde tummeln sich gemütlich im Luangwa-Fluss und in den Lagunen. Zebras treten in kleineren Herden von etwa einem Dutzend auf. Dabei unterscheiden sich die sambischen Zebras in ihren Streifen von den ost- und südafrikanischen Zebras. Ebenfalls oft anzutreffen sind die grazilen Thornicroft-Giraffen. Des Weiteren beherbergt der South Luangwa Nationalpark 14 verschiedene Antilopenarten. Eher selten zeigt sich nur der Bushbock, der dicht bewachsene Orte bevorzugt sowie Ducker die in der Region des Luangwa-Flusses eher selten vor kommen. Sie bevorzugen lieber das Hinterland des Luangwa Valleys. Die Elenantilope, größte Antilope ihrer Gattung hält sich in der Regel in der Nähe des Nsefu Bereich des Parks auf. Zahlreich vertreten hingegen sind Impalas die in großen Herden durch den Park ziehen. Mit seinen majestätischen, spiralförmigen Hörnern und dem zarten Gesicht gehört der Kudu zu der schönsten Antilopenarten. Obwohl sie weit verbreitet sind, sind Kudus auf Grund ihrer Vorliebe für dichte Buschlandschaften und ihre Ruhegewohnheiten nicht immer leicht zu finden. Riedböcke, Zobel, Kuhantilopen, Klippspringer und Bleichböckchen hingegen neigen dazu tiefer in den abgelegenen Teilen der Muchinga-Böschung zu leben.

Hyänen treten relativ häufig im Tal auf und ihre nächtlichen wehleidig klingenden Laute sind charakteristisch für den afrikanischen Busch und noch auf weite Entfernung zu hören.
Der South Luangwa Nationalpark hat ebenfalls eine große Leopardenpopulation. Dennoch neigen die eher scheuen Tiere zum Rückzug wenn sie Fahrzeuge hören und sind deswegen eher selten zu erspähen. Löwen, die in South Luangwa ebenfalls stark verbreitet sind und sich in großen Gruppen von rund 30 Tieren bewegen, halten sich nach Erlegung ihrer Beute oftmals tagelang von dem touristischen Bereich des Parks fern. Weitere Fleischfresser im South Luangwa Nationalpark sind afrikanischen Wildhunde, Karakale und Streifenschakale. Auf Nachtfahrten bietet sich Ihnen die Möglichkeit nachtaktive Tiere wie Eulen, Leoparden, Ginsterkatzen, afrikanische Zibetkatzen, Servale, Buschbabies, futtersuchende Nilpferde, Honigdachse und Löwen in ihrem natürlichen Umfeld zu sehen.

Sambia, Lower Zambezi Nationalpark Sambia, Chongwe River Camp SambiaDie Jahreszeiten sind im South Luangwa Nationalpark stark ausgeprägt. Die Trockenzeit beginnt im April und intensiviert sich bis Oktober, dem heißeste Monat in dem sich die Konzentrationen der Tiere auf dem Höchststand befindet. Warme, sonnige Tage mit kühlen Nächten charakterisieren die trockene Winterzeit von Mai bis August. Mit Beginn der Regenzeit im November werden die Blätter grün und das ehemals trockene, trostlose Gelände verwandelt in einen üppig grünen Dschungel. Die Regenzeit dauert bis Ende März und mit ihr kommen die Zugvögel in Scharen. Die Möglichkeiten für Vogelbeobachtungen im Tal des South Luangwa Nationalpark sind zu dieser Zeit hervorragend. Rund 400 der 732 Vogelarten die es in Sambia gibt, darunter 39 Arten von Greifvögeln und 48 Migranten kommen am Ende der trockenen Jahreszeit wenn der Fluss und die Lagunen beginnen zurücktreten. Dann sind auch Hunderte von großen Wasservögeln zu sehen die durch die Untiefen waten. Aber auch Nimmersatt, Pelikane, Sattelstörche, Marabu, Silberreiher, Schwarzhalsreiher, Goliathreiher, Kronenkraniche, Bienenfresser und Mauerschwalben sind im South Luangwa Nationalpark präsent.

North Luangwa Nationalpark

Das abgelegene Gelände des North Luangwa Nationalparks verfügt über eine 4636 km2 große Fläche und bietet einige der schönsten Eindrücke in die sambische Wildnis. Hier haben Sie die Gelegenheit die ursprüngliche Seite Afrikas kennenzulernen: wild, unberührt und dramatisch.

Der North Luangwa Nationalpark ist nicht für die breite Öffentlichkeit zugänglich. Bis zum Jahr 1984 durfte das Areal nur von Rangern betreten werden bis Major John Harvey und seine Frau Lorna eine Genehmigung beantragten um Walking-Safaris in der Region durchführen zu dürfen. 5 Jahre später, 1989, erhielten die zwei Wissenschaftler Mark und Delia Owens, die durch ihr Buch "Der Ruf der Kalahari" an Berühmtheit erlangten die Genehmigung zur Einrichtung einer Forschungsstation. Durch ihren Einfluss und als Mittel zur Eindämmung der Wilderei erteilten die Behörden weiteren Safari-Betreibern die Erlaubnis geführte Safaris mit einer begrenzten Zahl von Besuchern zu betreiben.

Wie der South Luangwa Nationalpark befindet sich der North Luangwa am westlichen Ufer des Luangwa-Flusses und wird auf der anderen Seite von der dramatischen Muchinga-Felswand umgeben, die etwa 1.000 Meter ins Tal hinabgeht. Der Park hat viele Nebenflüsse die eine wichtige ökologische Rolle in der Region spielen und allesamt in den Luangwa-Fluss münden. Das kristallklare Wasser des Mwaleshi-Flusses rieselt in Form von kleinen Wasserfällen die Böschung hinab. Diese treten in der trockenen Jahreszeit zurück und hinterlassen zahlreiche Tümpel die die wassersuchenden Tiere aus dem Busch anlocken.

Die üppige Vegetation des North Luangwa Nationalparks reicht vom Mopane-Wald, offenem Grasland, Akaziendickicht über Kigelias, sogenannte Leberwurstbäume, Steinnusspalmen, rote Mahagoni, Gemüse-Elfenbein Palmen bis hin zu Leadwood-Bäumen. Einen spektakulären Anblick bieten die vielen Büffelherden die auf ihrer Flucht riesige Staubwolken hinterlassen, während die stolzen Löwen hungrig ihre erlegte Beute verschlingen. Zu den weiteren Bewohnern des North Luangwa Nationalparks gehören Hyänen, Zebras, Warzenschweine, Paviane, Pukus, Impala, Gnus, Buschböcke und grüne Meerkatzen. Elefanten und Leoparden treten seltener auf als im South Luangwa Nationalpark. Dafür zeigen sich Kuhantilopen, Riedböcke und Elenantilopen hier wesentlich häufiger. Besonders gut eignet sich der North Luangwa Nationalpark für Vogelbeobachtungen. Regelmäßig werden hier Kronenkraniche, Zimtroller, Scharlachspinte und Bindenfischeulen gesehen, gelegentlich sogar Grillkuckucks und Fischadler.

Die Betreiber der Walking-Safaris bieten diese in der Trockenzeit von Juni bis Oktober an wenn die Tierpopulation auf ihren Höchststand ist. Ein Zugang in der Regenzeit ist praktisch unmöglich.

Lower Zambezi Nationalpark

An der Grenze zu Simbabwe und am südlichen Rand von Sambia liegt der 4092 km² große Lower Zambezi Nationalpark. Der dort fließende Lower Zambezi-Fluß bildet die natürliche Grenze zwischen den beiden Ländern.

Gemeinsam mit dem gegenüberliegenden Mana Pools Nationalpark bildet der relativ neue Lower Zambezi Nationalpark die perfekte Basis für eine reiche Tierwelt. Die Schönheit des Parks liegt in dem Gefühl der absoluten Wildnis. Uferlandschaften, Inseln, Sandbänke und Tümpel prägen das Landschaftsbild des Lower Zambezi Nationalparks. Akazien, Mahagoni-, Leadwood-, Ebenholz-, Affenbrot- und Feigenbäume bewachsen die trockeneren Gebiete des Areals. Der Fluss und die Flutebene werden von steilen Klippen begrenzt. Während der Trockenzeit kommen alle Tiere zu den dauerhaft wasserführenden Tümpeln die in dieser Zeit die einzige Wasserquelle in der Region sind. Auf Grund dessen eignet sich das Gebiet besonders gut zur Beobachtung von Großtieren.

Die Vielfalt an Tieren ist zwar nicht so groß wie die anderer großer Parks, jedoch kommen Sie den wandernden Tieren zu Land, aber auch zu Wasser von einem Kanu oder Boot aus besonders nahe. Die Population konzentriert sich auf den Bereich der Talebene und der ruhige Fluss und die Talaue ziehen eine besonders hohe Anzahl an Antilopen und Büffeln an. Große Elefantenherden von bis zu 100 Tieren halten sich hingegen gerne am Rand des Flusses auf und Hunderte von Flusspferden und Krokodilen bewohnen den Fluss selbt. Paviane und grüne Meerkatzen leben hier neben ihren Feinden, den Leoparden. Löwen hingegen bevorzugen lieber die hier lebenden Zebras und Büffel.

Der Lower Zambezi Nationalpark ist ein Paradies für begeisterte Vogelbeobachter. Eisvögel, bunte Papageien, Nashornvögel und majestätische Fischadler mit ihren allgegenwärtigen Schreien gehören zu der großen Vogelvielfalt die der Park zu bieten hat.
Der Lower Zambezi Nationalpark ist über das sambische Chirundu zu erreichen und sollte in der Trockenzeit besuchet werden.

Kafue Nationalpark

Der Kafue Nationalpark liegt etwa 200 km westlich der Stadt Kafue am Oberlauf des gleichnamigen Flusses am großen Itezhitezhi-See, der vor dem Stausee der Kafue-Talsperre angelegt ist. Der 1950 eröffnete Park ist der älteste Nationalpark des Landes und mit Abstand der größte in Sambia. Weltweit liegt sogar und der 22.400 km2 große Park der mit der Fläche von Wales vergleichbar ist, sogar auf dem zweiten Platz.

Der Kafue Nationalpark liegt fernab jeglicher Zivilisation. Er ist weitestgehend unterentwickelt und vom Tourismus noch wenig erschlossen. Hier erleben Sie noch ein rohes, jedoch vielfältiges Stück Wildnis mit hervorragenden Möglichkeiten der Wild- und Vogelbeobachtung in den beindruckenden Flüssen, ursprünglichen Feuchtgebieten und weiten, offenen Graslandschaften die der Park zu bieten hat.

Sambia, South Luangwa Nationalpark Sambia, Mchenja camp SambiaDie Landschaft des Naturschutzgebietes ist sehr vielfältig. Teak- und Miombowälder sowie eine große Zahl eindrucksvoller Kandelaber und großer schwarzer Felsbrocken die oftmals mit einer großen Elefantenherde verwechselt werden durchziehen die Landschaft. Die spektakulären Busanga Plains im Norden des Parks sind eine gewaltige flache Fläche und Sambias bedeutendstes Feuchtgebiet. Die noch unberührte Region unterlag bisher keinen menschlichen Aktivitäten und Entwicklungen.

Die üppigen Wiesen beweiden tausende rote Moorantilopen. Vor etwa fünfzig Jahren war diese Antilopenart in diesem Bereich fast ausgestorben. Durch die Errichtung des Nationalparks hat sich die noch bestehende Population jedoch phänomenal fortgepflanzt und herangewachsen. In riesigen Herden wandern die Tiere über die goldenen Ebenen und bescheren einen traumhaften Anblick voller Schönheit.

Im Norden des Parks liegen die spektakulären, weiten und offenen Busanga-Auen. Sie zählen zu den wichtigsten Feuchtgebieten des Landes und füllen sich in der Regenzeit zwischen März und Mai durch die zahlriechen Flüsse und Wasserwege mit viel Wasser. In den Tümpeln können Sie Flusspferde beim Suhlen beobachten.
Neben den Flusspferden und Moorantilopen leben auch zahlreiche Geparden, Löwen, Warzenschweinen, Steppenzebras, Streifengnus, Buschschweine, Leoparden, Elefanten, Großkudus, Wasser- und Buschböcke, Kronenducker, Pavianen, Schakale, grünen Meerkatzen und Büffel im Kaufue Nationalpark. Aber auch seltenere Tierarten wie Liechtenstein-, Rappen- und Pferdeantilopen sowie Pukus und das winzige Oribi können hier in ihrem natürlichen Lebensraum beobachtet werden. Auf Grund dessen gilt der Park als Afrikas reichstes Antilopengebiet Auch die annähernd 500 Vogelarten machen den Kafue Nationalpark zu einem der vogelreichsten Gebiete des Kontinents.

Die besten Beobachtungsmöglichkeiten sind in der Trockenzeit von April bis Oktober. Nach der Regenzeit in der ersten Hälfte des Jahres bezaubert der Park mit seiner gesamten prachtvollen Schönheit. Viele der parkinternen Straßen sind zwischen November und April jedoch nicht zugänglich.

Sumbu Nationalpark

Am südlichen Ufer des Tanganjika-Sees in der nördlichsten Spitze von Sambia, liegt der Sumbu Nationalpark. Er erstreckt sich über eine Fläche von ungefähr 2.000 km2 von denen rund 100 km am unberührten Ufer dieses großen Sees entlang führen. Die Schönheit der Sandstrände, steil hinabstürzender Klippen, felsiger, natürlicher Buchten und zerklüfteter Bergelandschaften mit tiefen Tälern sind phänomenal. Hier verläuft auch der Lufubu-Fluss der sich seinen Weg durch das beidseitig von 300 Meter hohen Böschungen umgebene Tal windet. Er markiert die östliche Grenze des Parks bis zum Austritt des Tanganjika-Sees.

Ein Großteil des Parks ist durch das Combretum-Dickicht geprägt. Entlang des Seeufers stehen zahlreiche Feigen- und Kandelaber-Bäume gemeinsam mit den seltsamen interessant geformten und aufeinander liegenden Felsbrocken.

Bengweula-Sümpfe

Inmitten des Nord-Sambischen Plateus im Norden von Sambia liegt das riesige Feucht- und Sumpfgebiet Bengwuela. Gekennzeichnet durch seine vielen Wasserläufe, flachen Lagunen und Inseln, sowie Schwemmebenen wird die Region auch als „Ort, wo das Wasser den Himmel trifft“ bezeichnet. Das Becken wird von 17 Hauptzuflüssen mit einem Einzugsgebiet von 190.000 km2 bewässert, jedoch nur vom Luapula Fluss entwässert.

Das Gebiet wird in der Regenzeit zwischen November im März bei einer durchschnittlichen jährlichen Niederschlagsmenge von etwa 1.200 mm überschwemmt. Davon verdunsten jedoch rund 90% des Wassers direkt. Auf Grund dessen variiert der Wasserstand in der Mitte des Beckens zwischen einem und zwei Metern, sodass sich die Wassergrenze um bis zu 45 km vor- oder zurück verschiebt. Dieser fortwährende Anstieg und Rückgang des Wassers bestimmt das Leben in diesem unglaublich großen Gebiet. Bereits vor Jahrhunderten siedelten sich Menschen am Rand der Feucht- und Sumpfgebiete an, da sie eine reiche Lebensmittelquelle boten.

Die aktuellen Bewohner der nördlichen Provinz sind Nachkommen von einer Reihe von Auswanderungen aus dem Kongo-Becken. Die ersten Siedler waren als die Ba-Twa oder wilden Männer von den Neuankömmlingen bekannt. Früher besetzten sie die Inseln rund um den Zusammenfluss des Chambesi-Flusses mit dem Luapula-Fluss und ernährten sich vom Fischfang. Heute haben sie sich in die umliegenden Stämme integriert und sprechen alle die gleiche Sprache.

Die höher gelegene Fläche rund um die Bangweulu-Sümpfe wird von Miombo-Wäldern dominiert, einer Mischkombination aus Bäumen und einer geschlossen Grasdecke die durch zahlreiche saisonale Feuchtgebiete oder Sumpfflächen, den Dambos, durchschnitten wird. Hier wächst besonders nährstoffreiches Gras, das zahlreiche Tiere anzieht.

Abhängig von der Tiefe und Dauer der jährlichen Überschwemmungen ist die Talaue selbst durch Wiesen unterschiedlicher Zusammensetzung geprägt. In den meisten Fällen bestehen die Sümpfe aus offenen, von Papyrusgewächsen umgebenen Gewässern und natürlichen Kanälen die nur mit dem Kanu über vernetzte Wasserwege zu erreichen sind.

Zahlreiche Termitenhügel sind weitläufig über das Gebiet verstreut. Sie werden als ein Merkmal der Bangweula-Auen angesehen und sogar als "eine Welt des Wassers und der Ameisenhaufen" bezeichnet. Diese kleinen Hügel sind sicher vor allen Überschwemmungen und gewährleisten damit das Überleben der verschiedenen Baumsämlinge. Mit der Zeit entstehen so kleinere oder größere bewaldete Inseln.

Während der Regenzeit zwischen November und März ist die Vogelwelt phänomenal. In dieser Zeit werden alle Ausflüge in und um die Sümpfe ausschließlich mit dem Boot unternommen. Je nach Umfang des Regens in der Sommerzeit, trocknen die Auen ausreichend um von Mitte beziehungsweise Ende April eine Durchfahrt mit Fahrzeugen zu ermöglichen.
Bis Juni/Juli ist ein großer Teil der Auen trocken, sodass es nun möglich ist Wanderungen auf den ehemals sumpfigen Gebieten zu unternehmen. Während die Zahl der Vögel rund um diese Zeit im Jahr noch recht umfangreich ist, sinkt die Zahl der Arten mit dem Rückflug der Sommermigranten. Die zeitweise überflutet Auen, Wiesen und Wälder bringen eine große Vogelvielfalt mit rund 400 verschiedenen Arten hervor.

Einer der vielen Gründe für eine Reise in diese ungewöhnliche Wildnis ist die unendlich flache Weite. Der Blick auf den Horizont scheint unendlich. Die Vogelwelt ist herrlich anzusehen und die Sicht der endemischen schwarzen Moorantilopen ist einfach unvergesslich. Die wasserliebenden Tiere bewegen sich nach Rückgang des Hochwassers in Herden von bis 10.000 Exemplaren.

Weite, offene und mehrere kilometerbreite Überschwemmungsgebiete bestehen an der Peripherie der ständigen Sümpfe. Dieses seichte Gewässer bietet ideale Futtergründe und Überwinterungsplätze für die große Zahl einheimischer Vögel sowie zahlreicher Sommermigranten. Rosa- und Rötelpelikane sowie Klunkerkraniche, Sattelstroche, Ibisse und Löffler und viele Arten der kleineren Watvögel sind in den Bengwuela-Sümpfen aufzufinden. Ein weiterer Bewohner der Bangweulu Sümpfe ist der sehr seltene Schuhschnabel-Storch. Während der ersten Monate nach der Regenzeit hält sich dieser seltsam aussehende Vogel regelmäßig am Rande der Sümpfe und Überschwemmungsgebiete auf. Die Sümpfe gelten als eines seiner letzten verbliebenen Lebensräume.

Zu den weiteren seltenen Vögeln die reichlich in der Gegend vertreten sind gehören die „swamp fly-catcher“, „marsh tchagra“, sowie die „white cheeked bee-eater“. Nashornvögel und Kafferntrappen zeigen sich sogar noch häufiger da sie über dem Grünland nach Insekten suchen.

Des Weiteren wimmeln die Überschwemmungsgebiete von Brachschwalben, Kronenkranichen und Steppenweihern sowie von Enten, Gänsen, Blatthühnchen, Löfflern, Pelikanen und gelegentlich sogar Flamingos. Außerdem lebt die scheue Sitatunga, eine ausschließlich in Feuchtgebieten vorkommende Antilope in den Bengwuela-Sümpfen. Diese Antilopen sind gute Schwimmer und verbringen den größten Teil des Tages im Wasser. Sobald sie sich gestört fühlen, tauchen sie unter sodass lediglich ihre Nase zum Vorschein kommt. Aber auch Ducker, Riedböcke, afrikanische Wildhunde, grüne Meerkatzen, Mungos und Buschschweine haben in den Bengwuela-Sümpfen ihr Zuhause gefunden.

Anfang der 1980er Jahre waren Löwen Teil der Tierpopulation der Bengwuela-Sümpfe. Mit der Zunahme der menschlichen Aktivitäten schrumpfte die Zahl der Exemplare jedoch merklich und so wurden die Tiere in andere Gebiete des Landes vertrieben. Ab und zu lässt sich jedoch ein graziler Leopard blicken der gemütlich auf einem Baum vor sich hin döst. Stärker verbreitet sind hingegen Elefanten und Büffel, sowie zahlreiche Krokodile und Flusspferde die im Wasser lauern.

Im August sind die Temperaturen in den Bengwuela Sümpfen tagsüber angenehm, jedoch kann es in der Nacht mit Temperaturen um den Gefrierpunkt sehr kalt werden.

Kasanka Nationalpark

Mit einer Fläche von rund 450 km² ist der Kasanka Nationalpark der kleines des Landes. Inmitten eines Miombo-Waldes, sowie der Grass-und Sumpflandschaften liegen vier Flüsse und acht Seen die sich ihren Weg durch den Park bis hin zum nördlich gelegenen Bengwuela Nationalpark bahnen.

Zu den Sehenswürdigkeiten des Parks zählen unter anderem das David Livingstone Memorial. An dieser Stelle endete die letze Reise des bekannten Missionars und Forschers der im 19. Jahrhundert während seiner vergeblichen Suche nach der Quelle des Nils starb. Dort wurde sein Herz unter einem Baum begraben der drei Jahre später ebenfalls starb und zur Roya Geographic Society gebracht wurde, in der er bis heute aufbewahrt und für die Öffentlichkeit ausgestellt wird. Die Nsala Caves zeigen gut erhaltene Felszeichnungen die bis zu 100.000 Jahre alt sein sollen.

Ein lohnenswerter Ausflug sind die spektakuläre Kundalila Falls die Sie in etwas mehr als einer Stunde Autofahrt von Kasanka erreichen können. Die Wasserfälle liegen in einem Gebiet von großer landschaftlicher Schönheit. Hier fällt der Kaombe River über den Rand der Böschung der Muchingaberge 65 Meter hinab in die Tiefe. Ein Pfad führt hinunter an den Fuß des Wasserfalls wo sich das Wasser in einem tiefen Becken sammelt, der zu einem kühlen Bad einlädt.

Auch das kristallklare Gewässer des Lake Waka Waka bietet hervorragende Bademöglichkeiten. Das Gebiet liegt umgeben von einem Miombo-Wald, nur eine Fahrtstunde von Kasanka entfernt. In den felsigen Hügeln können Sie einsame Spaziergänge machen.

Einen atemberaubenden Panoramablick auf den Kapabi-Sumpf haben Sie von der einzigartigen 18 Meter hohen Aussichtsplattform aus, die sich in einem riesigen Mululu-Baum befindet.

In den frühen Morgenstunden sollten Sie die Chikufwe Plains aufsuchen an denen sich zu dieser Zeit zahlreiche Rappenantilopen, Kuhantilopen sowie Zebras und Büffel aufhalten.

Obwohl Kasanka der kleinste Park in ganz Sambia ist, hat er eine Vielzahl von Lebensräumen jeweils mit einer eigenen Vielfalt an Tier-, Vogel-und Pflanzenarten. Am häufigsten sind Pukus, sogenannte Grasantilopen im Park vertreten. Sie halten sich meist bei den Gräsern in Wassernähe entlang des Kasanka-Flusses und der Wasa-Seen auf. Der Miombo-Wald erstreckt sich über den größten Teil der gesamten Fläche und beheimatet Rappenantilopen, Kuhantilopen, Warzenschweine, Buschschwein, Ducker und Steppenpaviane. Das immergrüne Gebüsch ist besonders bei Diademmeerkatzen, Buschböcken, Leoparden und Buschschweinen beliebt. Die grünbedeckten Entwässerungsrinnen versorgen Wasser- und Riedböcke mit frischem Gras.

Zu den eher seltenen Tierarten des Parks zählen Klunkerkraniche, Rappenantilopen, Warzenschweine, Paviane sowie die seltenen Sitatungaantilopen. Sie sind in vielen schwer zugänglichen Feuchtgebieten heimisch doch nirgendwo treten sie in großer Zahl auf. Inzwischen leben auch wieder Afrikanische Wildkatzen, Löwen, Servalkatzen, Leoparden, Hyänen und Honigdachse im Park, allerdings können Sie diese nur mit Glück zu sehen bekommen. Weitaus besser liegen die Chancen zahlreiche Palmenflughunde sowie schwarze Moorantilopen, Elefanten, Krokodile, Flusspferde, Wasserböcke, Otter, Gnus, Mungos sowie Schakale und Zinetkatzen zu beobachten.

Faszinierend ist die auch variationsreiche Flora die mehreren Hundert Vogelarten wie der Fischeule, dem Einfarb-Schlangenadler, der Pygmyente, ebenso wie der Sporengans und dem Sattelstoch einen idealen Lebensraum bietet.

Der Kasanka Nationalpark kann ganzjährlich besucht werden. Die Monate November bis März eignen sich hervorragend für die Vogelbeobachtung, während die Wildbeobachtung am besten in den Monate Mai bis Oktober ist.

Liuwa Plains Nationalpark

Im äußeren Westen von Sambia liegt ein Stück unberührter Wildnis. Der Liuwa Plains Nationalpark ist eine berauschende Attraktion für abenteuerlustige Naturliebhaber. Auf Grund seiner abgeschiedenen Lage und fehlender Straßen sollten Sie den Park nicht auf eigene Faust besuchen.

Riesige Grasebenen bewachsen die 3.600km2 große Fläche die für den Wasserhaushalt Sambias eine bedeutende Rolle spielen, ebenso wie für die gigantische Tierpopulation. Mit Beginn der Regenzeit im November tummeln sich hier rund 35.000 Gnus und Zebras nach ihrer Ankunft aus Angola. Ansonsten verteilt sich das Wild über die gesamte Ebene und es kann einige Zeit dauern bis Sie es erspähen.

Dafür ist der Anblick eines stolzen Löwen oder einer riesigen Herde Streifengnus in diesem vergessenen Stück Afrikas umso faszinierender. Des Weiteren bevölkern zahlreiche ungewöhnliche Antilopenarten den Liuwa Plains Nationalpark, unter ihnen Bleichböckchen, rote Moorantilopen, Steinböckchen, Ducker sowie Leierantilopen. Sowohl Schakale, Servale, Wildkatzen, afrikanische Wildhunde als auch Löwen und Hyänen sind die Räuber der Gegend.

Riesige Vogelschwärme migrieren während der Regenzeit in den Liuwa Plains Nationalpark, unter anderem die Senegaltrappe, der Sekretär, die Rotschnabel- und Pünktchenente, der Kronen- und Klunkerkranich, die Langschwanz-Paradieswitwe, der Hadeschmätzer, der Gelbkehlpieper, die Schwarzflügel Brachschwalbe, der Schreiseeadler, der Savannen- und Kampfadler, der Senegalliest sowie die Weißkehlschwalbe die den Nationalpark zu einem hervorragenden Vogelbeobachtungsgebiet machen.

Die beste Reisezeit für einen Besuch im Liuwa Plains Nationalpark ist zwischen August und Dezember. Wenn im November die Regenzeit einsetzt, können Sie dramatische Wolkenformationen und Blitzschläge am Horizont sehen die in Kontrast zu den grünen und goldenen Wiesen beindruckende Aussichten und fantastische Fotomotive schaffen.

Lochinvar Nationalpark

Etwa 250 km von Lusaka entfernt liegt der 428 km2 große Lochinvar Nationalpark, der gemeinsam mit dem Kafue Flutgebiet und dem nördlich gelegenen Blaue Lagune Nationalpark eine Einheit bildet. Er hat zwar nicht die größte Säugetiergattung, ist dennoch ein Park von seltener Schönheit und bietet mit rund 428 registrierten Vogelarten herausragende Möglichkeiten zur Vogelbeobachtung.

Der Lochinvar Nationalpark liegt am südlichen Rand der Kafue Ebenen, einem breiten Überschwemmungsgebiet des Kafue-Flusses zwischen der Kafue-Schlucht und dem Itezhitezhi Damm, der für die Regulierung des Wasserspiegels in den Kafueauen zuständig ist.

Die unterschiedlichen Vegetationen mit Auen, Wäldern und Termitenbauten Sambia, SUndowner Cruise Sambia, Zambezi Sambiamachen den Park zu einem interessanten Gebiet. Der Park ist besonders bekannt für die riesigen Herden Kafue-Moorantilopen. Rund 30.000 Exemplare halten sich hier in den Ebenen je nach Hochwasserstand auf. Wenn das Hochwasser wieder zurück geht, ziehen die Tiere weiter in den Norden zu den grünen Auen. Dort ernähren sie sich von Gräsern und Kräutern und waten oder schwimmen durch das bis zu einem Meter tiefe Gewässer der Chunga-Lagune. Weitere Tierarten wie Büffel, Streifengnus, Kudus, Grüne Meerkatzen, Bleichböckchen, Paviane, Zebras und weitere Wildtiere nutzen den Lochinvar Nationalpark als ihren Lebensraum. Das hervorragende Vogelschutzgebiet umfasst Vögel wie Klunkerkraniche, Marabu Störche, Zwergsumpf- und Kammblesshühner, Flamingos, Afrikanische Scherenschnabel, Raubseeschwalben, Sanderling, Zwergstrandläufer. Steinwälzer, Goldregenpfeifer, und Regenbrachvogel, nur um einen Teil zu erwähnen.

Allerdings hat der Lochinvar Nationalpark nicht nur eine reiche Fauna sondern auch zwei weitere Sehenswürdigkeiten zu bieten. Zum einen die Gwisho Hot Springs und zum anderen Sibanzi Hill. Ersteres liegt einbettet in üppiger Vegetation umgeben von zahlreichen Palmen. Hier entspringen die zwischen 60 und 90 Grad heißen Quellen von Gwisho. Sibanzi Hill ist eine archäologische Stätte an deren Stelle in der Eisenzeit ein Dorf stand. Achten Sie dort auf den Baobab-Baum, dessen hohler Baumstamm einen großen Schlafplatz für mehrere Personen bietet. Dem Baum wird nachgesagt, dass er in der Vergangenheit Durchreisende vor wilden Tieren schützte. Unweit davon liegt „Drum Rock“, ein Felsen der nachklingende Töne hervorbringt wenn man auf ihn klopft. Er ist Teil des lokalen Aberglaubens und früher stoppten Reisende hier um ihn zu begrüßen, bevor sie ihre Reise fortsetzten.

Der Lochinva Nationalpark kann das ganze Jahr über besucht werden. In der Regenzeit sind die Vogelbeobachtungen besonders begünstigt, da sich hier zu dieser Zeit viele Zugvögel aus dem Norden aufhalten. Wildbeobachtungen sind allerdings in der Trockenzeit erfolgreicher.

Luambe Nationalpark

Im Osten Sambias im Luangwa Tal, zwischen den bekannten North und South Luangwa Nationalparks, liegt der Luambe Nationalpark. Seine vergleichsweise kleine Fläche von rund 250 km² imponiert jedoch mit seiner landschaftlichen Abwechslung und Artenvielfalt. Grasflächen, Lagunen und Buschsavannen durchziehen den Park, der zahlreichen Wildtieren einen Lebensraum bietet.
Nach jahrelanger Wilderei hat sich der Tierbestand wieder erholt und der Park beheimatet nun Gattungen von Thornicroft Giraffen, Cuchson Wildbeests (eine Unterart des Gnus), Elefanten, Zebras, Büffel, Kudus, Pukus, Elenantilopen, Ellipsen-Wasserböcke, Paviane, Wildhunde, Löwen, Warzenschweine, Leoparden, Krokodile, Flusspferde und sogar das einst ausgerottete Spitzmaulnashorn, das sich in gesonderten Schutzgebieten wieder eingelebt hat.
 
Wissenswertes von A - Z

 

Aktivitäten

Abseiling

Um ein Abseilen zu ermöglichen, wurde am Anfang der Schlucht eine Plattform errichtet und die Seile sind an Sicherheitspflöcken in die Felsen gebohrt worden. Gut ausgestattet und gesichert werden Sie leicht über die Plattform gesenkt und können sich langsam mit dem Seil am Felsen entlang abseilen. Mit dem Erreichen der Basis können Sie entscheiden, ob Sie zurück hinauf gezogen werden möchten oder doch eher zu Fuß nach oben wandern. Die Steigung ist leicht und hat viele Rastmöglichkeiten.

Bungee-Jumping

Wagen Sie den höchsten Bungee-Sprung der Welt über der Batoka Schlucht mit Blick auf eine traumhafte Kulisse. Sie erleben ein unbeschreibliches Gefühl der Freiheit während Sie 111 Meter in die Tiefe stürzen wenn unter Ihnen die Gischt des „Boiling Pot“ brodelt. Es ist keine Anmeldung erforderlich ist. Sie müssen lediglich die Grenze übertreten, denn die Brücke liegt so gesehen im Niemanns-Land zwischen Sambia und Zimbabwe. Unterrichten Sie die Wachen von Ihrem Vorhaben und Sie können ohne das übliche Ausreiseverfahren zurück nach Sambia.

Fischen

Die meisten Flüsse und Seen in Sambia haben sehr gute Fischbestände um Fischen zu gehen.

High Wiring

In Sambia liegt das weltweit erste kommerzielle Hochseil. Ein 135m langes Kabel ist 75m über der Schlucht gespannt. Ein am Rücken angebrachter Ganzkörpergurt wird an das Kabel gehängt und nun liegt es an Ihnen Anlauf zu nehmen und wie ein Vogel über die tiefe Schlucht zu gleiten.

Kanusafari

Eine Kanu-Safari auf dem oberen Zambezi River ist eine wunderbar entspannende Art und Weise in den Genuss der schönen Landschaft zu kommen und den Fluss entlang zu fahren, bevor dieser über die Victoria Falls nach unten prasselt. Entlang des Flusses, der bereits von dem bekannten David Livingstone erkundet wurde, liegen viele Inseln unterschiedlicher Größe, die die Heimat vieler Vögel und kleiner Tiere darstellen. Der untere Teil des Zambezi River, der beidseitig von zahlreichen Nationalparks flankiert wird, kann natürlich auch mit dem Kanu erkundet werden. Lehnen Sie sich in Ihrem komfortablen Kanu zurück und lassen Sie sich einfach vom Fluss treiben. Die bewaffneten Guides bringen Sie zu entlegenen Kanälen zwischen den einzelnen Inseln wo Sie die Möglichkeit haben dem Wild ganz nahe zu kommen. Nilpferde sind fast immer in Sicht, aber auch Elefanten, Zebras, Puku, Impala, Büffel, Kudu, Wasserböcke, Paviane und Krokodile können Sie gemütlich von Ihrem Kanu aus beobachten.

Reiten entlang des Zambezi Rivers

Erleben Sie Sambia auf dem Rücken eines Pferdes. Reiten Sie in den Teakwald, über Flüsse und durch die Savanne und erleben Sie eine andere Art von Genuss dieser atemberaubenden Schönheit.

River Boarding

Bewaffnet mit einem Bord, einer Schwimmweste, Neoprenanzug, Helm und Flossen können Sie sich nach Einleitung eines Lehrers in die rasanten Stromschnellen des Flusses wagen und liegend Wildwasser-Bäche oder kleinere Flüsse stromabwärts fahren.

Tandem-Kayaking

Ein anderer Weg die unglaubliche Macht des Zambesi Rivers hautnah zu erleben ist das Tandem-Kayaking durch die Stromschnellen unterhalb der Wasserfälle. Nachdem Sie Ihre Ausrüstung in Empfang genommen haben geht es hinunter zum Boiling Pot, wo Sie zunächst von einem Profi in das Kayaking und die Sicherheitsmaßnahmen eingeführt werden, bevor es dann tatsächlich auf den Fluss hinaus geht. Der erfahrene Wildwasser-Kayaker steuert das Boot mit Ihrer vollen Unterstützung durch die Stromschnellen.

White-Water Rafting

Einen wahren Nervenkitzel können Sie auf dem Batoka Gorge erleben. Unterhalb der Victoriafälle wartet eine der wildesten Rafting-Touren der Welt. Die dreiundzwanzig Wildwasserstromschnellen, umgeben von einer eindrucksvollen Landschaft tief in eingebettet in schiere schwarzen Felsen sind ein Muss für Adrenalin-Junkies denen eine wilde Achterbahnfahrt bevorsteht.

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Amtssprache

In Sambia werden mehr als 73 Dialekte gesprochen, aber die offizielle Sprache ist Englisch. Bemba ist die nächste am häufigsten gesprochene Sprache, gefolgt von Nyanja Tonga, Luvale, Lozi, Mambwe und Tumbuka.

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Anreise

Mit dem Zug

Mit dem Zug gibt es zwei Einreisepunkte in Sambia. Einer ist mit der Tazara Line von Dar es Salaam in Tansania nach Kapiri Mposhi. Dort ist ein Umstieg für die Weiterreise nach Lusaka erforderlich. Wöchentlich fahren jeweils zwei Züge in beide Richtungen. Die Fahrpläne sind nicht zuverlässig, daher sollten Sie sich die Zeit vor Reiseantritt bestätigen lassen. Am Grenzübergang müssen Sie mit Einwanderungs- und Zollkontrollen rechnen. Eine weitere Einreisemöglichkeit ist aus Simbabwe, über die Victoria Falls nach Livingstone. Von Livingstone aus fahren Züge jeden zweiten Tag nach Lusaka.

Zu Land

Über den Landweg können Sie aus der Demokratischen Republik Kongo, Simbabwe, Malawi, Mosambik, Tansania, Botswana und Namibia nach Sambia einreisen. Mit Ausnahme der Victoria Falls Bridge, die bis 20:00 Uhr geöffnet ist sowie Chembe, Kazungula, Kariba und Chirundu, die täglich von 06:00 Uhr bis 18:00 Uhr Grenzüberschreitungen ermöglichen, sind alle weiteren Straßengrenzen 24 Stunden am Tag geöffnet.

Auf dem Wasserweg

Der einzige Zugang über den Wasserweg ist auf dem Tanganjika-Sees. Die „MV Liemba“, eine der weltweit ältesten Dampfschiffe, verkehrt von Bujumbura in Burundi über Kigoma in Tansania und legt in Mpulungu in Sambia an.

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Ausreisesteuer

Departure Tax (abhängig von Ticket, evtl. Im Flugpreis inbegriffen!!!!!)
Bei der Abreise wird an den Flughäfen eine Steuer über USD 25 (International) und USD 8 (Inland) verlangt, die Bar zu bezahlen ist. Reiseschecks werden nicht akzeptiert.

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Autofahren

Sollten Sie sich dazu entschließen einen Wagen zu mieten, benötigen Sie als Fahrer einen internationalen Führerschein. Nationale Führerscheine werden hier nicht anerkannt.
Benzin und Diesel kann ohne weiteres in allen größeren Städten getankt werden. Fahren Sie in etwas abseits liegende Gebiete, so stellen Sie sicher, dass ausreichend Ersatz für Notfälle vorhanden ist. Die Preise für den Kraftstoff steigen, je weiter Sie sich von größeren Ortschaften entfernen.

Sambia hat insgesamt eine Straßenlänge von 38.763km, die geteert sind. 8592 km sind Kiesstraßen und 21.999 km sind Schotterpisten. Sambia ist berüchtigt für die vielen Schlaglöcher und raren Straßenbeschilderungen. Vermeiden Sie nächtliche Überlandfahrten wenn möglich, da unerwartet Schlaglöcher, liegengebliebene Fahrzeuge, Tiere und andere Hindernisse auftreten können. Für Fahrten abseits der Straßen eignet sich am besten ein 4x4 Jeep.
In Sambia herrscht Linksverkehr. Die allgemeine Geschwindigkeitsbegrenzung auf nationalen Autobahnen liegt bei 100km/h, auf Landstraßen bei 100 km/h und in städtischen Gebieten bei 65 km/h, sofern nicht anders angegeben. Es gibt regelmäßig Straßensperren der Polizei auf den Überlandstraßen. Aufgrund dessen sollten Sie stets alle Personal- und Fahrzeugpapiere mit sich zu führen.

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Banken

Die Öffnungszeiten der Banken sind montags bis freitags von 08:15 Uhr bis 14:30 Uhr und am ersten und letzten Samstag des Monats von 08:15 Uhr bis 10:30 Uhr.

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Botschaft

Botschaft der Republik Zambia
Axel-Springer-Straße 54 A, D-10117 Berlin
Tel. 0 30 - 2 06 29 40
Fax 0 30 - 20 62 94 19
E-Mail: Botschaftvonsambia@t-online.de
Öffnungszeiten: Mo bis Fr 09:00 bis 13:00 und 14:00 bis 16:00 Uhr

Botschaft der Bundesrepublik Deutschland
5209 United Nations Avenue, Ridgeway, ZM-Lusaka
Tel. 01 - 250 644, 251 259/62.
Fax 01 - 254 014
E-Mail: info@lusaka.diplo.de
www.lusaka.diplo.org
Öffnungszeiten: Mo-Do 07.30-16.00 Uhr, Fr bis 13.30 Uhr.
Konsularabteilung: Mo-Fr 09.00-12.00 Uhr.

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Einreise/Visum

Für die Einreise nach Sambia benötigen deutsche Staatsangehörige sowohl einen Reisepass als auch ein Visum. Der Reisepass muss noch eine Mindestgültigkeitsdauer von sechs Monaten haben. Kinderreisepässe und Kinderausweise werden bis zum vollendeten 16. Lebensjahr, Kinderausweise ab dem vollendeten 10. Lebensjahr nur mit Lichtbild, akzeptiert. Der Eintrag eines Kindes in den Reisepass eines Elternteiles genügt bis zum vollendeten 16. Lebensjahr zur Einreise. Der Reisepass (mit Visum und/oder Einreisestempel) sind nach sambischen Bestimmungen ständig mitzuführen.

Das Visum wird von der sambischen Botschaft in Berlin oder auch gebührenpflichtig bei der Einreise nach Sambia erteilt. Die hierfür fällige Gebühr eines für eine Einreise gültigen Touristenvisums („Single Entry“) beträgt für deutsche Staatsangehörige USD 50. Für mehrfache Einreisen benötigen Sie das“Double/Multiple try“, dass Sie gegen eine Visagebühr in Höhe von USD 80 bekommen. Bei Ausstellung des Visums vor Ort, müssen Sie den Betrag am besten passend in US-Dollar entrichten. Häufig wird desweiteren das Rück- bzw. Weiterflugticket verlangt. Prüfen Sie außerdem unverzüglich nach dem Grenzübertritt auf dem Landweg, ob die Einreise im Reisepass durch einen Einreisestempel dokumentiert worden ist.

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Elektrizität

Lokaler Strom 220 V, 50 Ampere, englische Stecker.

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Feiertage

Neujahr (1. Januar),
Ostern,
Tag der Arbeit (1. Mai),
Tag der Jugend (19.März),
Afrikanischer Freiheitstag (25. Mai),
Helden- und Einheitstag (erster Montag und Dienstag im Juli),
Bauerntag (erster Montag im August),
Unabhängigkeitstag (24. Oktober)
Weihnachten (25. Dezember)
Erntedankfeiern, Initiationsriten, Ahnenverehrung und andere traditionelle Zeremonien haben kein festes Datum.

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Gesundheit/ Impfung

Eine Gelbfieberimpfung für Reisen von Deutschland nach Sambia wird nicht verlangt. Diese ist nur notwendig, wenn Sie aus einem Gelbfiebergebiet nach Sambia einreisen. Gleiches gilt für Cholera-Impfungen bei der Einreise aus einem Infektionsgebiet. Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Poliomyelitis (Kinderlähmung) und Hepatitis A werden allerdings empfohlen. Bei Langzeitaufenthalten über 4 Wochen oder besonderen Expositionen sollten Sie auch Hepatitis B-, Tollwut- und Typhusimpfungen vornehmen.

Malaria kommt verstärkt im Süden, darunter im Sambesi-Tal, im Kariba-Becken, bei den Victoria-Fällen und im Luanwa-Tal, zwischen November und Juni vor. Übertragen wird die Malaria tropica durch den Stich der Anopholes-Mücken. Die Symptome, wie Fieber, werden zum Teil erst Wochen oder Monate nach der Reise spürbar. Um ein Ansteckungsrisiko zu vermeiden, wird eine Malariaprophylaxe dringend empfohlen.

Des Weiteren sollten Sie Ihren Körper stets mit hellen Kleidern bedecken sowie Insektenschutzmittel auf allen freien Körperstellen tragen und unter einem Moskitonetz schlafen. Um Durchfallerkrankungen und Cholera entgegen zu wirken, sollen Sie ausschließlich Wasser aus Flaschen trinken und notfalls nur gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Gleiches gilt für das Geschirrspülen und Zähneputzen. Auch Sambia kämpft mit dem Immunschwächevirus HIV, das ein großes Problem darstellt und eine große Gefahr für die Bevölkerung und seine Besucher darstellt.

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Giftige Tiere

Sambia ist der Lebensraum zahlreicher gefährlicher Tiere wie Spinnen, Skorpione, Schmetterlingsraupen, Hundertfüßer, Ameisen sowie Giftschlangen deren Bisse zum Teil tödliche Folgen haben. Obwohl es nur gelegentlich zu Vorfällen kommt, sollten Sie nachts möglichst nicht im Freien herumlaufen sowie nicht in Erdlöcher oder -spalten, unter Steine bzw. Reisig, Zweige und ähnlich unübersichtliches Material greifen. Sollen Sie dennoch einer Schlange begegnen, bewahren Sie Ruhe und fassen Sie das Tier weder an, noch fangen Sie es ein. Vor der Benutzung sollten Sie Bettdecken und -laken, Kleidungsstücke, Schuhwerk und Kopfbedeckungen sorgfältig ausschütteln.

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Kriminalität

Die Häufigkeit von Diebstählen ist so hoch wie in allen größeren Städten, in denen die Arbeitslosigkeit hoch ist. Die Zahl gewalttätiger und bewaffneter Raubüberfälle, insbesondere bewaffneter Fahrzeugentführungen, ist in der vergangenen Zeit gestiegen. Vor allem in der der Copperbelt Region-Region, Lusaka und in den Touristenzentren und auf Überlandstrecken kommt es häufiger zu solchen Vorfällen. Bevorzugtes Ziel von Fahrzeugentführungen sind Geländefahrzeuge der gehobenen Klasse. Bei Autofahrten in Ballungsgebieten sollten Sie die Türen von innen verriegeln und die Fenster geschlossen halten. Taschen und Wertgegenstände sollten Sie nicht sichtbar im Fahrzeug liegen lassen.

Sollten Sie in einen Überfall geraten, leisten Sie unter keinen Umständen Widerstand. Seien Sie immer aufmerksam wenn Sie zu Fuß unterwegs sind und Wertsachen bei sich tragen. Hier und da gibt es immer wieder flinke Taschendiebe. Lassen Sie Ihr Fahrzeug nie offen stehen und wechseln Sie niemals Geld auf der Straße. Grundsätzlich sind Sambier aber sehr freundliche und hilfsbereite Menschen.

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Öffentliche Verkehrsmittel

Flugzeug

Airwaves Sambia ist der größte Anbieter für touristische Flüge. Die Fluggesellschaft fliegt das ganze Jahr über alle wichtigen Reiseziele in Sambia an. Es gibt ebenfalls Charter-Flüge von Lusaka und South-Luangwa. Es bestehen die folgenden Flugverbindungen:
Täglich: Lusaka/South Luangwa/Lusaka
Täglich: Lusaka/Lower Sambesi/Lusaka
Sechs Mal/Woche: Lusaka/Livingstone/Lusaka
Täglich: Lusaka/Ndola/Lusaka
Sechs Mal/Woche: South Luangwa/Livingstone/South Luangwa
Sechs Mal/Woche: Livingstone/Lower Sambesi/Livingstone
Zambian Airways fliegt von Ndola, Kitwe, Livingstone, Mfuwe, Victoria Falls und bietet Charterflüge an.
Proflight fliegt nach Mfuwe (South Luangwa) und Livingstone. Avocet bietet ebenfalls verschiedene Flugrouten an. Migration Air fliegt von Livingstone nach Lusaka und zurück. Die inländischen Flughafengebühren liegen bei rund $ 8 pro Person.

Reisebus

Es gibt Busse von Dar es Salaam und Mbeya in Tansania in die Copperbelt Region-Region und nach Lusaka, sowie von Lilongwe nach Lusaka. Des Weiteren besteht eine gute Busverbindung nach Chipata und Livingstone. Allerdings fahren die Busse nicht immer nach strengen Zeitplänen. Der Haupt-Busbahnhof befindet sich in der Straße Dedan Kimathi in Lusaka. Andere private Busunternehmen bieten zuverlässige Fahrten nach Livingstone, Harare und Johannesburg an.

Kleinbusse und Taxis

Eine günstige Transportmöglichkeit sind die meist blau gestrichenen Kleinbusse und Taxis. Verhandeln Sie den Preis für die Fahrt vor Reiseantritt.

Mit dem Zug

Sambia hat drei wichtige Zugverbindungen. Eine von Livingstone nach Lusaka, von Lusaka in die Copperbelt Region-Region und von Kapiri Mposhi, an der nördlichen Grenze, nach Tansania. Der Bahnhof befindet sich in der Dedan Kamathi Rd. im Zentrum von Lusaka, eine Straße östlich der Cairo Rd.
Der Kitwe-Lusaka-Livingstone-Zug fährt täglich. Er startet um 20:00 Uhr in Kitwe und kommt um 7:35 Uhr in Lusaka an. Um 8:05 Uhr geht es weiter bis zur Ankunft in Livingstone um 18:00 Uhr. Der Zug fährt täglich um 09:00 Uhr in Livingstone los und kommt um 20:10 Uhr in Lusaka an. Von dort aus wird die Fahrt um 21:10 Uhr fortgesetzt. Die Ankunft in Kitwe erfolgt um 8:50 Uhr.
Des Weiteren gibt es einen Express-Zug (Sambesi-Express) der jeweils sonntags, dienstags und donnerstags um 14:30 Uhr von Livingstone aus startet. Er ist am nächsten Tag um 11:00 Uhr in Lusaka. Montags, mittwochs und freitags um 19:30 Uhr starten die Rückfahrten von Lusuka, sodass Sie um 6:10 Uhr in Livingstone ankommen. Die Züge sind zwar ein bisschen schäbig, dennoch ist die Bettwäsche sauber und der Zugverkehr recht zuverlässig. Bevorzugterweise sollten Sie ein Erste-Klasse-Ticket buchen und eigenes Essen und Trinken mitbringen.
Die Tazara Line verlässt Kapiri Mposhi jeden Dienstag und Freitag um 16:00 Uhr nach Dar es Salaam in Tansania. Die Reisedauer beträgt 2 Tage. Montags, donnerstags und samstags fährt ein Zug von Kapiri Mposhi zur Grenzstadt Nakonde und zurück. Auf dem Weg hält der Zug in allen größeren Städten. Reservierungen für die Tazara Line müssen eine Woche im Voraus im Tazara House gegenüber dem Markt in der Independence Ave gemacht werden.

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Souvenirs/Einkaufen

Als Erinnerungsstück werden in Sambia zahlreiche hübsche handgefertigte Souvenirs wie Holzschnitzarbeiten, Keramikartikel, Kupferwaren, Perlenschmuck sowie Edelsteine angeboten. Trophäen (nur nach Anmeldung), einige Pflanzenteile, Teile von Wildtieren wie Zehen, Klauen, Knochen, Horn, Federn und/oder Felle die unter Artenschutz stehen dürfen nicht ausgeführt werden.

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Währung/ Geld

Die Landeswährung von Sambia ist der Sambische Kwacha (ZMK), was übersetzt "Sonnenaufgang“ heißt. Banknoten gibt es im Wert von 50.000, 20.000, 10.000, 5000, 1000, 500, 100, 50 und 20 K; Münzen im Wert von 10, 5, 1 K sowie 25 und 10 Ngwee. Die Münzen sind zwar offizielles Zahlungsmittel, sind aber wegen ihres geringen Wertes nicht im Umlauf. Die meisten Hotels, Restaurants, Reisebüros und größeren Geschäften nehmen problemlos die gängigen Kreditkarten wie American Express sowie teilweise auch Eurocard, Diners Club, MasterCard und Visa an. In staatlichen Banken und in der Barclays Bank können Sie mit der Visacard am Geldautomaten Bargeld abheben. Reiseschecks sollten in US-Dollar oder britischen Pfund ausgestellt sein und können in einer der vielen Wechselstuben in den wichtigsten Städten umgetauscht werden. Der Umtausch von Reiseschecks in eine andere Währung ist mit Provision. Sollte Ihnen ein Austausch auf dem Schwarzmarkt angeboten werden, ist extreme Vorsicht geboten.

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Zeit

Sambia ist zwei Stunden vor der Greenwich Mean Time und eine Stunde vor der Central European Time.

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Zoll

Die folgenden Punkte können Sie bei der Einreise nach Sambia zollfrei einführen: 400 Zigaretten oder 500 g Tabak, eine Flasche Wein und Spirituosen und 2,5 Liter Bier (geöffnet); 1oz Flasche Parfüm.
Souvenirs können bis auf Jagdtrophäen wie Zähne, Knochen, Horn, Schildpatt, Klauen, Haut, Haare, Federn ohne Einschränkung ausgeführt werden. Sowohl die Landeswährung als auch andere Währungen dürfen Sie in unbeschränkter Höhe ein- und ausführen. Lediglich Beträge, die insgesamt (den Gegenwert von) USD 5.000 übersteigen, müssen Sie vorher anmelden.

 
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